Agile Methoden schränken bei Schwierigkeiten eher den Funktionsumfang ein, um die anderen Zielgrößen nicht zu beeinträchtigen.
Es wird also immer termingerecht eine Software in vereinbarter Qualität und zu vereinbarten Kosten geliefert, nur hat diese eventuell einen etwas verringerten Funktionsumfang. Bei der Methode Scrum kann der Auftraggeber dabei über die Priorisierung des Product Backlog selbst bestimmen, welche Funktionen zunächst nicht realisiert werden.
Fazit
Agile Methoden sind sicher kein Allheilmittel zur Lösung aller Probleme bei der Softwareentwicklung, auch wenn mancher „Guru“ dies versprechen mag. Es kommt ganz wesentlich auf die Gegebenheiten des einzelnen Softwareentwicklungsprojekts an. Denn es gibt nicht die eine optimale Methode für alle Projekte, sondern immer nur eine passende Methode oder Methodenkombination für ein einzelnes Projekt.
Man stelle sich beispielsweise Software in einem Anlagenprojekt mit festem Preis und festem Termin vor. Um alle vier Zielgrößen zu der Zufriedenheit aller Beteiligten zu erreichen, kann die Grobplanung, also die Aufteilung in mehrere vordefinierte Teillieferungen, nach klassischen Methoden erfolgen. Die Feinsteuerung jedoch erfolgt in Iterationen mit einem festen Zeittakt nach den Regeln von Scrum.
Die Festlegung einer für den Einzelfall maßgeschneiderten Methodenkombination erfordert Erfahrungen in beiden Welten, in jener der klassischen Methoden und der agilen Methoden. Durch eine solche Kombination kann aber der Softwareentwicklungsprozess deutlich verbessert werden. Die Naturkonstante Pi hat dann als Faktor in der Softwareentwicklung ausgedient.




