Performance
Bei Webapplikationen ist Performance einer der wichtigsten Aspekte überhaupt. Zu gern würde man jedes neue Feature und jede Erweiterung der Performance unterordnen, doch leider hat das Produkt-Management meist andere Vorstellungen.
Ähnlich der Skalierung wird das Thema Performance erst in späteren Phasen wirklich wichtig. Je erfolgreicher ein Produkt wird, desto mehr treten Performance-Probleme auf: Was mit 500 Datensätzen noch innerhalb weniger Millisekunden fertig wird, dauert bei 500.000 Datensätzen mehrere Sekunden. Bei Optimierungen ist es wesentlich sinnvoller, die am häufigsten aufgerufene Seite zu optimieren als eine Seite, die zwar langsam ist, aber am Tag nur wenige Male aufgerufen wird. Für Ruby on Rails gibt es mittlerweile externe Services wie NewRelic [5] oder FiveRuns [6], die einem detaillierte Performance-Daten liefern. Die wichtigsten Regeln zur Optimierung der Frontend-Performance findet man in dem Buch „High Performance Web Sites“ von Steve Souders.
Aus Fehlern lernen
Es wird zu Fehlern kommen, das kann keine noch so gute Vorbereitung verhindern. Neben einer offenen Kommunikationspolitik ist es wichtig, aus Fehlern zu lernen. Ein Fehler, der auf identische Weise ein zweites Mal vorkommt, ist wesentlich peinlicher und schädigender als beim ersten Mal.
Besonders hilfreich, um wirklich aus Fehlern zu lernen, ist die 5-Whys-Methode [7] zur Ursachenanalyse. Durch das fünfmalige Fragen von „Warum“ kommt man in den meisten Fällen zur Ursache eines Problems und deckt dabei mehrere Schichten des Problems auf. Idealerweise plant man dann Maßnahmen auf jeder dieser Schichten. Die obersten Schichten sind dabei meist kurzfristig („Bringe die Site wieder online“), die untersten langfristig („Neuen Mitarbeitern intensives Test-Driven-Development beibringen“).



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