von Oliver Ueberholz, 03.06.2008

Whitelabel-Lösungen für Social Networks: Community-Baukästen

Aus dem
t3n Magazin Nr. 12

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Mixxt hingegen fokussiert stärker auf den B2B-Markt und baute länger an einer eigenen Basis. Nach einer längeren Testphase fiel die Entscheidung gegen die gängigen Open-Source-Frameworks und für die Entwicklung eines eigenen PHP-Frameworks namens Lamda. Mixxt bietet fein granular einstellbare Verwaltungs- und Privatsphärefunktionen. So können die Module (z. B. Forum, Wiki, Veranstaltungen) etwa einzeln konfiguriert und mit verschiedenen Privatsphäre-Einstellungen belegt werden.

Der Segen von Community-Lösungen

Die Vorteile von Community-Baukästen liegen auf der Hand: Mit keiner anderen Herangehensweise kann eine solche Basis innerhalb von wenigen Minuten erstellt werden. Somit hat man mehr Zeit, sich auf die Alleinstellungsmerkmale der Community zu konzentrieren. Denn eines ist sicher: Schon jetzt buhlen zu viele Communitys mit zu wenigen Alleinstellungsmerkmalen um die Gunst der Nutzer.

Die radikale Kostensenkung an der technischen Basis, die sich durch die Nutzung eines Baukastens ergibt, eröffnet die Möglichkeit, sich um die wesentlichen Dinge zu kümmern: Ein ausgereiftes Konzept, überzeugendes Design, ansprechendes Marketing und viel Service. Alternativ kann man diese neue Kostenstruktur auch an den Kunden oder Partner weitergeben und so neue Märkte erschließen, die aufgrund des hohen Aufwands bisher verschlossen blieben. Freelancer können die Community-Baukästen dazu nutzen, mit wesentlich weniger technischem Aufwand trotzdem vollwertige Lösungen für kleinere Kunden wie Diskotheken oder mittelständische Unternehmen anzubieten.

Ad-hoc-Social-Networks auch für kurzlebige Projekte

Viele Anwendungsfälle für waren bisher aufgrund des hohen Aufwands nicht oder nur schwer umsetzbar, obwohl sie sich wunderbar eignen würden. Ein Paradebeispiel hierfür sind Veranstaltungen, bei denen es vor allem um das Kennenlernen anderer Teilnehmer geht. Hier sind die Vorteile eines eigenen Social Network besonders ersichtlich, da die Interessierten sich bereits vorab treffen, Verabredungen ausmachen oder nach dem Event wiederfinden können. Da die Veranstaltung ein kurzlebiges Projekt ist, fielen Social Networks als Online-Angebot oft weg. Schließlich möchte kaum jemand mittelgroßen Aufwand für ein System betreiben, das bereits vor der Realisierung ein Verfallsdatum hat. Aber nicht nur hier punkten gehostete Community-Lösungen.

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