Fedora und DSpace im Praxiseinsatz
Archivierung mit Open-Source-Software

Der mitgelieferte Fedora Administrationsclient ermöglicht den Zugriff auf alle Objekteigenschaften, setzt für die Bedienung aber genaue Kenntnisse des Systems voraus.

Der mitgelieferte Fedora Administrationsclient ermöglicht den Zugriff auf alle Objekteigenschaften, setzt für die Bedienung aber genaue Kenntnisse des Systems voraus.

Die Installation ist gut beschrieben und kann relativ einfach durchgeführt werden. Da es sich um eine Java-Implementierung handelt, ist Fedora für Unix, Linux und Windows verfügbar. Vorausgesetzt wird das Sun Java Software Development Kit in Version 1.4 oder höher. Fedora verwendet einen in der binären Distribution mitinstallierten Apache Tomcat 5 als Applikationsserver. Als Datenbanken können MySQL ab Version 3.23.x, MySQL 4.x oder Oracle 9i verwendet werden. Ist keine dieser Datenbanken vorhanden, kann auch die Open-Source-Datenbank McKoi mitinstalliert werden.

Ein bemerkenswertes Feature von Fedora ist, dass das System beliebige digitale Objekte (Textdateien, Bilder, Videos, Webseiten usw.) selbst speichern oder als Referenz (z. B. URL) verwalten kann.

Dabei kann Fedora das Auflösen der Referenz selbst durchführen oder alternativ nur die Referenz selbst liefern. Unter dem Namen Disseminator wird eine besondere Funktionalität eingeführt, mit der Objekte mit Web Services verbunden werden können. Diese können unmittelbar zusammen mit dem Objekt aufgerufen werden. Ein übliches Anwendungsfeld ist das Erstellen von sogenannten Renditions „on the fly“. Damit kann abhängig vom Aufruf des Objekts die Darstellung der Inhalte variiert werden.

Ein weiteres bemerkenswertes Feature ist die Möglichkeit, Objekte in Fedora miteinander in Beziehung zu setzen. Diese Beziehung wird als Triple in der Form von Subjekt, Prädikat und Objekt beschrieben. Damit lassen sich beliebige Beziehungen beschreiben. Beispiel: Objekt A (=Subjekt) ist ein Kapitel (=Prädikat) von Objekt B(=Objekt). Ermöglicht wird diese sehr flexible, in Graphen darstellbare Indizierung durch die Verwendung der Metadatenbank Kowari, einem Open-Source-Produkt von Tucana Technologies [3]. Die Datenbank orientiert sich an den Vorgaben des W3C- Standards RDF (Resource Description Framework) [4]. Weitere Features sind:

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