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Kann man HTML 5 produktiv nutzen?

14 Punkte

Frage markiert als beantwortet

von stealth_axg  Newbie  vor über 2 Jahren

Hi Community,
seit mehreren Monaten lese ich täglich neue Meldungen über CSS 3, HTML5 und co, dabei frage ich mich immer: kann man das wirklich “produktiv” nutzen?

Erst vor kurzem sind wir im Unternehmen von IE 6 weg und allgemein sieht die Update-Bereitschaft bei meinen Freunden/Bekannten z.B. eher mau aus….. außer sie haben ein Smartphone. Aber generell habe ich noch nicht das Gefühl, dass alle auf dem neusten Stand sind.

Wieso sollte man also einem Kunden HTML 5 “verkaufen”/anbieten, wenn eh zu ca. 80 % der Fallback greift bzw. der Kunde noch nicht einmal von FF 3.5.16 weg ist?!

Danke für die Antworten!

PS: Nebenbei bastle ich Webseiten und Co für Ärzte, Handwerker und kleinere Unternehmen.

Nachträglich bearbeitet am 30.12.11 14:08

Kommentare

  • natas77: Nun ja das sind die neuen Techniken ist klar das darüber viel geredet wird.
    Wenn wir die Entwicklung des webs an die Update Bereitschaft der user abhängig machen würden dann sehe alles anders aus:-)

    Für ein großen teil ist 5 schon längst eine Option da sie Abenteuer bereitsind. Für die etwas konservativen Kunden wird man wie bisher bei allen Techniken ein duales System fahren müssen.

    Bei den smartphones wir sich das problemloser durchsetzen da die OS Entwicklung einfach rasanter ist und die interhration von neuen einfacher ist.

    Die Vorteile liegen auf der Hand.

    5 ist die Zukunft.

    Und je nach Kunden Kreis ist das produktiv.

    vor über 2 Jahren

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4 Antworten

2 Punkte

von zulu  Heavy User  vor über 2 Jahren

Nun, Du beantwortest dir die Frage selber. Was macht es für einen Sinn eine Technik einzusetzen deren Verbreitung in der Masse noch nicht vorhanden ist.
Wenn ich will, das ich von den Besuchern provitiere muss ich mich nach der vorhandenen Technik der Besucher richten. Provitieren Besucher von meiner Seite kann ich bestimmen welche Anforderungen an den Browser gestellt werden.

Nachträglich bearbeitet am 29.12.11 15:05

2 Punkte

von virtualmachine  Geek  vor über 2 Jahren

Ich halte es hier mit Peter Kröner:
Bei Websites muss abgewägt werden, welche Features sinnvoll sind. Warum sollte man außerdem nicht Zukunftsorientiert denken? Sisyphus (Link) ist so ein Beispiel: Tausendmal drüber geärgert-warum nicht einstecken und spielen?

Bei HTML5 ist es doch so: Ältere Browser degradieren mit ein ganz klein Bisschen Hilfe (zB jQuery1.7, wo der H5Shim von Haus aus verbaut ist) ganz gut.

Nochmal zu Peter Kröner; Seine Aussage als HTML5 – Missionar lautet: Für Websites abwägen. Doctype tut keinem weh und ich kann das eine oder andere nützliche Feature bereits jetzt produktiv nutzen.

Bei WebApps ist angeraten, HTML5 zu nutzen. Wir schreiben schließlich Software-warum dürfen wir dann nicht auch Systemanforderungen stellen?

Außerdem kann sich Software (in diesem Fall H5) nur dann weiter entwickeln, wenn man Sie nutzt.

CSS3 ist mE noch viel einfacher:
Es wird eingesetzt, da hier enorm viel Zeit für Grafiken usw gespart werden kann. Setze ich hier Compass oder Stylus (usw) ein, kann ich mit ein Bisschen Übung relativ einfach die breite Masse abdecken.

Als Webentwickler ist es mE meine Aufgabe, dem Kunden sinnvolles Zeug zu verkaufen-und was macht mehr Sinn, als auf einen Standard mit wachsendem Publikum zu setzen? Diejenigen mit alten Browsern sollte man auf jeden Fall teilweise mit Modernizr et al versorgen (man muss nicht alles auch per Polyfill nachbauen). – Eine Meldung über Modernisierungsbedürfnisse im Browser darf man dem User kredenzen. Ganz alte kriegen das Basic IE6 Stylesheet, wo es nur noch eine sematische Hervorhebung gibt.

Fazit: Die alten Browser sterben über kurz oder lang aus. Neue Techniken zu benutzen ist sinnvoll und macht Spass bei der Arbeit. Elegante Degradierung in älteren Browsern; oder die zusätzliche Arbeit für Polyfills gebührend berechnen. Da stellt sich schnell Einsicht ein.

Nachträglich bearbeitet am 31.12.11 00:35

Kommentare

  • michsch:
    Super geschrieben! Genau so ist es.
    Peter Kröner habe ich selbst auf dem MMT #28 gesehen/gehört und stimme hier zu 100% zu.

    Andy Clarkes IE6 Stylesheet ist eine wirklich gute Lösung, da die Informationen weiterhin zugänglich bleiben, aber eben nicht so hübsch aussehen.
    Dazu muss ich allerdings erwähnen, dass ich ohnehin ein Freund von readability oder dem in Safari integrierten Reader bin. Je nach Design wäre sogar das IE6 Stylesheet für alle Browser die bessere Lösung ;-)

    Ich kann dann auch noch das Buch “Hardboiled Web Design“ (http://hardboiledwebdesign.com/)) von Andy Clarke empfehlen. Dort geht er zwar hauptsächlich auf CSS3 ein, vermittelt aber den Grundsatz, dass eine Webseite nicht in jedem Browser gleich aussehen muss, sehr gut. Auch er plädiert für neue Techniken und rüstet diese demonstrativ nicht per JS in älteren Browsern nach, setzt aber auch nicht ausschließlich auf diese: Progressive Enhancement!

    Sisyphus ist scheinbar an mir vorbei gelaufen und wird bei mir wohl jetzt zu einem Standard-Plugin für Webseiten mit Formularen werden. Äußerst praktisch ;)

    vor über 2 Jahren

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0 Punkte

von 218869 (abgemeldet)  Geek  vor über 2 Jahren

Ja, wenn Du die Funktionalität die H5 bietet auch in deinem Projekt verwendest. Anderfalls, und das scheint mir bei deiner Zielgruppe gegeben, brauchst Du für einfache Webseiten nicht zwangsläufig H5.

Unter http://caniuse.com/ kannst Du anhand deiner Google Analytics Statistiken ermitteln, welche Features Du bei deiner Besucherzusammensetzung einsetzen kannst.

0 Punkte

von michsch  Nerd  vor über 2 Jahren

Ich verwende seit Anfang 2011 HTLM5 & CSS3 produktiv. Dabei verzichte ich aber natürlich auf viele Techniken, die noch nicht immer zuverlässig funktionieren (Local Storage, Application Cache) und nur schlecht einen Fallback zulassen.

wenn eh zu ca. 80 % der Fallback greift bzw. der Kunde noch nicht einmal von FF 3.5.16 weg ist?!

Mir fällt es schwer zu glauben, dass so viele der Besucher auf den von dir umgesetzten Webseiten so alte Browser verwenden. Hier handelt es sich doch wohl eher um eine subjektive Einschätzung als um auf Statistiken beruhenden Tatsachen.
Nicht nur Tech-Geeks haben aktuelle Browser installiert.
Hast du dir mal aktuelle Browser-Statistiken angesehen?

Ich persönlich investiere lieber in die Zukunft als für alte Browser zu optimieren. Es macht keinen Sinn Zeit für eine Zielgruppe zu investieren, welche täglich kleiner wird, während die Zielgruppe mit HTML5 fähigen Browsern ständig wächst.

Mein Fazit:
Einiges von HTML5 und CSS3 kann und sollte heute bereits eingesetzt werden, da auch gerade die Barierefreiheit dadurch zusätlich unterstüzt wird.

Nachträglich bearbeitet am 29.12.11 14:51

Kommentare

  • stealth_axg: 1. Danke Für die Antworten^^

    2. Nein, repräsentativ ist diese Zahl nicht. Sie setzt sich aus den Zahlen von Google Analytics und einem einwöchigen Logging der User Agents zusammen.

    3. Aber wie bereits geschrieben, ist der FF 3.5 meiner Meinung nach immer noch Standard. Auch wenn die Statistik von XY, t3n oder Heise was anderes sagen würde….die die entsprechende Zielgruppe haben.

    4. Stört es eigentlich Keinen das HTML 5 noch im Entwurfsstadium ist?
    Siehe Präfixe, Umsetzung und co.

    vor über 2 Jahren
  • michsch: zu 2: Wie gesagt kann ich das nicht wirklich glauben.

    zu 3: Du hast eine Frage gestellt und ich die entsprechende Antwort gegeben. Wenn du gerne weiter für alte Browser entwickeln möchtest, dann wird dir das hier mit Sicherheit niemand verbieten wollen. Sinnvoll ist es allerdings nicht mehr wirklich für alte Browser zu entwickeln.
    Abgesehen davon kommt auch der FF 3.5 mit HTML5 klar.
    Dein Vergleich hinkt schon etwas, da eben nicht nur Tech-Geeks aktuelle Browser verwenden.

    zu 4: HTML5 wird immer weiterentwickelt und wird nicht in naher Zukunft (10 Jahre) vollendet sein. Es gibt immer neue Anforderungen und somit müssen auch immer wieder neue Lösungen umgesetzt und in HTML5 integriert werden. Ein aktuelles Beispiel ist hier die Verwendung von Responsive Images.
    Die Präfixe beziehen sich wohl auf CSS3 und weniger auf HTML selbst. Ich kann eine Webseite auch mit HTML5 umsetzen und dabei auf CSS3 verzichten.
    Die Präfixe sind oftmals gar nicht mehr nötig und werden nur noch für die älteren Browser verwendet, da es zu dem damaligen Stand noch kein fertig definiertes CSS3-Feature war.
    Wie tacker schon geschrieben hat, bietet sich in jedem Fall die Webseite http://caniuse.com/ an. Hier erfährst du, was du in welchem Umfang nutzen kannst.
    Hinzu kommt, dass man mit JavaScript viele Funktionen auch in älteren Browsern nachrüsten kann.

    Abschließend: Die Vorteile von HTML5 überwiegen den Nachteilen in jedem Fall. Allein die Möglichkeit von Responsive Design wird erst durch CSS3 ermöglicht und stellt gleichzeitig keinen Nachteil für alte Browser dar. Diese würden demnach ein festes Layout ausgeliefert bekommen. Das ist ganz ohne Browser-Sniffing möglich.
    Die Nutzung des mobilen Internets wird weiter steigen und voraussichtlich in ein bis zwei Jahren sogar dir Desktop-Nutzung überholen.
    Auch wenn man HTML5 und CSS3 verwendet muss das nicht zwangsläufig heißen, dass eine Webseite in älteren Browsern nicht mehr funktioniert. Ich achte auch auf eine Abwärtskompatibilität bis hin zu IE 7 oder FF 1.5.

    Warum also immer nach hinten schauen und nicht nach vorne?

    Die Wahrscheinlichkeit ist äußerst gering, dass die Nutzer demnächst mit Browser-Downgrades anfangen um endlich wieder auf den geliebten IE 6 oder FF 3.5 zu kommen.

    vor über 2 Jahren

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