Vorheriger Artikel Nächster Artikel

Business-Dashboards: Diese Lösungen bringen Ordnung ins Geschäftszahlen-Chaos

Aus dem
t3n Magazin Nr. 39

03/2015 - 05/2015

Jetzt kaufen

Führungskräfte müssen täglich wichtige Entscheidungen treffen. Gut, wenn sie dabei die aktuellen Geschäftszahlen und relevanten Leistungsindikatoren im Blick haben. Das geht am besten mit Business-Dashboards, die abstrakte Zahlenkolonnen in leicht verständliche Grafiken verwandeln.

Business-Dashboards: Diese Lösungen bringen Ordnung ins Geschäftszahlen-Chaos

Business-Dashboards (Foto: Barbie76 / Photocase)

Daten sind das neue Öl, heißt es immer wieder. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Erst wenn aus Informationen Wissen wird, entfalten Daten ihre Wirkung. Es gilt, Zusammenhänge und Entwicklungen zu erkennen – möglichst frühzeitig. Für Führungskräfte keine leichte Aufgabe, denn egal ob in Marketing, Vertrieb oder Controlling: Entscheider können und müssen immer mehr Datenquellen zur Analyse einer angestrebten Performance heranziehen.

Die Datenmengen, die so auf Führungskräfte einprasseln, werden immer größer und die Zahlenkolonnen immer komplexer. Darauf spezialisierte Business-Dashboards bieten hier Unterstützung. Sie bereiten die Daten unterschiedlichster Quellen grafisch auf und sorgen dafür, dass Entscheider alle kritischen Kennzahlen im Blick haben – und zwar nahezu in Echtzeit. Diese Dashboards sind das Gesicht der Business Intelligence (BI).

In der Regel sind diese Business-Intelligence-Tools individualisierbar. Das heißt, jeder Nutzer kann sich seine Business-Dashboards so konfigurieren, dass sie die jeweils relevanten Leistungskennzahlen, also Key Performance Indicators (KPI), auf einen Blick zeigen. Während Marketing-Entscheider beispielsweise Budget, Kampagnen und Websites beobachten möchten, können die Leiter der Verkaufsabteilung Bestelleingänge, Bearbeitungszeiten oder Neukundenquote verfolgen.

Den Zugriff auf die Datenvisualisierungen kann man entweder per Rollen einschränken oder ein Business-Dashboard auch allen Mitarbeitern gleichermaßen zugänglich machen – zum Beispiel auf einem Großbildschirm, der prominent in den Geschäftsräumen hängt. In jedem Fall aktualisieren sich die Darstellungen automatisch nach einem zuvor definierten Zeitintervall.

Die richtige Vorarbeit

„Manche Entscheider glauben, Business-Dashboards seien so intelligent, dass sie automatisch Lösungen präsentieren. Das ist ein großes Missverständnis“, warnt Heiko Henkes, Manager Advisor bei der Experton Group, einem auf Informations- und Kommunikationstechnologie spezialisierten Beratungsunternehmen aus Ismaning. Wer Business-Dashboards tatsächlich erfolgreich nutzen will, muss gewissenhafte Vorarbeit leisten.

Dazu gehört, aussagekräftige Kennzahlen und – je nach Szenario und Nutzerrolle – individuelle Blickwinkel auf die Daten zu definieren: Welche Informationen sollen welcher Fachabteilung und welcher Hierarchie zugänglich sein? Welche Kennzahlen dienen dem zuvor definierten Ziel tatsächlich? Und liefern sie zusammengenommen ein aussagekräftiges Gesamtbild? „Ohne diese Zieldefinition kann ein Anwender das neue Gesicht der Datenberge nur schwerlich identifizieren“, meint Henkes.

Auch die Optik will gut überlegt sein: Das grafische Repertoire der Tools reicht vom klassischen Tortendiagramm über die Punktewolke bis hin zu Säulen- oder Kurvengrafik. Selbst exotische Ansichten wie Sunburst-Diagramme oder Thermometer-Darstellungen gehören oft dazu.

Die Business-Dashboards von Datapin lassen sich per Drag-and-Drop individuell anlegen und mit Kollegen teilen. (Screenshot: Datapin)
Die Business-Dashboards von Datapine lassen sich per Drag-and-Drop individuell anlegen und mit Kollegen teilen. (Screenshot: Datapine)

Abonniere jetzt t3n-News über WhatsApp und bleib mobil auf dem Laufenden!
t3n-News via WhatsApp!
Vorheriger Artikel Zurück zur Startseite Nächster Artikel
Eine Antwort
  1. von Stephan Jäckel am 23.03.2015 (15:30 Uhr)

    Frei nach Schumpeter sind die wichtigsten Leistungsfaktoren im Unternehmen nicht quantifizierbar oder in Geldwerten auszudrücken. Solche Dashboards helfen der Übersicht oder - besser - können bei geschickter Darstellung Aufgaben, Probleme oder Situationen in einem neuen Blickwinkel erscheinen lassen und so den Entscheidungsprozess bereichern.

    Ob Entscheidungen dadurch besser werden, ist damit aber nicht gesagt oder gar sicher. Lediglich das subjektive Sicherheitsgefühl bei der Entscheidung nimmt zu, weil es vermeintlich sichere Zahlen gibt und somit eine Entschuldigung für eventuelle Fehlentscheidungen.

    Am Ende kann es dazu führen, dass ständig neue Anforderungen an Dashboard-Inhalte gestellt werden, um Entscheidungen "noch besser", "noch fundierter" und "noch sicherer" zu machen, obwohl es die Natur von unternehmerischen Entscheidungen ist, unter Unsicherheit zu fallen und umgesetzt zu werden. Der Schutz liegt dabei in guter Planung und Agilität, nicht in der Entscheidung an sich.

    Antworten Teilen
Deine Meinung

Bitte melde dich an!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden

Alle Hefte Jetzt abonnieren – für nur 35 €

Kennst Du schon unser t3n Magazin?