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Die fast wahre Geschichte, wozu es das Internet wirklich gibt: I Can Has Cat Content?

Aus dem
t3n Magazin Nr. 15

03/2009 - 05/2009

Okay. Jetzt, wo diese vielen, spannenden und erleuchtenden Artikel der neuesten Ausgabe des t3n Magazins hinter uns liegen, ist die Zeit für eine ganz grundsätzliche Frage gekommen: Wozu ist es eigentlich da, dieses „Internet“? Damit jemand „Erster!“ schreiben kann? Um sich auf Facebook virtuell mit Dingen zu bewerfen? Für den Vertrieb von Produkten rund um die menschliche Sexualität? Könnte man leicht denken. Aber, nein: alles falsch. Es gibt nur einen Grund, warum das Internet überhaupt existiert. Und das ist: Katzencontent. Wirklich.

Beispiel einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Thema Raumfahrt.

Beispiel einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Thema Raumfahrt.

Als Tim Berners-Lee in einer Phase vorübergehender Langeweile im Genfer Kernforschungszentrum CERN das World Wide Web erfand, saß eine Katze auf seinem Schoß und schnurrte. Eine Sammlung Katzenfotos lag auf Tims Rechner bereit, damit er sie sofort ins Netz stellen konnte, sobald er das WWW zu Ende erfunden hatte.

Gut, das ist gelogen. Aber wenn man sich das Netz heute anschaut, muss es so gewesen sein. Man denke nur an das „Infinite Cat Project“ – die unendliche Katze [1]. Es begann einigermaßen harmlos mit dem Foto von einer Katze, die das Foto von einer anderen Katze auf einem Computermonitor ansieht. Es setzte sich fort mit dem Foto von einer weiteren Katze, die sich dieses Foto auf einem Computermonitor ansieht, auf dem sich eine Katze das Foto von einer Katze auf einem Computermonitor ansieht. Es setzte sich fort mit dem Foto einer Katze, die... Und so geht es immer weiter und weiter. Die Reihe umfasst inzwischen über 1.600 Katzen, die sich praktisch durch Raum und Zeit winden, um sich jeweils anzusehen. Man mag es sich kaum vorstellen.

Wie in anderen Bereichen auch, gibt es inzwischen spezialisierte Webprojekte für besondere Geschmäcker. Zum Beispiel Fotos von Katzen, auf denen Dinge liegen [2] oder Katzen in Waschbecken [3].

Das Google des Cat Content ist allerdings ganz eindeutig ICanHasCheezburger.com, Heimat der „LOLcats“. Die Stars wie „Monorail Cat“ oder „Emo Kitteh“ muss man einfach selbst sehen. Jeder Versuch der Erklärung ist zum sofortigen Scheitern verurteilt. Aber man sollte Zeit mitbringen. Es sind hunderte von Katzenbildern. Und wenn man meint, man hätte schon viele gesehen, stellt man fest, dass es noch eine „Warteschlange“ von bislang nicht im Blog veröffentlichten Bildern gibt.

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Eine Antwort
  1. von Eckiiii am 27.08.2012 (12:43 Uhr)

    Die Gesgichte, warum Katzen das Web 2.0 beherrschen. http://detektor.fm/kultur/cat-mania-im-internet/

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