Microsoft Silverlight
Im Kampf um Marktanteile versucht Microsoft mit Silverlight [8] eine mit Adobes Flash-Player vergleichbare Technologie zu etablieren und das .NET-Modell, auf dem Silverlight basiert, besser zu positionieren. Punkten kann die Technik mit der Unterstützung für gleich vier verschiedene Skriptsprachen, die durch eine „Dynamic Language Runtime“ genannte .NET-Bibilothek zur Laufzeit kompiliert werden: Python, JavaScript, eine Variante von Visual Basic und seit kurzem auch Ruby stehen zur Auswahl. Während Tamarin, zumindest momentan, auf ECMAScript-basierete Sprachen abzielt, sind vor allem Python und Ruby in den letzten Jahren sehr populär geworden. Offenbar hat Microsoft die Zeichen der Zeit erkannt und öffnet sich zusehends der Open-Source-Gemeinde, wenn auch unter der Haube das properitäre .NET seine Arbeit verrichtet. Bleibt abzuwarten, ob Tamarin nicht eines Tages eine Schnittstelle zu .NET bekommen wird.
Rich Internet Applications
AIR und Flex 3
Adobe macht kurze Zeit nach der Veröffentlichung von Flex 2 große Schritte Richtung Flex 3. Zu den Neuheiten zählen unter anderen die Möglichkeit zur automatischen Refakturierung von ActionScript- und MXML-Code, ein Modul zur Analyse der Performance und des Speicherverbrauchs sowie eine Caching-Infrastruktur, die die Größe der Kompilate deutlich verringern kann.
Die zuvor unter dem Codenamen „Apollo“ veröffentlichte Alpha-Version der integrierten Laufzeitumgebung wird als Adobe AIR fester Bestandteil des Flex SDK und der weiterhin auf Eclipse basierenden Entwicklungsumgebung Flex Builder werden. Der Zukunftsmarkt Rich Internet Applications (RIA) spiegelt sich in der Entwicklung von AIR wider. Bestehende Flex-Applikationen lassen sich schnell und einfach in eigenständige Applikationen verwandeln, die ihre Installations- und Update-Routinen gleich mitbringen.
Im Gegensatz zu klassischen Flash-Applets steht AIR-Applikationen über zahlreiche Methoden der Zugriff auf Funktionen des jeweiligen Betriebssystems offen: Dateisysteme, native GUI-Komponenten inklusive Drag & Drop sowie eine elegante Integration der Datenbank SQLite sind nur einige der vielen neuen Möglichkeiten. Eine Beta-Version von AIR steht für Mac OS X und Windows zum Download bereit [9], die Version für Linux soll nach dem ersten finalen Release folgen.
LiveCycle Data Services
Auch die LiveCycle Data Services, ehemals Flex Data Services, haben eine Aktualisierung auf Version 2.5 erfahren. Neben den bereits mit den vorigen Versionen eingeführten Merkmalen zum transparenten Zugriff auf Datenquellen bietet das auf J2EE-Technologien basierende Paket Methoden an, die im Hinblick auf Ihre luxuriöse Einfachheit viele Entwickler begeistern dürften. Die kurz darauf erschienene Version 2.5.1 behebt eine Reihe von Problemen und verbessert die Kompatibilität zum kommenden Flex 3.







