von Jürgen Egeling, Jan Holzmann, 28.02.2008

Digitales Rundum-Management eines Online-Bilderdienstes mit TYPO3: Was druckst Du?

Aus dem
t3n Magazin Nr. 11

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Die Klickbilderbox[1] ist ein Bilderdienst der ersten Stunde. Bereits seit dem Jahr 2000 werden hier digitale Bilder durch ein Labor verarbeitet und auf Papier chemisch ausbelichtet. Beim Relaunch der Website mit TYPO3 stellten sich zahlreiche Herausforderungen: Die alte Klickbilderbox-Software sollte von ASP entwöhnt und manuelle Eingriffe in das Buchungswesen auf ein Minimum reduziert werden. Der Altkundenbestand durfte dabei unter keinen Umständen gefährdet werden.

Der gesamte Service musste von einem Windows-System auf unter Unix vollkommen transparent vollzogen werden, um die Bestandskunden nicht zu verunsichern. Erschwerend kam hinzu, dass Kunden die Bilder nicht nur per Browser auf die Klickbilderbox hochladen konnten, sondern auch mit einer separaten Upload-Software, die unter Windows läuft. Diese Software war an einige ASP-Programme (Active Server Pages) gekoppelt. Wie bringt man nun ASP-Programme unter Unix zum Laufen?

Schnell wurde klar, dass ein direkter Weg sehr schwer bis unmöglich ist. Die Lösung: Es genügte, dem Client alle notwendigen Protokolle vorzugaukeln. Anschließend war es weitgehend „Handarbeit“, die Protokolle zu analysieren und als PHP-Skripte zu implementieren.

Nachdem der Apache gelernt hatte, dass .asp nun auch durch PHP 5 ausgeführt werden soll, waren die größten Hürden genommen. So konnte das alte Windows-Programm, das zu diesem Zeitpunkt noch von mehreren tausend Altkunden verwendet wurde, wie gewohnt weiterlaufen.

Der Relaunch sollte aber nicht nur die Bestandskunden glücklich machen, sondern auch neue Kunden durch interessante Features ansprechen. So wurde das Windows-Upload-Programm (Easybib) vollkommen neu implementiert und mit neuen Funktionen angereichert, die nun mit der TYPO3-Installation der Klickbilderbox kommunizieren.

Die größte Herausforderung bestand darin, die neue Klickbilderbox so skalierbar zu implementieren, dass ein beliebiges Wachstum in Bezug auf Kunden und Traffic möglich ist, ohne dafür extrem teure Hardware einkaufen zu müssen. Zudem sollte die notwendige Rechnungsstellung vollautomatisch ablaufen, damit Arbeitszeit in Kundensupport und Neukundengewinnung investiert werden kann, statt in die Administration des Backoffice.

Konzeptionelles Herzstück der Klickbilderbox ist ein zentraler Dispatcher, der die Übersicht über alle angeschlossenen Server hat. Er weiß sowohl über die Auslastung der Festplatten als auch der Prozessoren jedes einzelnen Servers Bescheid.

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