von Nico Gulden, 04.09.2007

Zentrale Verwaltung von Linux Desktop-Installationen: Desktop-Management mit Linux

Aus dem
t3n Magazin Nr. 9

Von acht im Review betrachteten Produkten basieren fünf auf . Es versteht sich von selbst, dass die Distributoren zunächst ihre Clients mit ihren Desktop-Management-Lösungen unterstützen. Doch die Unterstützung für andere Distributionen wird ausgeweitet. So plant Xandros beispielsweise das Management von Novell SuSE Server und Red Hat über BridgeWays in ihr Produkt einzubauen. Auch bei GONICUS sind laut Hersteller prinzipiell alle Debian-basierten Distributionen über GOsa² verwaltbar, zum Beispiel auch Ubuntu. Die anderen drei im Review betrachteten Hersteller haben ihre Lösung zum Desktop-Management auf der Windows-Plattform um Management-Funktionalitäten für Linux erweitert.

Je nach Vorstellung und IT-Umgebung fallen die von der LiSoG aufgestellten Anforderungen unterschiedlich ins Gewicht. Ist beispielsweise bereits eine auf LDAP basierende Benutzerverwaltung vorhanden, vorzugsweise ein vollständiges Identity-Management, so ist eine Lösung für das Lifecycle-Management ausreichend. Existiert jedoch noch keine Benutzerverwaltung, so bietet die Einführung einer Desktop-Management-Lösung eine gute Möglichkeit, eine zentrale Benutzerverwaltung einzuführen, um mit verringertem Administrationsaufwand Administrationskosten zu sparen und das IT-Budget zu schonen.

Fazit

Mit dem hohen Durchdringungsgrad der PC-Unterstützung an Arbeitsplätzen aller Unternehmenskategorien sind auch die Anforderungen sehr unterschiedlich. Kaum eine Planung beginnt heute auf einer „grünen Wiese“. Die vorhandenen Rahmenbedingungen müssen mit einbezogen werden. Deshalb kann es auch keine einzelne, für alle Bereiche passende Lösung geben. Die untersuchten Programme unterscheiden sich zum Teil sehr deutlich in Bezug auf Einsatzbereich, Integrationsaufwand, Architektur, Komplexität und Kosten.

Bei der Auswahl des geeigneten Produkts spielt es eine Rolle, welche Umgebung aktuell eingesetzt wird, auch der Umfang der IT-Umgebung und Kenntnisstand des hauseigenen IT-Personals sind ausschlaggebend. Einige der untersuchten Lösungen können mit wenig Linux-Know-how eingesetzt werden. Andere richten sich an Microsoft-Anwender, die mehr oder weniger sanft in Richtung Linux gehen möchten.

Seite:  1 2 3 4 5 6

Empfohlene Artikel