Java-Programmierer können damit Webanwendungen komplett in Java entwickeln, die Umsetzung in JavaScript erfolgt durch GWT, das sich zudem leicht um eigene Widgets erweitern lässt. ExtGWT [2] und GWT-Ext [3] sind Vertreter solcher Erweiterungen, die eine Kapselung von ExtJs in GWT-Klassen bieten und dadurch eine Entwicklung von ExtJs-basierten Anwendungen in Java erlauben. Auf ähnliche Art und Weise funktioniert PHP-Ext [4], ein Wrapper für PHP.
Ein besonders interessantes Feature ist die Verbindung von ExtJs mit der AIR-Technologie von Adobe [5]. Webbasierte Anwendungen lassen sich so offline als Desktopanwendung verwenden. ExtJs bietet seit der Version 2.0.2 Klassen, mit denen die Erstellung von AIR-Anwendungen besonders einfach wird.
Lizenz
ExtJs besitzt eine duale Lizenz. Für den Einsatz in Open-Source-Software ist das Framework unter der GPL Version 3 lizenziert. ExtJs kann in solchen Fällen kostenlos verwendet werden, vorausgesetzt, die Anwendung ist ebenfalls unter der GPL veröffentlicht. Wer das Framework in einer kommerziellen Anwendung verwenden oder den Quellcode seines Projekts nicht veröffentlichen möchte, kann eine der kostenpflichtigen Lizenzen (Single-Developer-Licences) erwerben, die ab 289 USD erhältlich sind.
Fazit
Mit dem Erscheinen der Version 2.0 des Frameworks hat ExtJs einen großen Schritt in Richtung einer universell einsetzbaren Widget-Bibliothek gemacht. In der vor kurzem freigegebenen Version 2.1 kamen weitere Funktionen hinzu, die das Entwicklerleben vereinfachen. Der Wechsel der Lizenz, der mit dieser Version einherging, ist allerdings unter den Nutzern heftig umstritten, und viele haben einen Wechsel zu anderen Frameworks wie DOJO [6] angekündigt. Dieser Artikel stellt nur einige der vielen Möglichkeiten des Frameworks vor. Ein Blick auf die offizielle Internetseite des Projekts lohnt sich daher auf alle Fälle, um einen Überblick über die nicht erwähnten Möglichkeiten der DOM-Bearbeitung, Event-Handling und mehr zu bekommen.





