Im Gegensatz zu Fedora liefert DSpace sofort ein gebrauchsfertiges System mit einer funktional brauchbaren Weboberfläche. DSpace muss zwar noch konfiguriert, aber nicht zwingend durch Programmierung erweitert werden. Ein wichtiges Feature des Systems ist darüber hinaus die standardmäßige Unterstützung eines einfachen Freigabeprozesses. Als Programmierschnittstellen werden Java-Klassen auf drei verschiedenen Ebenen bereitgestellt, die aufeinander aufbauen: Storage Layer, Business Logic Layer und Application Layer.
DSpace beim MIT (https://dspace.mit.edu): Eine nur geringfügig angepasste Oberfläche ermöglicht den Zugriff auf Veröffentlichungen des MIT über das Internet.
Fazit
Es gibt weitere Open-Source-Software für den Bereich der Archivierung, die OAI-kompatibel sind. Auch die beiden Systeme CDSware vom CERN (Europäisches Laboratorium für Teilchenphysik) in Genf. [8] und EPrints von der Universität in Southampton. [9] sind wie DSpace mit wenigen Anpassungen schnell einsatzfähig.
Alle vier genannten Produkte kommen aus dem Bereich von Forschung und Lehre. Ihr Ziel ist eine Plattform, um Dokumente beliebiger Art ablegen und sie dabei sinnvoll mit Metadaten versehen zu können. Besondere Stärken hinsichtlich der Metadaten zeigt Fedora, das zwar in seinem Grundindex auch auf Dublin Core beruht, aber über die RDF-konforme Datenbank Kowari gerade im Bereich der Verknüpfung von Objekten sehr flexibel ist.
Fedora nimmt eine Sonderstellung unter den genannten Archiven ein, da die Software eine Web-Service-Schnittstelle zur Konvertierung und Bearbeitung der Inhalte beim Aufruf bietet. Allerdings ist Fedora auch das einzige Produkt, das eigentlich nur eine Infrastruktur und keine gebrauchsfertige Applikation bietet.




![Open Source: 98% aller Unternehmen setzen sie ein [mit Infografik]](http://t3n.de/uploads/t3n-news-post-332856_apache_18938_medium.jpg)

