Welches CMS für großen Verein mit 10 Abteilungen?
von zebra Rookie vor ca einem Jahr
Ich weiß, dass dies hier ein sehr Typo3-lastiges Portal ist. Dennoch hoffe ich auf eine neutrale Antwort. – Ich benötige ein System, welches die Registrierung von 500 Usern (und mehr) ermöglicht. – Die Benutzer müssen in mehrere Rollen aufgeteilt werden. – Benutzer sollen Beiträge schreiben können und Beiträge müssen kommentiert werden können. – Bildergalerien sind notwendig. – Das Verfassen von Beiträgen muss einfach sein und verschiedene Seitenlayouts müssen realisiert werden können. – Benutzer soll z.B. “Zweispaltig” oder “Dreispaltig” auswählen und danach bekommt er das passende Formular angezeigt. – System soll performant sein.
Es steht ein vServer zur Verfügung.
Derzeit schwanke ich gerade extrem zwische Typo3 und Drupal. Typo3 hat mich etwas abgeschreckt (es wird derzeit schon genutzt), da TypoScript oft sehr nervig sein kann und gerade für “ältere” Redakteure das Verfassen von Beiträgen sehr komplex wird. Bei Drupal wird es wohl schwer, wenn man z.B. 20 Rollen hat. Dann wird die Rollen-Matrix unübersichtlich.
Danke und Grüße
Nachträglich bearbeitet am 08.03.11 14:10
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10 Antworten
von eigentor Newbie vor ca einem Jahr
Bin zwar auch aus dem Drupal-Lager, aber bei deinen Anforderungen würde ich sagen: kann man beides nehmen.
Die beiden Systeme sind sehr unterschiedlich, jedoch haben sie beide einen universellen Ansatz.
Rechte zuteilen zum Editieren von Teilbereichen von Seiten: TYPO3 gewinnt, ist soweit ich weiss im Core vorhanden. Kann bei Drupal nachgerüstet werden, ist aber unübersichtlicher in dem Bereich. Über Inhaltstypen geht es allerdings sehr einfach.
User genereated Content: Drupal gewinnt. Sorry, TYPO3, aber das geben die Kollegen ja selber zu. Mal sehen, was die Version von Typo bringt…
Backend: Kenne das Typo Backend zu schlecht. Drupal 7 hat hier allerdings vorgelegt und, wie ich hoffe, die Karten neu gemischt. Kann ich mangels Kenntnis des Typo Backends nichts zu sagen.
Layout-Flexibilität, einfaches zuweisen und verwenden – Unentschieden. Beide Systeme haben verschiedene Konzepte dies endlos flexibel zu realisieren.
Anzahl an Agenturen und Unterstützung: hier hat im deutschsprachigen Raum Typo klar die Nase vorn. Wenn man gut Englisch kann, relativiert sich das allerdings. Es gibt zwar schlecht strukturierte, aber unglaublich viele Drupal Bücher, Screencasts, Blogposts, offizielle Doku und wasnichtalles für Drupal. Agenturen gibt es in Deutschland noch keine wirklich große für Drupal, aber das kommt noch :). Da sollte man aber lieber nach den USA gucken und nach Holland und Schweden.
Benutzerverwaltung generell: Unentschieden bei verschiedenen Konzepten. Ist in beiden Systemen so gut wie alles möglich.
Generelle Philosophie: TYPO3 richtet sich klar an den Enterprise Markt. Das System eignet sich nicht dafür, es mal eben zu installieren und ohne Technik-Kenntnisse eine Seite zusammenzuklicken. So wie ich die Vertreter des Systems verstehe, ist das auch eine bewußte Entscheidung. Um Typo einzusetzen, braucht man entweder eine Agentur oder viel Zeit zur Einarbeitung.
Typo legt Wert auf Abwärtskompatibilität: zumindest während der Major-Verision 4 sind Extensions, die man für 4.1 geschrieben hat, auch in Verison 4.5 noch nutzbar. Da mag es Ausnahmen geben, aber wie ich das verstanden habe, gehört das zum Konzept.
Drupal funktioniert anders: das Low End (nicht-technik-affinie Nutzer) können zumindest mit Version 7 schnell eine Seite zusammenklicken (wenn sie den Wywsiwyg-Editor eingebaut bekommen ;)) und es gibt die einfache Möglichkeit, Themes einzubinden, die man kauft oder umsonst runterlädt. Das ist in Typo schon vom Konzept her nicht möglich, Themes oder Templates werden im System gebaut. (wiederlegt mich, wenn ich mich irre). Von der sonstigen Konzeption ist Drupal aber ein High-End System, das, wenn es ins Detail geht, ebenfalls eine Menge Einarbeitung erfordert. Aber zumindest der erste Anfang ist leichter, und ich kenne einige Seiten, die damit zufrieden sind und für die nie eine Agentur engagiert wurde.
Drupal ist sehr zukunftsorientiert und möchte gerne immer am Zahn der Zeit sein (und schafft das auch oft). Im Kern entstand es aus User Generated Content: Forum, Blog mit Kommentaren. Business Features wie Staging und Deployment werden allerdings spätestens seit Version 6 massiv nachgerüstet.
Release-Strategie: Auf Abwärtskompatibilität z.B. von Version 6 auf 5 wird bewusst verzichtet, um keinen Ballast mit sich herumzuschleppen. Daher sind zwischen Drupal 5 und 6 oder 6 und 7 größere Sprünge. Eine Major-Version wird allderdings Stand heute ca. 4-5 Jahre unterstützt. Mit dem Erscheinen von Drupal 7 wird Drupal 5 nicht mehr unterstützt. Drupal 5 erschien Anfang 2007. Also ziemlich genau vier Jahre Unterstützung durch Sicherheitspatches und Upgrades (auch für Module (Extensions). Da sich der Release-Cycle mit Drupal 7 wesentlich verlangsamt hat, ist davon auszugehen, daß es für Drupal 6 mehr als vier Jahre werden.
Damit das hier kein Blogpost wird, mach ich mal Schluss :)
man verzeihe mir, daß ich TYPO3 nicht immer richtig geschrieben habe, aber das ist anstrengende mit den Großbuchstaben.
Nachträglich bearbeitet am 16.04.11 02:06
von zebra Rookie vor ca einem Jahr
Weil du nur Erfahrung mit Drupal hast oder weil du in diesem Fall die Stärken bei Drupal siehst?
Nachträglich bearbeitet am 08.03.11 10:58
von virtualmachine Geek vor ca einem Jahr
Hallo, ich habe in deinem letzten Beitrag gesehen, dass Du dich für Drupal entschieden hast. Ich möchte dich nicht unbedingt davon abbringen, dir vielmehr einen Erfahrungsbericht geben:
Die Internetseiten eines anderen, großen (!) Vereins sind komplett mit TYPO3 realisiert. Wir haben hier eine strenge Hierarchische Aufteilung: Stammverband, Landesverbände (~ Anzahl Bundesländer) – Bezirke – Ortsgruppen. Insgesamt also mehrere hundert einzelne (eigenständige) Seiten. Die Aufteilung der Rollen ist nicht unbedingt fein granuliert-aber aus anderen (eigenen Konfigurationen) kann ich dir sagen, das es möglich ist, das System so fein abzustimmen, wie ich es eigentlich noch bei keinem anderen gesehen habe.
Drupal gegenüber bin ich nicht besonders gut eingestellt, da es meinem Empfinden nach zu sehr gehyped worden ist, und ich mir immer wieder denke, mit ein Bisschen Grips sollte ein “Webprogrammierer” es auch hinbekommen, TYPO3 zu beherrschen. TypoScript ist immerhin “lediglich” eine Konfigurationssprache. Vielleicht stimmt das nicht, aber ich habe auch nicht behauptet, TYPO3 wäre das einzige CMS auf dem Markt. – Meiner persönlichen Meinung nach entwickelt es jedoch genau auf den geforderten Gebieten seine massive Stärke und sticht Drupal aus.
Wieso verzweifeln eigentlich immer alle am Rechtesystem von TYPO3? Die Regeln, denen das folgt sind immerhin die gleichen wie unter Linux-artigen Betriebssystemen im Allgemeinen!? Außerdem kann ich für die meisten Felder einzeln entscheiden, ob der Benutzer/angehörige einer Gruppe den Wert verändern darf.
Nachträglich bearbeitet am 08.03.11 10:59
von creating Rookie vor ca einem Jahr
Ich kann nur Drupal empfehlen.
von onza Nerd vor ca einem Jahr
TYPO3 ist in den letzten Versionen immer “schöner” im Backend und durch besseres Frontend editing geworden und kann alles leisten was du brauchst. Wenn du Drupal aber besser kannst, dann solltest du das nehmen. Ich selber lieber TYPO3 über alles, zumindest seit ich es besser verstehe ;-)
von ckay Newbie vor ca einem Jahr
Hallo zebra,
ich würde eher zu Typo3 tendieren. Vor allem wegen dem vielen Infos, die es für Benutzer im Netz und im Buchhandel gibt.
Ich habe zwar auch des öfteren gelesen, dass es Benutzer gibt, die das Backend von T3 unübersichtlich finden. Aus der Praxis kann ich jedoch sagen, dass auch ältere Redakteure mit etwas Unterstützung sich leicht im Backend zurecht finden. Es kommt natürlich darauf an, dass es entsprechend sauber und aufgeräumt konfiguriert wird. Redakteure sollten zum Beispiel ausschließlich die Funktionen sehen, die sie auch wirklich brauchen. Die Einstiegspunkte im Seitenbaum und die Verzeichnisfreigaben sollten auch möglichst exakt definiert werden.
Eine gute Einführungsschulung für die Backendbenutzer solltest Du in jedem Fall, unabhängig vom gewählten System, vorsehen.
Hinsichtlich Performance und Erweiterungen ist es wahrscheinlich eher Geschmackssache welches System Du wählst.
Gruß ckay
Nachträglich bearbeitet am 08.03.11 10:57
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vor ca einem Jahrvirtualmachine: Danke! Schulung ist Alles. Ich lasse ja auch niemanden ohne Führerschein einen Monstertruck fahren, selbst wenn das Cockpit noch so übersichtlich ist.
von deelite Newbie vor ca einem Jahr
500 User? Rollen? Benutzerrechte?
Drupal!
Das System ist genau DAFÜR gemacht. Alle anderen Anforderungen werden bestens erfüllt. Gerade auch das Templating.
drupalcenter.de wirst Du ja schon kennen.
Nachträglich bearbeitet am 06.03.11 14:19
von zebra Rookie vor ca einem Jahr
Vielen Dank für eure Antworten. Ich habe mich jetzt für Drupal entschieden. Nicht nur, weil ich TypoScript nicht mag, sondern auch, weil Inhaltstypen echt genial sind und ich viele “ältere” Mitglieder dabei sind, für die ich das “Backend” schön sauber abspecken möchte.
Danke danke danke!!
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vor ca einem Jahrs.daniel: Hi zebra,
in den nächsten Tagen werde ich an einem ähnlichen System mit Drupal arbeiten. Evtl. wäre es interessant sich da auszutauschen. Bei Interesse melde Dich bei mir http://goo.gl/ebrGE
lg Sebastian
von zebra Rookie vor ca einem Jahr
Bisher läuft die Seite ja auf TYPO3. Leider muss ich zugeben, dass ich nicht immer die Zeit habe, mich um jedes Problem selbst zu kümmern. Dennoch klingelt bei mir oft das Telefon und ein User fragt nach wie er einen Inhalt anlegen kann, wie er Bilder hochladen kann oder wie er einen Betrag löscht. Für eine “normalen” User der im täglichen Umgang mit dem Computer ist, ist das sicher keine schwer Sache. Vor Allem, weil viele Funktionen ja im Kontextmenü sind. Aber genau hier liegt das Problem: Meine User wissen nicht mal, wie man zu dem Kontextmenü kommt, wofür es ist, etc.
Ich denke nicht, dass es schlechte oder doofe User gibt. Genauso wenig denke ich, dass es schlechte oder doofe Systeme gibt. Aber manche Systeme eigenen sich nur für manche Benutzer. Und ich habe mich jetzt mal ein wenig mit den Inhaltstypen bei Drupal auseinander gesetzt. Das ist schon eine extrem feine Sache. Drupal bietet mir halt die Möglichkeit, erstens Inhalte auf verschiedenen Seiten (unterschiedlich) zu präsentieren, ohne sie doppelt einzutragen. Zweitens habe ich mit Drupal die Möglichkeit, “Formulare” für Inhalte anzulegen. Die Benutzer tragen dort nur noch ihre Inhalte ein und werden nicht mehr von viel schnickschnack abgelenkt.
Ich weiß, dass TYPO3 ein sehr umfangreiches, starkes und interessantes System ist, das viel bietet. Aber ich muss zugeben, dass das auch oft Benutzer verwirrt. Wäre ich jetzt in einem Verein, in dem nur junge Menschen aktiv wären, dann würde ich wohl (oder übel) zu TYPO3 greifen. Da aber bei mir immer wieder das Telefon klingelt und ich merke, dass es einfach zu komplex ist, werde ich jetzt auf Drupal switchen. Ich werde die Plattform aber parallel aufziehen und schauen, ob ein Umstieg sich wirklich lohnt.
Gerne kann ich ja meine Erfahrungen hier teilen, falls das dann jemand möchte. Wenn es nicht gewünscht ist, werde ich drauf verzichten :-)
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vor ca einem Jahrvirtualmachine: Ich wäre auf jeden Fall daran interessiert! Du kannst den Bericht bestimmt an die Redaktion geben und, die bauen nen lecker Artikel daraus :-)
Wie ist das (bisherige) Projekt denn eigentlich für die Benutzer dokumentiert? Ich kenne das Problem mit den Usern, kann dir aber versichern, das das auf jeder Plattform gleich ist..
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vor ca einem Jahrhollosch: Es muss doch aber möglich sein, eine grosse Seite mit vielen Rollen und Rechten so zu “stricken”, das der Rentner aus der Kegelabteilung sich einloggt, nur den Namen seines “Artikels der Kegelrunde” angibt, einen Text und ein Bild von seinem PC hochladen kann, welches er wie bei Word positionieren kann. Dann klickt er auf speichern, loggt sich aus und freut sich, wenn die Kegelbrüder seinen Artikel kommentieren…
Und für den Abteilungsleiter der Fußballabteilung müssen eben andere Rechte und Möglichkeiten freigeschaltet werden… Und der Vorstand kann sowieso alles löschen …Ich höre immer nur: Drupal und TYPO3 können das Beide. Ist das so oder nicht?
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vor ca einem Jahrvirtualmachine: Jep, gibt es. – Ist der Text im OpenDocument-Format (Word geht auch, aber ist für mich nicht sinnvoll) kannst du bei TYPO3 beispielsweise über die Erweiterung rlmp_officeimport anzeigen lassen: Neues Plugin einfügen, Datei hochladen fertig. Das könntest du in Templavoila kapseln und fertig-da hättest du dein Element.
von zebra Rookie vor ca einem Jahr
Also wenn es um kostenlose CMS geht, die auch noch in Zukunft Bestand haben (irgendwie muss ich ja auch noch in 1-2 Jahren Updates bekommen), dann wird es wohl auf Drupal und Typo3 rauslaufen. Joomla ist halt einfach nicht “ausgereift” genug. Bis vor kurzem gab es da nicht mal ein Rechtesystem.
@hollosch: Mir ist es sehr daran gelegen, eine Plattform zu bauen, die “idiotensicher” (nicht böse gemeint) ist. Aber es sollte schon so sein, wie du es sagt. Der Kegler hat dann z.B. nur 4 Knöpfe und hinter jedem Knopf hat er einen anderen Seitentyp. Mehr braucht er nicht.
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vor ca einem Jahrhollosch: Meine Rede…
Joomla 1.6 kommt mit einem Rechtesystem. Allerdings befürche ich so detailliert wie mit Drupal + TYPO3 können die “Knöpfe” nicht reduziert, bzw. angepasst werden. Joomla hat halt den Vorteil, dass es an sich schon “idiotensicher” zum administrieren ist..
Gibt’s denn ein paar Link-Tipps für Drupal + TYPO3 / Einsteiger, wo auch das Rechte- und Rollenkonzept dargestellt wird ? -
vor ca einem Jahrhollosch: Achso: Zukunftssicher muss sein !!!
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vor ca einem Jahrzebra: Joomla kommt eigentlich aus einer anderen “Branche”. Ursprünglich war es mal für Blogs gedacht. Daher auch die komische Unterteilung in Beiträge und Kategorien oder so ähnlich. System an sich ist ganz hübsch, aber eher für kleinere Seiten gedacht.
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