Das semantische Web
Der beschriebene Missstand ist keineswegs neu und wird schon lange als Problem wahrgenommen. Zwar hat es Google inzwischen quasi geschafft, das Suchmonopol an sich zu ziehen – über 90 Prozent aller Suchanfragen in Deutschland werden dort gestellt und bearbeitet. Allerdings ändert das nichts an dem Problem, dass ein Großteil der Ergebnisse unbrauchbarer Ballast ist. Und die Dringlichkeit einer Lösung nimmt weiterhin zu, denn das sowieso schon große Angebot im Web wächst exponentiell.
Derzeit nehmen sich renommierte Forschungseinrichtungen der Aufgabe an und versuchen, aus dem Informationswirrwarr logische und semantische Zusammenhänge zu extrahieren. So sollen die Inhalte nicht nur maschinenlesbar, sondern auch maschinenverstehbar sein. Das Ziel ist ein semantisches Web, das irgendwann in der Lage ist, eine konkrete Frage mit einer konkreten Aussage zu beantworten. Die Frage nach der Höhe eines bestimmten Berges würde also beispielsweise mit einer genauen Angabe in Metern erwidert. Was zunächst leicht klingen mag, ist durchaus schwierig, denn es geht um nichts anderes als die unendliche Variationsvielfalt der menschlichen Sprache, mit der das Wissen transportiert wird. Bisher hat man es den Maschinen leidlich beigebracht, die Syntax eines geschriebenen Satzes zu verarbeiten. Der Sinn und die Bedeutung bleiben ihnen sicherlich noch eine ganze Weile fremd, weshalb Maschinen für die intuitive Benutzung durch den Menschen weiterhin ungeeignet bleiben.




![iWatch 2: So könnte die Apple Uhr aussehen [Bildergalerie]](http://t3n.de/uploads/t3n-news-post-363391_iWatch-2-Concept-ADR-1_medium.jpg)

