Die nächste Generation

Mit dem Softwareentwicklungs-Spezialisten Trolltech, seit Sommer 2006 an der Börse in Oslo gehandelt, wagte sich das erste Nicht-Linux-Unternehmen aus der Open-Source-Szene aufs Parkett. Die Aktie wird derzeit etwas unter dem Ausgabekurs gehandelt. Im Herbst folgte die deutsche Max21 AG, eine Beteiligungsgesellschaft, die mehrere kleine Open-Source-Unternehmen zu einem schlagkräftigen Ganzen vereinen will. Auch hier ist der Aktienwert etwas gefallen. Und nun steht also in den Startlöchern.

Droht uns eine neue New Economy, nur dass der Hype diesmal nicht dem Web, sondern gilt? Ganz so schlimm wird es wohl nicht kommen. Denn anders als der Datenbankhersteller MySQL, der bereits seit über zehn Jahren im Geschäft ist und sowohl eine Reihe zahlender Kunden als auch ein im Markt akzeptiertes Produkt vorweisen kann, stehen viele der „neuen“ Open-Source-Unternehmen noch ziemlich am Anfang. Solange das Risikokapital fließt und die Investoren nicht ungeduldig werden, dürfte sich der Drang an die Börse mit all den damit verbunden Auflagen bei den meisten Unternehmen in Grenzen halten. Aber wenn Open Source das Softwaregeschäft wirklich so umkrempelt, wie es viele vorhersagen, dann werden die Open-Source-Firmen kommen – auch an die Börse. Und die Investoren werden dabei ihren Schnitt machen.

Abdruck aus heise open (www.heiseopen.de). Mit freundlicher Genehmigung des Heise Zeitschriften Verlags.

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