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3D-Drucker: Die Technologie im Überblick

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Aus dem
t3n Magazin Nr. 28

06/2012 - 08/2012

3D-Drucker: Die Technologie im Überblick

Kreativität aus dem 3D-Drucker

Verfolgt man die Meldungen aus der Maker-Szene, scheinen die Einsatzmöglichkeiten der schier unbegrenzt. Angefangen von praktischen Ersatzteilen für Haushaltsgeräte, bis hin zu kunstvollen Schmuckstücken.

Die FOC-Challenge (Freedom of Creation) zeigte auch dieses Jahr wieder eindrucksvolle Objekte aus dem 3D-Drucker. Gewonnen haben letztlich aufwendig gestaltete Schmuckstücke. Die Objekte konnten durch ihre komplexen Strukturen und Formen überzeugen und stellten die Fähigkeiten der 3D-Druck-Technologie unter Beweis. Die FOC beschäftigt sich schon seit dem Jahr 2000 mit Design und innovativen Technologien mit Schwerpunkt auf 3D-Druckverfahren. Das Projekt umfasst Objekte aus vielen Anwendungsbereichen wie Beleuchtung, Möbel und Accessoires.

Kreativität beweist auch Enrico Dini, genannt The Man Who Prints Houses. Sein Lebensziel ist es, 3D-gedruckte Häuser zu bauen. Um seinen Traum zu verwirklichen, hat er bereits viel Geld und Zeit in den Bau seines gigantischen 3D-Druckers investiert. Seine Geschichte wurde auch schon verfilmt. Die ungewöhnliche Bauweise fasziniert auch andere potenzielle Baumeister. Das FabLab House – ein Projekt der Fab Academy und IaaC (Institut d’arquitectura avancada de Catalunya) in Barcelona – wurde komplett aus digital erzeugten Einzelteilen gebaut. Neben Lasercuttern und Fräsmaschinen kamen hier auch 3D-Drucker zur Anwendung.

hard 3D Drucker Abbildung 9 FabLab House
Das FabLab House wurde rein aus digital erzeugten Einzelteilen hergestellt. Dabei kamen auch 3D-Drucker zum Einsatz.

Privatanwender verwenden die Verfahren meist zur Herstellung weniger großflächiger Objekte. Sie nutzen die Möglichkeiten der 3D-Technologie zur Erstellung von personalisierten Schachfiguren, individuellen Buchstützen, Dekorationsgegenständen oder praktischen Hilfsmitteln. Der Fantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt.

Die Anschaffung eines eigenen 3D-Druckers ist meist kostspielig, und nicht jeder möchte diese Investition auf sich nehmen. Um auch ohne eigenen 3D-Drucker selbsterstellte Objekte zu erschaffen, nutzen viele Maker die unzähligen 3D-Druck-Dienstleister. Die erstellten Modelle werden an den Anbieter übermittelt, und das fertige Objekt wird nach Fertigstellung an den Kunden geliefert. Shapeways ist einer der bekanntesten Dienstleister in diesem Bereich.

3D-Druck in der Wissenschaft

Auch in der Medizin bedient man sich immer häufiger der innovativen Fertigungsmethoden. Traditionelle sowie zeit- und kostenintensive Behandlungen können durch den Einsatz von 3D-Druckern oftmals enorm vereinfacht werden. So gelang niederländischen Medizinern die erfolgreiche Implantation einer vollständig 3D-gedruckten Unterkieferprothese. Die Operationsdauer konnte auf ein Fünftel der herkömmlichen Dauer reduziert und weitere Operationen umgangen werden. Derzeit forschen einige Firmen an der Entwicklung 3D-gedruckter Organe aus menschlichem Gewebe. Das sogenannte Tissue Engineering steckt derzeit allerdings noch in den Kinderschuhen. Bis zur vollständigen Produktion von gedruckten Organen könnten die erzeugten Gewebezellen jedoch beim Test von Medikamenten zum Einsatz kommen.

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2 Antworten
  1. von Sebastian am 24.05.2012 (18:32Uhr)

    Wo sind jetzt hier die Links aus dem Artikel?

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  2. von cheatha am 22.01.2013 (09:24Uhr)

    Und wer mal selbst was drucken möchte: Im RaumZeitLabor haben wir so einen 3D Drucker! Kommt doch einfach mal vorbei! http://raumzeitlabor.de

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