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Effektive Suchmaschinenoptimierung für das Blog-CMS: WordPress-Blogs mit SEO beflügeln

Aus dem
t3n Magazin Nr. 18

12/2009 - 02/2010

Eines gleich vorweg: Eine Mindestvoraussetzung für vordere Positionen innerhalb der Suchergebnisse bleibt unangefochten ein hochwertiger, einmaliger und strukturierter Inhalt. Ist das gegeben, bietet das Blog-CMS WordPress viele Möglichkeiten der Optimierung für Google & Co. Im Folgenden gibt es eine Übersicht der wichtigsten Methoden.

Die Adresse eines Postings kann und sollte man nachbessern.
Die Adresse eines Postings kann und sollte man nachbessern.

Das erste wichtige Thema ist die Adresse, unter der die Postings zu finden sind – auch als „Permalink“ bekannt. Nach der Erstinstallation hantiert WordPress mit numerischen IDs. Empfehlenswert sind dagegen Keywords in der URL. Also statt www.beispiel.de/?p=12345 dann www.beispiel.de/artikel-zu-einem-bestimmten-thema. Der Grund: Google versucht aus nahezu allem, brauchbare Informationen zu gewinnen, um diese ins Ranking einer Seite einfließen zu lassen. Die URL eines Postings ist da keine Ausnahme, im Gegenteil.

Ausschlaggebend ist die Reihenfolge der Bausteine. Faustregel: Das Wichtigste kommt immer zuerst. Je unwesentlicher das Informationselement, zum Beispiel das Veröffentlichungsdatum oder die für Google News notwendige ID des Beitrags, desto weiter hinten im Link nimmt es Platz ein. Einstellen kann man das im Backend unter „Einstellungen“, „Permalinks“. Relevante Stichwörter, die WordPress aus dem Beitragstitel (Platzhalter %postname%) automatisch erzeugt, nimmt man also entsprechend nach vorn. Das ideale Gerüst sieht wie folgt aus: /%postname%/%post_id%/.

Wichtig ist zudem die Zahl der Keywords. Werte aus der Praxis belegen, dass Google innerhalb einer Adresse maximal vier Wörter nach der Domain berücksichtigt [1]. Deshalb gilt: Der Permalink sollte kurz und knapp definiert sein, zentrale, mit Bindestrichen separierte Keywords des Artikels enthalten und dabei für menschliches Publikum lesbar und verständlich bleiben. Eine Aufgabe, die meist einen händischen Eingriff erfordert. Denn standardmäßig generiert sich die URL aus dem kompletten Beitragstitel und wohl nur sehr selten besteht der aus weniger als fünf Begriffen. Beim Verfassen und Editieren der Posts hat der Autor unter dem Überschriftsfeld deshalb eine direkte Möglichkeit, die Adresse anzupassen.

Schnelle Ladezeiten für Mensch und Maschine

Die Ladezeit eines Blogs ist einer der wenigen Faktoren, die Blogger nicht unbedingt ernst nehmen. Aber es gibt handfeste Beweise für den Zusammenhang zwischen der Geschwindigkeit einer Website und der Position in den Suchergebnissen: Antwortet eine Website sehr träge auf Googles Anfragen, reduziert die Suchmaschine die Häufigkeit und die Tiefe der Indexierungen – keine guten Voraussetzungen für vordere Plätze.

Als erstes bietet es sich an, testweise Plugins abzuschalten. Denn auch wenn eine Erweiterung zu Beginn tadellos funktioniert hat, könnten sich mit der letzten Aktualisierung Fehler eingeschlichen haben, die sich negativ auf die Performance des Systems auswirken. Auch hier gilt der Leitsatz: Weniger aktive Plugins minimieren die Ausführungszeit der Artikelseiten (und steigern übrigens zugleich die Sicherheit).

Für eine generelle Temposteigerung empfiehlt sich der Einsatz eines der mittlerweile sehr ausgereiften Caching-Plugins, die dynamische Blogseiten in statisches HTML umwandeln und so zeitintensive Datenbankzugriffe und Parsing-Prozesse einsparen. Meist bringen sie zugleich weitere interessante, gewinnbringende Techniken mit, wie zum Beispiel GZIP-Komprimierung oder Gruppierung der CSS- und JavaScript-Dateien. Empfehlenswert sind hier Web Optimizer [2], W3 Total Cache [3] und WP Super Cache [4].

Verspricht keine der Methoden eine Besserung, lohnt sich nicht selten ein Blick in die Firefox-Erweiterung Firebug [5]. Wer sie noch nicht kennt: Seitenelemente werden samt Ladezeiten übersichtlich aufgelistet und stehen so für eine detaillierte Analyse zur Verfügung. Im Nu kann man feststellen, ob nicht in Wirklichkeit beispielsweise der Server lahmt. Auch der Artikel „High-Performance-Websites“ ab Seite 83 liefert wichtige Tipps.

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8 Antworten
  1. von Dustin Klein am 29.11.2009 (12:34 Uhr)

    Sehr schöner Beitrag in der Print-Ausgabe!

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  2. von XAVA Media am 09.04.2010 (19:05 Uhr)

    Ein weiteres geeignetes CMS-System ist aus meiner Sicht TYPOlight. Wir haben damit bis jetzt sehr gute Erfahrungen gemacht, sowohl bei unser eigenen Webseite, als auch bei den unserer Kunden.

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  3. von Tobbi am 09.04.2010 (20:07 Uhr)

    Guter Beitrag, dankeschön :)

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  4. von Suchmaschinenoptimierung am 31.05.2010 (17:47 Uhr)

    Sehr schöner Beitrag in der Print-Ausgabe!

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  5. von Dallmeier am 06.09.2010 (11:50 Uhr)

    Ich habe noch nicht so recht die Funktionsweise von wpSEO verstanden. Das ist zwar nicht der Beitrag des Artikels, aber indirekt kann dieses Tool die beschriebenen Thematiken umsetzen. Schaltet sich das Tool automatisch ab, wenn die monatlichen Abos gekündigt würden?

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  6. von Kevin Lieser am 27.09.2010 (13:29 Uhr)

    Nutze an sich immer das AllInOneSeoPack.
    Daher auch nur eine Erweiterung :)

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  7. von Jopen-Online Webdesign am 16.02.2011 (23:16 Uhr)

    Interessantes Thema, vor allem, wenn man so wie ich noch relativ neu in der Materie ist. Für die Suchmaschinenoptimierung habe ich mir auf meinem Wordpress-Blog http://www.projekt-jow.de ein SEO-Plugin installiert, welches eigentlich schon fast alles alleine übernimmt :)

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  8. von seo schweiz am 28.09.2011 (03:50 Uhr)

    The details are delivered in such a way that I have retained it into my memoir. Impressive blog post.

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