WordPress und Facebook
Der Ansatz für Facebook ist ein ganz anderer, da die Limitierung auf 140 Zeichen entfällt. Hier ergibt es wieder Sinn, den RSS-Feed in den eigenen Account zu übernehmen. Hier hilft die Facebook-App „RSS Graffiti“ [7] weiter, die den RSS-Feed in Facebook einbindet. Auch hier kann dem Leser die Möglichkeit gegeben werden, auf den Blog-Beitrag in seinem eigenen Facebook-Account hinzuweisen.
Es gibt hier die Option, die Beiträge entweder in das eigene Profil zu übernehmen oder eine Fanseite zu erstellen. Die richtige Lösung dafür ist bei jedem Blog anders, aber bei der Fanpage bietet sich zusätzlich die Möglichkeit, im eigenen Blog eine Liste der Fans mittels eines Facebook-Widgets [8] einzubinden. Besonders interessant ist das „Teilen“-Widget [9], das dem Leser unter anderem die Verbreitung eines Beitrags bei Facebook anzeigt.
Auch bei Facebook sind Plugins für WordPress in der Regel unnötig und eine direkte Einbindung des Widgets über das Theme ist sinnvoll. Ebenso wie bei Twitter ergibt eine Anzeige der Verbreitung nur dann Sinn, wenn die Möglichkeit für eine Verbreitung besteht. Sowohl bei Twitter als auch bei Facebook ist nichts schlimmer als Erfolgszähler, die permanent eine Null anzeigen.
Andere Dienste
Die gleichen Voraussetzungen gelten natürlich auch für Dienste wie die Social News von t3n [10], Mister Wong [11], Delicious [12] und wie sie alle heißen. Noch aufwendiger und unergründlicher wird es, wenn man sich vor Augen führt, dass das bereits erwähnte WordPress-Plugin Sociable eine fast dreistellige Anzahl an Social Networks bedienen kann.
Der Aufwand, der mit den Social Networks verbunden ist, ist gerade bei englischsprachigen Blogs so hoch, dass davon auszugehen ist, dass die Verbreitung in den Netzwerken nicht mehr vom Blog-Betreiber selbst geleistet werden kann. Hier muss die Leserschaft des Blogs entweder so groß sein, dass sie die Verbreitung leistet, oder man muss auf eine Lösung zurückgreifen, die alle diese Aufgaben gleichzeitig übernimmt.
Ein Umstand, den das israelische Start-up Wibiya [13] erkannt hat und für den es ein entsprechendes Werkzeug zur Verfügung stellt. Das Tool vereint alle sozialen Netzwerke in einer einzigen Statusleiste und kann direkt in WordPress eingebunden werden [14]. Leider ist das Programm stark an den amerikanischen Markt angepasst, aber vielleicht doch für den einen oder anderen eine mögliche Alternative.
Fazit
Es gibt weder das allein selig machende Social-Network-Plugin für WordPress, noch sind die meisten der vorhandenen Plugins sinnvoll, da sie in der Regel nur Teilaspekte abdecken. Es ist einem Blog-Betreiber aber ebenso wenig möglich, bei jedem neuen Beitrag eine Verbreitung in diesen Netzwerken manuell durchzuführen.
Es bleibt also nur die Möglichkeit, sich auf einige ausgesuchte Netzwerke zu beschränken, von denen Twitter auf jeden Fall eins sein sollte. Danach gilt es, eine Lösung zu finden, die stark von dem zu investierenden Zeitaufwand abhängt. Der Blogbetreiber sollte überlegen, wie genau eine solche Lösung in das eigene Blog eingebunden werden soll. Es empfiehlt sich hier in der Regel, die entsprechenden Tools selbst fest im Theme zu verankern. Dies schmälert die Performance von WordPress nicht und birgt darüber hinaus die Möglichkeit, das Netzwerk exakt auf die gewünschte Art und Weise einzubinden.
Bei allen Aktivitäten ist allerdings darauf zu achten, dass solche Maßnahmen sich nicht kontraproduktiv entwickeln. Während ein Twitter-Account ohne Follower für das eigene Blog kein Problem darstellt, so ist es dennoch problematisch, wenn im eigenen Blog sämtliche Counter auf Null stehen und somit dem Leser suggerieren, dass der Beitrag weder gut noch beliebt ist.





4 Antworten
von Wordpress und Social Networks - blog,mil… 10.05.2010 (09:13Uhr) 1.
[...] inzwischen regelmäßig für die Zeitschrift T3N und in Ausgabe 19 war mein Artikel zum Thema Wordpress und Social Networks zu finden. Da in Kürze das neue Heft rauskommt, ist der Artikel nun frei im Netz verfügbar – [...]
von Linktipps zu SEO, SEM, Social Networks u… 15.05.2010 (14:19Uhr) 2.
[...] wie Facebook und Diensten wie Twitter gilt es für das eigene Blogsystem zu nutzen. Der Beitrag vom t3n Magazin gibt eine Einführung und erklärt, wie man sich der besten Lösung fürs eigene Blog annähert, um [...]
von mcnesium 24.07.2010 (11:09Uhr) 3.
addthis ist eine gute alternative zu sociable, denn da muss sich der blogbetreiber nicht drum kümmern, welche anbieter er nutzen will. und platzsparend ist es auch noch.
von Social Web: WordPress an Facebook, Twitt… 20.01.2012 (11:11Uhr) 4.
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