Welches OpenSource-Shopsystem könnt ihr empfehlen?
von dpde Newbie vor ca einem Jahr
Ich würde mich gerne mit dem ein oder anderen OpenSource-Shopsystem beschäftigen, kann mich jedoch noch nicht so recht entscheiden für welches.
Momentan tendiere ich zu Magento.
Mir geht es nicht darum, dass ich einen Onlineshop betreiben möchte, sondern eher darum mal über den Tellerrand zu schauen was es so gibt, vor allem was das Entwickeln von zusätzlichen Funktionen usw. gibt.
Danke!
Nachträglich bearbeitet am 20.10.10 13:53
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11 Antworten
von tsoukis Newbie vor ca einem Jahr
Hallo,
Magento ist mächtig, aber auch ressourcenhungrig und, wenn der Server nicht sehr großzügig dimensioniert ist, aus diesem Grunde sehr langsam.
Die Alternative heißt OXID eshop: Nicht so mächtig, nicht so flexibel anpassbar, aber dafür auch auf Hosting-Lösungen performant, ersetzt OXID inzwischen mehr und mehr das betagte XT:Commerce, das früher erste Wahl war.
Recht populär sind auch Shop-Erweiterungen leistungsfähiger CMS, z.B ZenCard unter Drupal oder tt_products und commerce unter TYPO3, aber die würde ich nur einsetzen, wenn ohnehin schon eine TYPO3- bzw. Drupal-Instanz bei dem Kunden läuft.
Nachträglich bearbeitet am 02.09.10 21:13
von no5251 Geek vor ca einem Jahr
Shopware gibt es neuerdings auch in einer Community Edition und ist evtl. auch mal einen Versuch wert.
Magento an sich ist toll, aber verlangt eben auch eine Maschine mit ausreichend Bumms.
Nachträglich bearbeitet am 02.09.10 21:13
Kommentare
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vor ca einem Jahrleolezner: Shopware ist noch nicht Open Source. Es ist eine Community Edition mit verschlüsseltem Quellcode, soll aber nach und nach freigegeben werden.
von andreasvonstudnitz Nerd vor ca einem Jahr
Magento ist es definitiv wert – aber Vorsicht: Die Lernkurve ist am Anfang sehr steil, fast jeder unterschätzt das – ich am Anfang auch. Wenn man aber die ersten zwei, drei Projekte damit gemacht hat, lernt man das System zu schätzen, auch wegen der wunderbaren Erweiterbarkeit. Bücher können am Anfang sehr helfen, ich kann z.B. die zwei Bücher von Roman Zenner (u.a.) empfehlen.
Auf xt:Commerce 3 und Derivate würde ich heute nicht mehr setzen – die technische Basis ist einfach veraltet. Veyton ist kein OpenSource. Oxid ist definitiv eine Alternative, Ansonsten kann man sich auch PrestaShop oder Shopware mal ansehen.
Viel Erfolg!
von dpde Newbie vor ca einem Jahr
Danke für eure Antworten!
Ich denke ich werde mich weiter auf Magento stürzen, vor allem da bei meinem neuen T3n-Abo ein Tolles Buch dabei ist.
von dergast Newbie vor ca einem Jahr
Hi, auch wenn ich selber für einige Kunden Magento einsetze /-n lasse, ist ein bisschen Vorsicht nicht schlecht. Die Community Edition ist zwar kostenfrei verwendbar, hat aber einige Lücken für den dt Markt (die aber relativ einfach installierbar sind) und – auch dokumentiert – einige Unregelmässigkeiten, die noch nicht ganz ausgebügelt sind (Rundungsabweichungen bei Rabatten, Schnittstelle zu Paypal bei bestimmten Vorraussetzungen).
UND – wenn man bestimmte Elemente anbieten möchte, die zB die hauseigenen Tablerates übersteigen, darf man auch bei einigen Erweiterungen Geld lassen .
Kurz um: Magento ist sicher eine gute Wahl, aber man sollte seine Anforderungen genau definieren.
von dokape Newbie vor ca einem Jahr
Eine einfache Lösung: Joomla mit dem Modul Joomshopping,
Etwas mehr: Joomla mit Virtuemart
Auch gut: Oxid-Shop (abgespeckte Community Edition oder größerer kommerzieller Shop)
Typo3 mit tt_products oder commerce, für einen reinen Shop wohl durch Typo3 überdimensioniert.
Magento scheint im kommen zu sein.
Erweiterungen für Drupal, wenn mehrere unterschiedliche Domains mit einem CMS abgebildet werden sollen. Mich stört bei Drupal die Updatefunktionalität.
OS/XT-Commerce sind Dynosaurier. Sie können fast alles, sind aber fette Software und nicht mal eben aufgesetzt.
DEN optimalen OpenSource-Shop: sicher, einfach, überall lauffähig und auch gut nach Deutsch übersetzt und ressourcenschonend, scheint es nicht zu geben.
von milkmanmedia Newbie vor ca einem Jahr
Ist zwar kein OpenSource, aber ich kann dir als professionelle und günstige Lösung XT:Commerce Veyton empfehlen.
Der ist sehr umfangreich, nutzt SMARTY als Templateangine wodurch das System auf Templatebene sehr flexibel ist und hat eine ordentliche Plugin-Schnittstelle.
Ein großer Nachteil ist leider der Support von XT:Commerce, da das Supportsystem auf fixen SLA-Paketen (234 oder 414 euro) basiert und es keine Ticketpauschale o.ä. transprarentere/flexiblere Supportmöglichkeiten gibt.
von bibabu Newbie vor ca einem Jahr
fwpshop
von milkstyle Geek vor ca einem Jahr
Empfehlenswerte Shopsysteme….
Soll es was modernes sein mit dem man sehr gut arbeiten kann?
Magento oder Oxid.
Soll es etwas sein, bei dem man auch mit basteln weiterkommt?
xtCommerce 3.x und seine ganzen Forks. Für professionelle Auftritte inzwischen kaum mehr zu empfehlen. Dazu gehören auch Gambio und xtcModified. Wenn man auf einen Fork setzen möchte würde ich xtcModified empfehlen. (xtCommerce ist vergleichbar mit einem 1er-Golf. Früher hoch modern, heute nicht mehr. Natürlich kann man ihn tunen, ein Porsche Panamera wird er trotzdem nie sein)
Falls du dich gerne bei einem Projekt breit machen möchtest, dass in Deutschland bisher nur bedingt Verbreitung gefunden hat, würde ich dir zu Prestashop raten.
xtCommerce Veyton ist nicht so der Bringer (abgesehen von der Umsetzung, kommen viele Kunden nicht mit Veyton klar), Joomla mit Virtuemart ist eine sehr begrenzte Lösung, und FWPShop konnte bisher auch nicht überzeugen.
Kommentare
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vor ca einem Jahrvmoench: Was ist den KONKRET so schlecht bzw. alt an xt::Commerce? Die damit umgesetzten Shops machen ganz und gar nicht einen alten, langsamen, unmodernen Eindruck. An Magento fallen mir unglaublich viele Tabellen und unglaublich viel Code auf. Was dann hinten raus kommt, ist dann evtl. langsam, aber auch nicht anders als bei xt::commerce.
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vor ca einem Jahrmilkstyle: Ich spreche hier vom Alter und Funktionsumfang von xtCommerce.
1. Die aktuelle xtcommerce-Version (wenn es um die 3-er-Reihe geht) ist vom August 2006. Das sind nun schon wieder ca. 4 Jahre. Der Kern auf den xtCommerce aufbaut ist noch um einiges älter und wurde nie komplett ersetzt.
2. Der Support von xtCommerce wird nicht mehr gewährleistet, Fixes für kritische Lücken werden aber noch veröffentlicht. Nur wie lange das noch so ist kann mir niemand sagen. Wie garantiert man nun seinem Kunden, dass das System auch supportet werden kann. Der Shopbetreiber kauft sich sicherlich keinen Shop für das nächste Jahr, um ihn dann wieder gegen was neues einzutauschen.
3. Der Funktionsumfang und die Administration von xtCommerce ist in die Jahre gekommen. Vergleicht man die Bedienung mit aktuellen Systemen, oder allgemein aktueller Software fällt schon auf, dass das irgendwie altbacken ist. Für dieses Problem gibt es natürlich Abhilfe (versch. Admin-Skins), trotzdem sind einige Funktionen immer recht kantig.Natürlich kann man auch mit xtcommerce einen Shop bauen der gut aussieht, schnell ist und eine gute Usability bietet.
Für mich als Anbieter zählen aber folgende Punkte:
1. Sicherheit
2. Moderne Umsetzung
3. Gute AnpassbarkeitErfahrungsgemäß kann man mit xtcommerce richtig geile Shops bauen. Aber man kommt häufig um das “basteln” nicht herum. Hier muss man eingreifen, da muss man eingreifen. Die Patches und Module für viele Funktionen die man im Netz findet greifen teilweise tief in den Code ein.
Kommt nun ein Update heraus muss man höllisch aufpassen, was man selbst überschrieben hat. Und wenn man mal 20 Shopkunden hat (was eigentlich noch keine sooo große Zahl ist), dann möchten die schließlich, dass der Shop auch aktuell und sicher ist. Und dann beginnt der Spaß… Spätestens dann wird der Kunde sich fragen warum er dir für ein Sicherheits-Update ggf. 3 Stunden Arbeit bezahlen soll.Es spielen einfach viele Faktoren in das Thema ein. Letztendlich ist dem Kunden egal welches System er bekommt. Denn eigentlich hat er nur ein Ziel: Erfolgreich verkaufen. Und dafür braucht man ein System, mit guten Filtermöglichkeiten, einer guten Suche, möglichst vielen unterstützten Zahlungsanbietern und einer hervorragenden Usability. Zeiten in denen die Anbieter einen Shop hinstellten und “die Kunden schon kaufen” sind vorbei. Und spätestens bei den Filtermöglichkeiten gewinnt z.B. Magento.
Häufig erlebt man es, dass irgendwelche Entwickler sagen “Xtcommerce ist Scheiße, XY ist besser”. Die Begründung dahinter fällt dann meist sehr mau aus. Ich gebe diese Empfehlung aber mit gutem Gewissen weiter, da es nicht irgendwelche leeren Behauptungen handelt.
xtcommerce ist so erfolgreich geworden da fast jeder den Shop selbst anpassen kann. Was auf der einen Seite sehr praktisch erscheint, kann auf der anderen wieder sehr gefährlich werden.Jeder muss die entsprechenden Punkte für sich selbst beleuchten, und eine Entscheidung treffen. Möchte man seinem Kunden aber professionell beraten und bedienen sollte man sich mit dem Thema intensiv beschäftigen.
von phil Heavy User vor ca einem Jahr
Ich möchte an der Stelle übrigens mal eindringlich vor XT Commerce 4 VEYTON warnen:
Wir hatten das für ein Projekt mal gekauft, ist zwar relativ günstig gewesen, aber die Kohle hätte ich lieber versaufen sollen. Ich habe selten ein so unüberlegtes System erlebt. Das Backend ist deutlich aufgeräumter als das von XTC 3, aber von Hause aus klappt mit dem System nichts! Man muss irgendwelche Einstellungen auf Black- und Whitelists setzen, der Support hilft null und man muss sich alles selbst ergoogeln. Das kann für eine kostenpflichtige Software einfach nicht sein!
Finger weg!
Ich probiere stattdessen jetzt gerade mit OXID Community Edition und Presta Shop rum.
Gerade Presta Shop hat ein schönes Backend und kann mit der “eingedeutschten” Version und den dort zu findenden Modulen sehr einfach zu einem sehr schönen System gebaut werden. Aufwand ist dabei nur ein Bruchteil von dem, der bei Magento nötig wäre, Stichwort Templating.
Nachträglich bearbeitet am 20.10.10 13:54
von vmoench Geek vor ca einem Jahr
Gambio, ein XT:Commerce-Derivat soll auch sehr mächtig und gut sein. Dsbzgl. würden mich hier Stellungnahmen interessieren.
Nachträglich bearbeitet am 02.09.10 21:13
Kommentare
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vor ca einem Jahrno5251: Den Fork kannte ich bisher nicht. Spontan konnte ich in den Demoshops jedoch auch keinen nennenswerten Vorteil gegenüber der Version von http://www.xtc-modified.org finden.
Und 150 Euro?! Die haben doch einen an der Klatsche! Da würde ich mir noch eher Veyton für 97 Euro kaufen. -
vor ca einem Jahrvmoench: 150 Euro sind 1-2 Stunden Supportleistung, sie ist aber nicht auf diese Zeit eingeschränkt, wo haben die da bitte “einen an der Klatsche”. Was bekommst du denn für deine Arbeit?
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vor ca einem Jahrno5251: Entschuldige bitte die Wortwahl, aber ich mochte den “Support-Zwang” bei xt-commerce.com auch noch nie. Ich sehe es einfach nicht ein, für eine Dienstleistung die ich zu 99,x% nicht benötige im Voraus zu bezahlen.
Wenn ich wirklich Hilfe benötige, weil das Handbuch nicht mehr weiter hilft, dann zahle ich gerne die geleisteten Stunden – danach! ;-)
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vor ca einem Jahrvmoench: Entschuldige meinen Aufreger, aber wie soll OpenSource funktionieren, wenn noch nicht mal für Dienstleistungen ein doch wirklich kleiner Betrag aufgerufen wird.
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vor ca einem Jahrno5251: Spenden tue ich ja gerne – und auch nicht gerade wenig. Das sind jedoch freiwillige. Daher gefällt mir derzeit auch die Idee von flattr sehr. ;-)
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vor ca einem Jahrmilkstyle: Vorsicht:
Open Source != Freeware
Auch Open Source kann was kosten.Bei Gambio stecken neben der Supportleistung übrigens noch zwei kostenpflichtige Module mit drin. Das Einzige, was Gambioa noch interessant machen könnte ist die Ebay-Anbidung, wobei die auch anders zu berwerkstelligen ist.
Ansonsten befindet sich xtcModified direkt auf dem Weg in Richtung Funktionsumfang von Gambio. Daher kann man guten Gewissens auch xtcModified setzen – wenn es denn wirklich xtCommerce sein soll.
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