Nutzt Ihr einen AdBlocker?
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30 Punkte
von andylenz77 Geek vor ca einem Jahr
Habt Ihr AdBlock Plus oder einen anderen AdBlocker am laufen, und falls ja warum? Aus meiner Sicht richten AdBlocker mehr Schaden bei Publishern an als Sie Lesern/Usern konkreten Nutzen bringen. Ob man nun bunte oder weiße Flächen hat finde ich nicht so entscheiden.
Nachträglich bearbeitet am 03.02.11 13:10
15 Antworten
von nurhtiak Rookie vor ca einem Jahr
In 14 Jahren Internet hatte ich noch nie einen Adblocker.
Dies hat mehrere Gründe. Erstens möchte ich ja, dass die Seiten die ich lese auch weiterhin lesen kann. Ich bezahle ja nun nichts für den Content, also eine Hand wäscht die Andere. Wer’s übertreibt fliegt einfach raus (Overlays z.B.).
Aber auch von Berufswegen her, ist es schon interessant zu sehen, wer welches Werbematerial und vorallem wie zur Verfügung stellt. Sicherlich sind die meisten Banner nicht sonderlich spannend, aber es kommen immer wieder Highlights zum Vorschein aus denen man seinen persönlichen Mehrwert ziehen kann. Andernfalls wäre es ja so, als würde sich ein Autoverkäufer nicht für Autos interessieren ;)
Nachträglich bearbeitet am 26.03.10 09:38
von aleksmaksimow Geek vor ca einem Jahr
Ich sehe das AdBlocker Thema extrem kritisch. Websites bieten einem kostenlose Informationen, die ggf. in Profit umgewandelt werden können (wenn es z.B. im Berufliche Themen geht und nicht gerade irgendwelche Spiele Seiten etc.). Der Konsument der Website bekommt kostenlos einen Service oder eine Information bereitgestellt. Dafür das er für diese keinen Cent bezahlen muss, bekommt der Ersteller seinen Gewinn aus den Werbeeinblendungen. Viele Portale machen ihren kompletten Umsatz mit Werbeeinnahmen, wenn anfallende Kosten usw. nicht mehr durch die Werbung gedeckt werden, fallen über kurz oder lang auch die Portale weg.
Ich betreibe selber eine Plattform, die komplett durch Werbeeinnahmen finanziert wird, würden wir diese Geld nicht mehr verdienen, könnten wir die Plattform morgen vom Netz nehmen.
Selbstverständlich gibt es auch extrem nervige Werbung, man sollte sich aber die Frage stellen, ob es sich nicht evtl. doch lohnt, für einen sinnvollen Content, diese Werbung in kauf zu nehmen, denn ohne die Werbung würde es den Content ggf. gar nicht geben.
In meinen Augen funktioniert das Internet nicht ohne Werbung. Werbung gehört genauso im Internet zum Alltag wie in anderen Lebenslagen. Man fährt ja auch nicht mit geschlossenen Augen durch die Straßen, nur weil dort Werbetafeln etc. stehen. Genau wie im TV ist es einem im Internet selber überlassen, ob man sich die Werbebanner ansieht, oder einfach “umschaltet” (in dem Sinne halt einfach nicht darauf achtet).
Nachträglich bearbeitet am 26.03.10 09:39
Kommentare
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vor ca einem Jahrdrachenzauberei: aleksmaksimow schrieb:
“(…) Websites bieten einem kostenlose Informationen, die ggf. in Profit umgewandelt werden können (wenn es z.B. im Berufliche Themen geht und nicht gerade irgendwelche Spiele Seiten etc.).”
Dann kann man wie akademie.de oder dr.web Plus solche Inhalte rein per Abo zugänglich machen und so sicherstellen, dass Leute für dieses berufliche Wissen auch bezahlen und nicht nur abgreifen. Mal abgesehen davon, dass zahlende Nutzer, wie Abonennten von Zeitschriften, manchmal wohl noch ein paar nichtzahlende Nutzer Huckepack dabei haben.
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“Der Konsument der Website bekommt kostenlos einen Service oder eine Information bereitgestellt. Dafür das er für diese keinen Cent bezahlen muss, bekommt der Ersteller seinen Gewinn aus den Werbeeinblendungen. Viele Portale machen ihren kompletten Umsatz mit Werbeeinnahmen, wenn anfallende Kosten usw. nicht mehr durch die Werbung gedeckt werden, fallen über kurz oder lang auch die Portale weg.”
Konsumenten Informationen kostenlos bereitzustellen, ist die Entscheidung des Inhalteproduzenten oder -verteilers, nicht des Kunden. Verdrehst Du da nicht etwas? Das im Nachhinein dem potenziellen Konsumenten anzuhängen, ist für mich nicht verständlich. Wenn sich etwas nicht finanzieren lässt, da Leute anscheinend nicht bereit sind dafür zu zahlen und auch noch Werbeblocker laufen haben, geht es möglicherweise ein. Schade, aber so ist das nunmal. Wer seine finanzielle Basis auf so einem Modell aufbaut, hat sich möglicherweise verkalkuliert.
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“Ich betreibe selber eine Plattform, die komplett durch Werbeeinnahmen finanziert wird, würden wir diese Geld nicht mehr verdienen, könnten wir die Plattform morgen vom Netz nehmen.”
Ich wiederhole nochmal: Wenn sich etwas nicht finanzieren lässt, geht es möglicherweise ein. Schade, aber so ist das nunmal. Wer seine finanzielle Basis auf so einem Modell aufbaut, hat sich möglicherweise verkalkuliert.
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“Selbstverständlich gibt es auch extrem nervige Werbung, man sollte sich aber die Frage stellen, ob es sich nicht evtl. doch lohnt, für einen sinnvollen Content, diese Werbung in kauf zu nehmen, denn ohne die Werbung würde es den Content ggf. gar nicht geben.”
Wenn diese Werbung an der Aufmerksamkeit und den Nerven zerrt sowie vom Inhalt ablenkt, ist da nichts in Kauf zu nehmen, finde ich. Dass die Aufmerksamkeit der Nutzer heutzutage ein umkämpftes Gut zu sein scheint und deshalb gern immer greller, dämlicher und lauter geworben wird, ist wohl so. Dass “mehr desselben” aber gern mal nach hinten losgehen kann, erläuterte uns schon die Geschichte vom Hasen und Igel. Und hier kommt das Prinzip allgemein wieder zum Vorschein: (Pseudozitat, ich meine damit nicht, dass Du das so geschrieben hast) “Die Leute wollen nicht für meine (kostenlosen – sic!) Inhalte bezahlen, also schütte ich sie mit Werbung voll. Oh, die Werbung ist so nervig, dass Leute Werbeblocker benutzen. Ja, sind die noch zu retten? Mir fällt nichts Besseres ein, also bleibt die Werbung und ich versuche mich mit hanebüchenen Argumentationsketten zu rechtfertigen, warum ich die Nutzer und die Realität nicht akzeptiere und entsprechend zum Besseren handle. Oder was anderes mache.”
Akzeptiert ein Großteil der Nutzer Werbung auf Websites nicht, muss ich mir etwas anderes überlegen oder einpacken. Das ist kaum den Nutzern vorzuwerfen und dem angeblichen “Gratiswahn” und “Schmarotzertum”.
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“In meinen Augen funktioniert das Internet nicht ohne Werbung. Werbung gehört genauso im Internet zum Alltag wie in anderen Lebenslagen. Man fährt ja auch nicht mit geschlossenen Augen durch die Straßen, nur weil dort Werbetafeln etc. stehen.”
Der Vergleich hinkt aber gewaltig. Ich darf die Straße nicht kostenlos nutzen, weil Werbung am Straßenrand steht, oder? Die Werbung dort hat damit doch gar nichts zu tun.
“Genau wie im TV ist es einem im Internet selber überlassen, ob man sich die Werbebanner ansieht, oder einfach “umschaltet” (in dem Sinne halt einfach nicht darauf achtet).”
Ich persönlich finde es schwierig mich dem Geblinke und Bewegen zu entziehen, also blocke ich das weg. Wenn das einem Betreiber nicht in den Kram passt, kann er auf einen Abo-Dienst oder ähnliches umsteigen und mich möglicherweise (!) aussperren. Oder mir mit nervigen Inline-Fenstern wie bei webmasterpro.de auf den Geist gehen und auf lahme Art versuchen mir ein schlechtes Gewissen zu machen, weil ich deren nervige grau hinterlegten Google-Anzeigen nicht mehr sehen will.
Oder sich was Besseres ausdenken und mich dann möglicherweise als zahlenden Kunden wieder begrüßen.
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vor ca einem Jahrpechgehabt: @drachenzauberei: Wow, wenn ich mir die Mühe gemacht hätte, mehr zu dem Thema zu schreiben, wäre das rausgekommen, was Du geschrieben hast. 1a.
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vor ca einem Jahraleksmaksimow: Deine Erklärung ist soweit gut und in einigen Punkten muss ich dir auch recht geben, aber einige Sachen gehen völlig an der Realität vorbei.
Das Internet besteht aus geben und nehmen und nicht aus nehmen und Abos. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es in deinem Interesse wäre, wenn du für jeden (sinnnvollen) Content, vorher zur Kasse gebeten wirst.
Nehme doch mal t3n.de als Beispiel. Wir bekommen hier eine gute Plattform zum Austausch von Informationen. Zusätzlich kannst du täglich auf wirklich gute Artikel zugreifen, bezahlst aber keinen Cent. t3n steigert ihre PIs und kann mehr für ihre Werbung fordern, dadurch kann mehr Zeit in die Weiterentwicklung gesteckt werde und die Plattform bietet dir evtl. such wieder einen (kostenlosen) Mehrwert.
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vor ca einem Jahrddeimeke: Wer sagt denn, dass das Internet aus “Geben und Nehmen” besteht? Und wer sagt, dass die These richtig ist? Ich “gebe” selber Content mit meinem Blog und ich “nehme” Content von anderen Seiten. Reicht das aus oder geht es nur um Geld?
Wenn es nur um Geld geht, warum wird nicht über alternative Modelle nachgedacht? Werbefrei durch Abonnement oder Premium-Content durch Abonnement?
Es zeigt sich doch immer mehr, dass es mehr als schwierig ist, sich mit Werbung zu finanzieren.
Und, ich muss noch einmal darauf zurückkommen, was macht dieses Portal so einzigartig, dass ich als Nutzer dafür bereit wäre, dafür Geld (oder Aufmerksamkeit) zu bezahlen?
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vor ca einem Jahraleksmaksimow: Du kannst nicht nur aus deiner persönlichen Sicht argumentieren. Wie ich bereits gestern weiter unten geschrieben habe, sind der Großteil an Nutzern, keine Blogger, keine Programmieren etc. die kein Problem damit haben.
Angenommen du hast monatlich 1 Mio PIs. und davon sind nur 20 Personen bereits dafür zu zahlen. Erkläre mir bitte, wie sich das Portal finanzieren soll?
Das beste Beispiel ist ja die Printwelt. Immer mehr Portale haben Probleme ihre Auflagen zu steigern, weil keiner mehr bereit ist, Abo’s usw. zu bezahlen.
Bestehende Magazine etc. werden ihren Inhalt recht gut in Online-Abo-Content umwandeln können, weil der Bekanntheitsgrad bei den Nutzern bereits sehr hoch ist und somit viele Leute auch bereit sind sofort zu bezahlen, weil ihnen bewusst ist, was sie kaufen. Durch ein solches Modell, ist es praktisch unmöglich für “kleine Leute” ein Portal zu entwickeln, welches sich finanziert. Damit legst du die komplette Chance für Content auf die großen Firmen. Natürlich gibt es immer tolle Millionär-über-Nacht Storys von Bloggern etc. aber das ist der kleinste Teil im Internet.
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vor ca einem Jahrddeimeke: @aleksmaksimow:
Wer ist hier die Zielgruppe?
netpolitik.org schafft es nicht, sich mit 60.000 PIs pro Tag zu finanzieren. Wie viel Werbung willst Du denn schalten, um es wirklich kostendeckend hinzubekommen.
Allerdings resultieren aus den Blogs netzpolitik.org und Spreeblick Einladungen zu Vorträgen, die zu Geld führen … damit gibt es eine mittelbare Finanzierung.
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vor ca einem Jahrdrachenzauberei: aleksmaksimow schrieb:
“Deine Erklärung ist soweit gut und in einigen Punkten muss ich dir auch recht geben, aber einige Sachen gehen völlig an der Realität vorbei.”An wessen Realität denn? Meiner, Deiner? Siehe bitte nächsten Abschnitt.
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“Das Internet besteht aus geben und nehmen und nicht aus nehmen und Abos. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es in deinem Interesse wäre, wenn du für jeden (sinnnvollen) Content, vorher zur Kasse gebeten wirst.”
Entschuldige bitte, aber was hat das mit “Realitäten” zu tun, vor allem mit meiner? Wie ich in meinem letzten Kommentar andeutete, wäre ich bereit für Inhalte zu zahlen. Das schließt aber natürlich für mich die Bezahlung “jeden (sinnvollen) Content[s]” aus. Natürlich würde es da zu einer Selektion kommen, die auf breiter Basis möglicherweise dazu führen könnte, dass einige Anbieter nicht mehr genug Geld erwirtschaften, um weiterzumachen. Wettbewerb?
Du schriebst in einem anderen Kommentar an ddeimeke: “Du kannst nicht nur aus deiner persönlichen Sicht argumentieren. (…)”
Aus wessen Sicht denn sonst? Das machst Du doch letztendlich auch oder zumindest aus der Sicht von Internetberuflern, die ihr Geld teilweise oder komplett über Werbung finanzieren. Geht es hier wirklich um Sichtweisen oder scheiternde Finanzierungsmodelle und das sich Verschließen gegenüber einem anscheinend substanziellen Teil der Nutzerschaft? Ich kann ja verstehen, dass hinter dem Thema auch Arbeitnehmer mit oder ohne Familien, Hunde, Katzen, zu pflegende Eltern und so weiter stehen. Aber anstatt sich an etwas festzuhalten, was offensichtlich nicht (mehr?) so gut funktioniert, sollte dann halt nach Alternativen gesucht werden.
Ich steh’ nicht auf Seiten derer, die sagen, dass sie alles umsonst haben oder auf keinen Fall für Inhalte bezahlen wollen. Allerdings gehöre ich auf die Seite derer, die es heutzutage durch die Reizüberflutung der Medien einfach nicht mehr ertragen wollen, überall angeblinkt zu werden. Sollte ein Mensch in der heutigen Medienlandschaft solche Sachen ignorieren können und nicht davon betroffen sein? Nein, dagegen wehre ich mich. Wenn ich von Freunden höre, dass sie die störende Werbung unter ihrem ICQ-Chatfenster “gar nicht mehr sehen”, wird mir speiübel. Das sei ja kostenlos und man nähme das gar nicht mehr wahr. Ist etwas kostenlos, bin ich dann gezwungen, dieses Geflirre und Generve hinzunehmen, dass mich bei allem Weggefiltere trotzdem unterschwellig belastet? Nein.
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Nehme doch mal t3n.de als Beispiel. Wir bekommen hier eine gute Plattform zum Austausch von Informationen. Zusätzlich kannst du täglich auf wirklich gute Artikel zugreifen, bezahlst aber keinen Cent. t3n steigert ihre PIs und kann mehr für ihre Werbung fordern, dadurch kann mehr Zeit in die Weiterentwicklung gesteckt werde und die Plattform bietet dir evtl. such wieder einen (kostenlosen) Mehrwert.
Du hast prinzipiell mit Deiner Beobachtung Recht, aber Deine indirekte Schlussfolgerung hält immer noch an der Werbung auf der Seite fest. Ich bin nicht auf dem aktuellsten Stand, aber Dienste wie Kachingle oder Ähnliche wären möglicherweise eine Alternative? Hat das mal jemand, soweit es geht, bei t3n oder anderen Sites projiziert und durchgerechnet? Falls das geht. Oder wie sähe das bei Deiner Community aus, die Du betreibst? Ich werde mich dieser Tage genauer über diese genannten Dienste informieren und gegebenenfalls da mitmachen. Sooo viele verschiedene Websites nutze ich gar nicht direkt, da müsste der Split des zur Verfügung stehenden Geldes ganz ordentlich sein, vermute ich. Wenn diese Websites bei solchen Diensten mitmachen. Wenn nicht, bleibt das Problem weiter bestehen und die Fronten werden sich wohl weiter verhärten. Irgendjemand wird hier einen radikaleren Schritt gehen müssen, damit sich etwas verändert.
von czenker Nerd vor ca einem Jahr
Im Firefox habe ich Adblock Plus installiert – standardmäßig ist der aber deaktiviert. Ich aktiviere ihn eigentlich nur dann, wenn die Werbung allzu schlimm wird – z.B. bei animiertem Flash, das zumindest unter Linux sehr schnell die CPU lahmlegen kann. Aber solange die Werbung dezent und unaufdringlich ist habe ich eigentlich kein Problem damit.
Nachträglich bearbeitet am 23.03.10 08:51
von herrm Geek vor ca einem Jahr
Ich habe AdBlocker aktiviert und pflege darin eine Blacklist. Werbung finanziert viele Angebote – das ist mir klar, aber wenn die Werbung mich zu sehr nervt (blinken, ungefragter Sound, Overlays) kommt die Seite auf die Blacklist.
Nachträglich bearbeitet am 23.03.10 17:31
von pk77 Rookie vor ca einem Jahr
Ich selber nutze einen Adblocker auf allen Seiten, hauptsächlich deswegen, weil mich diese aufdringliche Werbung, die blinkt, den gesamten Hintergrund einer Seite einnimmt oder gar auch noch Sound abspielt einfach tierisch nervt. Oder wenn der Content einer Seite durch großflächige Banner unterbrochen wird.
Mir ist klar, dass damit die Finanzierung von Inhalten für Publisher schwieriger wird, allerdings gehe ich mal davon aus, dass der Anteil der Nutzer von Adblocker ehr gering ist. Wenn ich mich so in meinem (nicht technik-affinen) Umfeld umschaue, gibt es kaum jemanden, der Adblocker nutzt.
Was den konkreten Nutzen für Leser/User angeht: das seh ich anders: ich will den Inhalt einer Webseite sehen und nicht wie oben beschrieben durch nervige Banner abgelenkt werden.
Nachträglich bearbeitet am 23.03.10 17:31
Kommentare
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vor ca einem Jahrandylenz77: Die Anzahl derjenigen die einen AdBlocker nutzen ist, wie man auch an diesen Antworten sieht keinesfalls gering. Gerade auf Tech-lastigen seiten wie dieser Tippe ich auf mehr als 50%. Was auf seiten der TKP-Display-Vermarktung bzw. der Einnahmenseite für den Puplisher 50% der möglichen Einnahmen bedeute. Was wiederum für den Leser wie Dich nur 50% der Qualität oder für die Mitarbeiter des Publishers nur 50% des Gehalts bedeutet.
Ist jetzt natürlich nen bissel milchmädchenmäßig aber du weißt was ich meine oder?
Ich würde mich freuen, wenn Ihr Seiten die Ihr mögt im AdBlocker Whiteliset. Damit helft Ihr den Autoren definitv bei Ihrer Arbeit.
Im Hintergrund und täglich arbeiten wir übrigens an Vermarktungs-Modellen die weniger Display-Ad-Disko artig sind.
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vor ca einem Jahrpk77: Ein Whitelisting kann ich gerne machen, aber die Wahrscheinlichkeit, dass ich auf Werbung klicke, ist gegen null. Und ihr werdet ja sicher nicht nur für die Anzeige einer Werbung sondern für den Klick bezahlt …
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vor ca einem Jahrandylenz77: doch wir werden für die anzeige der werbung bezahlt und nicht für den click. deshalb besteht ja problem und ich erkläre mich hier.
von vermeer Newbie vor ca einem Jahr
Ja, ich nutze Adblock Plus und weiss aber auch dass das ein zweischneidiges Schwert ist – da ich selbst Seiten mit Werbebannern betreibe…
Das Problem sind nun mal die wirklich störenden Werbeformen (Flashbanner, mitten im Content)!
“Ob man nun bunte oder weiße Flächen hat finde ich nicht so entscheiden. “
Da würde ich Dir recht geben, wenn die Seite nur ein paar Banner an extra dafür vorgesehene Stellen einsetzt. Aber schau’ Dir mal z.B. spiegel.de ohne und mit Adblock Plus an: Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht, vor allem diese Nervige platzraubende Werbung um die komplette Webseite herum verschwindet komplett und macht die Seite wesentlich angenehmer zu lesen.
Nachträglich bearbeitet am 23.03.10 17:31
von pechgehabt Heavy User vor ca einem Jahr
Einen noch für die Diskussion:
Wenn Publisher schimpfen, dass zu viele Leser AdBlocker haben, dann finde ich das immer etwas befremdlich. Ich habe, wie oben geschrieben keinen AdBlocker, fühle mich aber an den Pranger gestellt, wenn ich solche Fragen lese. Nach dem Motto: “Wegen Dir lieber Leser können wir kein Geld einnehmen”.
Ich weiß, dass das überspitzt ist, aber die Diskussion möchte ich doch auf den Weg bringen.
Warum denken Publisher sich nicht was Neues aus? Ich fand diesen Ansatz gut:
http://flattr.com/
Leider dauert es da noch ein wenig. Ich wäre aber definitiv bereit, für einen guten Artikel ein paar Cent zu bezahlen – es muss nur “einfach” sein…
Ich denke, man kann mehr in der Richtung finden…
Und an der AdBlocker Diskussion sieht man, dass “TKP” halt ein schwieriges Vermarktungsmodell im Internet ist.
Nachträglich bearbeitet am 23.03.10 11:54
Kommentare
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vor ca einem Jahrandylenz77: lieber thomas, nie würde ich dich an den pranger stellen! ;) mir geht im rahmen des themas vor allem um neue ideen und die sichtweise der user. wir als publisher müssen hier den hintern inder luft behalten und uns fix neue werbeformen ausdenken – tkp display disko ist wie wir alle wissen nicht die perfekt werbeform. eine der besten anregungen in diesem post finde ich z.b. die idee einen flash-blocker statt einen adblocker zu werwenden.
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vor ca einem Jahrpechgehabt: … ich weiß, dass Du das nie machen würdest – ist ja nur überspitzt formuliert um Standpunkte darzustellen…
von spiracle Alpha Geek vor ca einem Jahr
Ich nutze einen – habe ihn im Firefox, aber den habe ich bei bestimmten Seiten auch deaktiviert (t3n z.B), da ich weiss das Werbung dazu beiträgt eure Services am Leben zu halten.
Aber auf den meisten Seiten nervt mich Werbung, sei es nun Spiegel.de oder heise.de oder sonsteine. Ich ziehe weiße Flächen definitiv bunten, flackernden gifs oder flashs vor, die meine Aufmerksamkeit von dem mühsam erstellten Inhalten der Publisher ablenken.
von pechgehabt Heavy User vor ca einem Jahr
… ich habe keinen – ich bin eh Werbeblind. Außerdem finde ich es immer interessant zu sehen, wer wo wirbt. Was ich habe ist ein Flash-Blocker, weil ich ein MB habe und jeder, der auch eins hat, die Lüfterproblematik kennt… :)
von traukainehm Newbie vor ca einem Jahr
ich bin von Adblock auf Click-to-Flash/FlashBlock gewechselt weil hauptsächlich Flashwerbung wegen der CPU-Last und Sound nervt.
von pechgehabt Heavy User vor ca einem Jahr
Hi Aleks,
Wie gesagt, das sind ja die typischen Argumentationen. Wenn ich mich auf die Hinterbeine stellen würde, würde ich sagen “Dann finde ich die tollen Artikel halt wo anders”.
Dass das Web nicht ohne Werbung funktioniert, glaub ich nicht. Es gibt augenscheinlich andere Wege, sich zu finanzieren. Such mal Werbung auf wikipedia…
Eine Lösung habe ich auch nicht, um seine Inhalte zu vergolden, aber wenn genug Innovationsdruck da ist, wird jemandem auch etwas einfallen.
Ich persönlich glaube ja an den Gedanken “frei” und würde in die Richtung “Mehrwerte” denken.
Kostenloses E-Book – Version, die man ausdrucken kann für x €.
Kostenloser Podcast – Version die ich schneller herunterladen kann für x €
Kostenlose Webseite – Version, die ich mobil lesen kann x € im Monat.
Oder so ähnlich – Du verstehst, was ich meine… Warum muss es immer “klassisches” TKP sein? Ne Webseite ist halt keine Zeitung…
Ich empfehle übrigens das im Link hinzugefügte Hörbuch “free the future of a radical price” zu hören, um andere Wege zu finden.
Nachträglich bearbeitet am 23.03.10 11:56
Kommentare
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vor ca einem Jahrpechgehabt: Ach, eine Idee hätte ich noch:
Kostenlose Artikel – PDF gegen x €…
Könntet Ihr alle Euch so etwas nicht vorstellen? Ich würde für einen guten Artikel X € ausgeben, damit ich ihn in gedruckter Form habe…
Ich denke, ein Mix aus vielen dieser Sachen könnte eine gute Einnahmebasis darstellen…
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vor ca einem Jahrfalkhedemann: Wenn es einfach wäre andere Monetarisierungsmodelle zu etablieren, die eben nicht auf Werbung aufbauen, warum sieht man davon so wenige?
Klar gibt es die Wikipedia ohne Werbung, dafür kommen die Inhalte ja auch von den Usern und die Infrastruktur wird über Spenden finanziert.
Ein Internet ohne Werbung wäre schon deshalb unrealistisch, weil dann beispielsweise auch Google nicht überleben könnte. Und ich denke einfach, dass auch Blogs und Newsseiten mit Werbung Geld verdienen sollten, wenn selbst die Großen kaum andere Einnahmequellen haben.
In der Vor-Googe-Ära war es übrigens sehr viel schlimmer was die Werbung angeht. Man wusste gar nicht wo man zuerst hinschauen sollte und fand die Inhalte, die deutlich weniger Mehrwert hatten als heute, nur sehr schwer.
Insofern finde ich die Diskussion über zuviel Werbung und die Forderung nach einem Mehrwert bei News-Portalen etwas verwirrend.
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vor ca einem Jahrddeimeke: Die Frage muss sich aber jedes Unternehmen stellen: Was unterscheidet mich von meinen Mitberwerbern? Womit kann ich “gegen” meine Mitbewerber Geld verdienen?
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vor ca einem Jahraleksmaksimow: Auch dir muss ich teilweise recht geben. Das Audiobook habe ich bereits kurz nach Release gehört. Alternative Möglichkeiten schließe ich auch nicht aus, aber nur diese Variante funktioniert nicht.
Der Vergleich mit Wikipedia ist nicht direkt zu ziehen. Menschen die Wikipedia Artikel schreiben, machen dies weil sie es als Ideologie verstehen. Ohne das nötige Kapital wäre Wikipedia nicht zu dem geworden, was es heute ist. Durch den Bekanntheitsgrad den Wikipedia heute hat, ist es ein leichtes Millionen in Form von Spenden einzunehmen.
Erklär mir bitte wie wie ein einzelner Blogger z.B. diese Situation erreich soll.
Da du genau wie viele andere hier, sicherlich auch OpenSource Software benutzt, sei ehrlich zu dir selber und überlege wie oft du einer kostenlosen Software Spenden zugesendet hast?
Ich bin wie gesagt auch für alternativen. Gerne lese ich einen Blog kostenlos (mit Werbung) und bezahle zusätzlich die eBook Variante für den ebook Reader, nur das ist nicht immer der Fall. Oft ist man auf der Suche nach einem Problem, findet per google das passende Ergebnis und ist danach wieder weg. Bei einem werbelosen Projekt, bringt es dem Ersteller absolut nichts. Die Chance das du zurück kommst, die Seite bookmarkst und evtl. ein Abo oder Premium Konto kaufst, ist doch sehr gering beim alltäglichen Gebrauch.
Diese Modelle funktionieren vielleicht bei großen Verlegern. Du darfst auch nicht vergessen, dass die Nerds im Internet ncht die Mehrheit sind. Denkst du wirklich das deine im Internet surfende Mutter irgendwo ein Abo abschließt?
Dem normalen Internet Nutzer ist das Risiko für Abos, Verträge usw. viel zu heikel. Ein schneller Kauf eines Artikels per micropayment ist für uns kein Problem, stellt aber andere Nutzer vor ein großes Problem.
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vor ca einem Jahrddeimeke: Beziehst Du Dich auf mich?
Ich spende neben Geld auch einen grossen Teil meiner Freizeit für das Open Source Betriebssystem Ubuntu und für RadioTux und für ein paar kleinere Projekte.
Sollte meine Mutter tatsächlich im Internet surfen, würde sie sicher nicht T3N benutzen, da das viel zu weit von ihren Interessen weg ist. Wir reden ja gerade über die Zielgruppe dieser Seite, daher hinkt Dein Vergleich. Meine Eltern haben ein Abo ihrer Tageszeitung, wenn sie Computer-Affin wären, stünde einem Online-Abo der Zeitung nichts im Weg.
Ansonsten gebe ich Dir Recht.
Zu Werbung auf Privatseiten habe ich eine viel radikalere Meinung als zu Werbung auf kommerziellen Seiten.
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vor ca einem Jahraleksmaksimow: Es bezog sich allgemein auf das Kommentar und die Sub-Kommentare.
von ddeimeke Nerd vor ca einem Jahr
Ich habe einen Adblocker installiert und diesen auch immer eingeschaltet.
Im Fall von t3n geht Euch aber deswegen kein einziger Kontakt durch die Lappen, da ich Eure Seite komplett über RSS-Feeds benutze. Sollten diese mit Werbung versehen oder gekürzt werden, werde ich mir andere Feeds suchen, die keine Werbung beeinhalten.
Für gute Inhalte bin ich bereit, auch Geld zu zahlen, auch im Abo. Dazu wäre aber interessant zu wissen, was das Alleinstellungsmerkmal ist.
Bei 350 Feeds, die ich im Reader habe, lese ich jede Meldung wenigstens zwei Mal.
Ich denke nicht, dass ich ein typischer Nutzer bin.
Kommentare
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vor ca einem Jahrandylenz77: rein interessehalber – bist du t3n Magazin Abonnent?
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vor ca einem Jahrddeimeke: Ich hole mir die t3n am Kiosk.
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vor ca einem Jahrandylenz77: und würdest du es begrüßen, wenn wir viele unserer newsartikel und heftartikel hinter einen premium-account-login für 4,99 im monat paken? wie sieht dann z.b. dein feedreader aus?
wir arbeiten hier bei t3n natürlich an solchen modellen und überlegen hin und her. irgendwas sagt mir aber, du würdest es nicht abfeiern, wenn wir diesen schritt gehen würden und das 4,99er online abo nicht abschließen.
vielleicht liege ich da falsch. wie würdest du an unserer stelle handeln und welche digitalabos hast du bereits gekauft oder welche erfolgreichen publisher mit geekischem content und premium modell kennst du?
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vor ca einem Jahrpechgehabt: Die Frage ging zwar nicht an mich, aber ich schreibe meine Meinung. Ich höre den Podcast Bits und so und den gibt es auch in einer “Abo” Variante (http://www.bitsundso.de/plus/).). Bisher habe ich die kostenlose Variante gehört. Da ich aber den Podcast unterstützen möchte und den Vorteil des sofortigen Hören haben möchte, werde ich mir wohl nun das Abo gönnen.
Was mir noch einfällt:
Die “Hemmschwelle” alles muss kostenlos sein, und deren Umgehung habe ich beim Umstieg auf den Mac erlebt. Aus der Windows-Welt kannte ich es, dass es für fast alles eine kostenlose SW gibt. In der Mac Welt ist das eher selten. Ich bin dazu “erzogen” worden, dass eine SW Geld kostet. Wobei die Preise dann in der Regel nicht so hoch sind (10-20 €).Was das in der Web-Welt hilft, weiß ich auch noch nicht so genau.
Warum probiert Ihr nicht einfach ein Abo aus? Mehrwerte gegenüber Webseite und Print-Magazin lassen sich wohl finden… Kanibalisierung kann man glaube ich auch verhindern…
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vor ca einem Jahrddeimeke: Man kann durchaus Feeds anbieten, für die man einen Login und ein Passwort braucht. Das wäre keine Hemmschwelle. Wenn der Preis 4,99 im Monat wäre, würde ich mir das tatsächlich überlegen. Dann würde ich aber auch die gleichen Ansprüche wie an das Magazin stellen und den Kauf vom Inhalt abhängig machen.
Ich denke, dass Du Dich in mir täuscht.
Nehmen wir das Magazin, das Geld tut zum Teil wirklich weh und das gleich aus mehreren Gründen. Zum Einen die CD, die ich noch nie benutzt habe. Zum Anderen interessiert mich weder Wordpress noch Typo 3, dann kommt dazu, dass ich die ganzen Inhalte der “Neuigkeiten” schon kenne, da war bis dato nicht eine dabei, die ich vorher noch nicht gelesen habe. Von den verbleibenden Artikeln interessieren mich vielleicht drei bis fünf. Wenn ich die Artikel gelesen habe, wandern das Magazin ins Altpapier und die CD wird im Sondermüll entsorgt. Die zwei Euro pro Artikel sind dann aber wirklich gut angelegt, weil Ihr sehr gute Autoren habt.
In meinem Feedreader finden sich zu 90% private Blogs, die meist schneller auf Neuigkeiten reagieren als die redaktionell geführten Feeds. Von allen Feeds, die ich “lese”, lese ich beim überwiegenden Teil nur die Überschriften, weil die Informationen zum Einen redundant sind und meist untereinander kopiert werden und zum Anderen mich nicht interessieren.
Bei Xing zahle ich für die Premium-Funktionen. PaperC nutze ich. Ansonsten kenne ich nur Firmen, die Ihre Inhalte per iPhone-Applikationen bezahlen lassen wollen und das scheint tatsächlich ein Weg zu sein.
Ich erwarte jetzt aber auch von Dir die Beantwortung der Frage, was das Alleinstellungsmerkmal von t3n ist, das mich als Nutzer dazu bewegen soll, dafür Geld auszugeben. Um die Antwort drückst Du Dich meiner Meinung nach.
Ich weiss, dass die Autoren, die bei/für Euch schreiben kein Honorar für die Artikel bekommen. Nahezu alle Informationen, die ich hier finde, kommen aus kostenfreien Fremdquellen.
Warum also sollte ich Euch nutzen und nicht die Fremdquellen, die Ihr auch nutzt?
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vor ca einem Jahrspiracle: Dirk: du könntest das ja auch in eine dedizierte Frage packen … das geht in den KOmmentaren hier doch bestimmt unter …
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vor ca einem Jahraleksmaksimow: @pechgehabt:
Das Abo-Modell funktioniert bei “Bits und so” aber auch nur, weil ihr Bekanntheitsgrad schon extrem hoch ist. Wenn du schon tausende von Zuhörern hast, wird auch ein Teil davon ein Abo buchen. Bei Bits und so wird sonst auch Werbung gespielt, ähnlich zu dem Werbemodell im Internet. Ich kann mir gut vorstellen, dass höchstens 10% der Zuhörer ein Abo bei “Bits und so” hat. Abgesehen davon, hast du vorher die Werbung übersprungen? Ich glaube nicht…
“Warum probiert Ihr nicht einfach ein Abo aus? Mehrwerte gegenüber Webseite und Print-Magazin lassen sich wohl finden… Kanibalisierung kann man glaube ich auch verhindern…”
Freue mich schon auf die üblen Beschimpfungen aus der Blogger-Welt…
Versteht mich bitte nicht falsch, ich bin nicht gegen Premium oder Abo Modelle, ich bin nur der Meinung, dass diese Finanzierungsmodelle nur für eine ganz bestimmte Art von Content und eine ganz bestimmte Zielgruppe funktioniert.
Es hat viele Vorteile seinen Content öffentlich zu machen und durch Werbung zu verdienen. Wer richtigen Content schreibt und sein Portal ausbaut, der wird auch durch Werbefinanzierung sein Portal tragen können. Der Nutzer hat es komplett kostenlos und muss (nur) die Werbung in Kauf nehmen.
Man darf auch nicht vergessen, dass ihr viel Inhalt über Suchmaschinen findet. Wenn sich dieser Content nur noch hinter Abos versteckt, erklärt mir mal, wie ihr noch irgendwo gefunden werdet? Wird man nicht mehr gefunden, benötigt man Kapital um Werbung zu schalten, wenn kein Nutzer Werbung sieht, bekommt man auch keine Besucher. Dann hat man kein Kapital mehr für Werbung und kann seine Plattform direkt schließen.
Bin mal gespannt, wann die ersten Nutzer anfangen ihren Twitter Feed hinter einem Abo zu verstecken. Wäre doch mal etwas, oder meint ihr nicht? ;)
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vor ca einem Jahrddeimeke: @spiracle:
http://t3n.de/fragen/was-ist-das-alleinstellungsmerkmal-von-des-t3n-online-auftritts-das-mich-als-n
@aleksmaksimow
Zwei der erfolgreichsten deutschen Blogs, Netzpolitik und Spreeblick, schaffen es nicht, sich über Werbung zu finanzieren. Warum denkst Du das das hier funktioniert?
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vor ca einem Jahraleksmaksimow: Weil ich selber eine Community betreibe, die über 92.000 User hat und sich komplett durch Werbung finanziert. Da wir überzeugt sind, dass wir den Nutzer nicht direkt zur Kasse bitten möchten, stützen wir unser Modell auf Display-Ads.
Die Seite ist profitabel und macht keine direkten Verluste. Trotzdem werden die Einnahmen durch Werbeblocker eingeschränkt und verlangsamen somit automatisch bestimmte Abläufe oder Entwicklungen.
Spreeblick und Netzpolitik werden genau wie t3n sehr häufig von technikaffinen Usern gelesen, die mit Sicherheit, oft AdBlocker installiert haben, der Grund für ihr Problem liegt wohl auf der Hand. Gleichzeitig sind wir damit aber wieder auf der ebene, des Bekanntheitsgrades.
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vor ca einem Jahrddeimeke: @aleksmaksimow: ubuntuusers.de ist Werbefrei und finanziert sich komplett über Spenden …
Und um im Gesprächsthema zu bleiben: Hat t3n 92.000 Nutzer, so dass das auch hier ein Geschäftsmodell wäre.
Und hier sind ebenfalls technikaffine Menschen, die einen Werbeblocker installiert haben.
Ich will gar nicht bestreiten, dass es Beispiele geben könnte, bei denen das funktioniert. Aber es gibt auf der anderen Seite auch ausreichend Gegenbeispiele.
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vor ca einem Jahrpechgehabt: @aleksmaksimow
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“Warum probiert Ihr nicht einfach ein Abo aus? Mehrwerte gegenüber Webseite und Print-Magazin lassen sich wohl finden… Kanibalisierung kann man glaube ich auch verhindern…”Freue mich schon auf die üblen Beschimpfungen aus der Blogger-Welt…
=============Die wird man wohl einfach aushalten müssen. Ich bin kein Fan von Robert B., ab er da hat er wohl recht…
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vor ca einem Jahraleksmaksimow: @ddeimeke:
Das sind aber wie gesagt, beides Portale für Benutzer die sich mit dem Thema auskennen und wissen wie sie mal schnell Geld für einen Artikel im Internet überweisen.
Wenn du ein komplett “analoges” Thema nimmst, eines welches nichts mit Computern/Technologie zutun hast. Die Besucher dort stört die Werbung gar nicht so primär, wie jemanden der Tag/Nacht online ist. Der Gedanke wird dann eher so sein “Warum soll ich jetzt für den Artikel Geld bezahlen?”.
Die Idee mit bezahlten Artikeln ist wunderbar, theoretisch. Angenommen Spiegel Online würde von heute auf morgen alle Artikel nur noch gegen Bezahlung einsehbar machen, würden sie mit Sicherheit auf einen Schlag min. 40% ihrer Besucher verlieren.
Die einzige Möglichkeit die Sinn machen würde, wäre das Modell “Alle Artikel kostenlos, Archivzugriffe bezahlen”. Doch auch dieses Modell, zieht nur bei Seiten, wo es Sinn macht alte Artikel zu lesen. Wer interessiert sich schon bei einer Tageszeitung dafür, was vor 6 Monaten passiert ist?
Bei der t3n allerdings, würde dieses Modell schon wieder Sinn machen, denn evtl. möchtest du das TYPO3 Tutorial von vor 2 Monaten lesen, weil du das Heft zu dem Zeitpunkt nicht gekauft hast. Der Artikel bleibt mehr oder weniger gleichwertig, ein Zeitungsartikel könnte schon unwichtig geworden sein.
Schließlich sterben zur Zeit die (Tages-)Zeitungen und nicht die Fachzeitschriften.
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vor ca einem Jahrddeimeke: Jetzt sprechen wir eine Sprache. Es ging mir explizit immer um t3n.
Trotzdem zeigt gerade die Diskussion im Moment und das Wegbrechen der Online-Werbemärkte nach der Krise, dass das Modell, sich einzig auf Werbung zu verlassen, eine Firma nicht trägt.
Wenn man aber durch den Webauftritt andere Quellen erschliesst, kann es funktionieren.
Andere Quellen:
- Einladung zu Vorträgen
- Anbieten von kostenpflichtigen Workshops (die iX macht das mit grossem Erfolg)
- Anbieten von Premium Content für Heft-Abonnements
- Heft Abonnements ohne Heft ;) zu günstigeren Preisen
- Anbieten von kostenpflichtigen Webinars
Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass ein von t3n organisierter SEO-Workshop (als Beispiel) sehr gut besucht würde.
von christian.kramatcheck Rookie vor ca einem Jahr
Ich selbst nutze seit eh und je einen Adblocker. Ob mit dem Firefox oder Safari. Ohne Adblocker ist teilweise ein Horror auf diverse Webseiten zu surfen.
Wie ddeimeke nutze ich aber auch überwiegend RSS-Feeds um auf dem laufenden zu sein.
von ddeimeke Nerd vor ca einem Jahr
Ich möchte im Zuge der Diskussion das Hören der Episode 19 des Medienradios empfehlen, wo es auch um Bezahlmodelle geht.
von pechgehabt Heavy User vor ca einem Jahr
Ich bringe mal ne neue Sichtweise rein, nämlich die der Werbepublisher….
Wenn ein AdBlocker da ist, müssen der Werbepublisher nicht zahlen – grundsätzlich zumindest… Die Diskussion hier sagt aber: Es ist mir egal, ob die Werbung wirklich wahrgenommen wird, ich also einen guten Werbeplatz anbiete oder nicht. Wichtig ist mir nur, dass die Werbung Impressions bekommt.
Ist das nicht schon ein Problem des ganzen Systems? AdSense-Publisher sind da anders drauf: da will ich nicht nur, dass die Werbung Imprssions hat, sondern Klicks. Ich denke, das ist nochmal was ganz Anderes…
Ich als Werbepublisher würde nach Klicks bezahlen wollen und nicht nach Impressions…
P.S.: Tolle Diskussion und leider mit einer Frage/Antwort-Software sehr schlecht abzubilden. Ein klassisches Forum wäre besser für diesen Fall…
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