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Entscheidungshilfe für iPhone-Entwickler: iPhone Apps – Nativ oder als Web-App?

Aus dem
t3n Magazin Nr. 18

12/2009 - 02/2010

Fällt die Entscheidung für das iPhone zu entwickeln, sollte man sich die Frage stellen, ob die Anwendung als native Applikation oder als WebApp programmiert werden soll. In der Praxis wird dieser Entscheidung allerdings zu selten Aufmerksamkeit geschenkt, denn viele Entwickler kommen gar nicht erst auf die Idee, eine Anwendung als WebApp zu bauen. Die Entscheidung für eine native Applikation ist aber nicht in jedem Fall die richtige.

Bei WebApps denken viele erst einmal an Websites, die für das iPhone angepasst wurden. 3D-Effekte, schnelle Ladezeiten, Datenspeicherung und ein Benutzerinterface, das sich an dem iPhone-Betriebssystem orientiert, bringt man dagegen selten in Zusammenhang mit HTML-Seiten in einem Browser.

In der t3n-Serie „Webentwicklung für das iPhone“ [1] wurde bereits darauf eingegangen, dass derartige Features sehr wohl mit HTML, CSS und JavaScript in einem Webbrowser machbar sind. CSS3 mit Transitions und Animations für die 3D-Effekte, Cache-Manifest für die schnellen Ladezeiten, Offline-Datastorages in HTML5 für die Datenspeicherung und geschickte Seitengestaltung unter anderem mit Frameworks wie iUI [2] und ganz neu jQTouch [3] für die geschmeidige Benutzeroberfläche im Apple-Style – die Technologien zur Entwicklung von Web-Applikationen, die sich wie native Applikationen verhalten, stehen zur Verfügung. Und das Wichtigste: sie funktionieren.

Aber wann setzt man das eine und wann das andere ein? Eine Art von Anwendung, die bisher reichlich im AppStore vertreten war, fällt nun ganz klar in die WebApp-Kategorie: Anwendungen, die nur den Zweck hatten, über das GPS-Modul die aktuelle Position zu bestimmen um das Ergebnis an eine Website weiterzuleiten, die dann im Browser weiterlief. Mit der Einführung der JavaScript-API zur Geolokalisierung kann nun auch der Browser die Geo-Daten des iPhones abfragen und an die Web-Anwendung weiterleiten.

Das liebe Geld

Eine wichtige Überlegung bei der Entscheidung ist die Frage nach dem Umsatz. Soll die Applikation Geld einbringen? Am Besten direkt durch den Verkauf der Applikation? Keine Frage, hier kommt nur eine native Applikation in Frage, die sich über den AppStore zu barer Münze machen lässt. Zumal Apple alles übernimmt, von der Verfügbarkeit im Store bis hin zum Inkasso. Dafür behält Apple 30 Prozent des Kaufpreises der Software, aber auch mit 70 Prozent der Einnahmen lässt sich gut leben. Die Distribution einer WebApp ist dagegen nur unter erhöhtem Aufwand zu betreiben. Klarer Punktsieg für eine native Applikation.

Auf der anderen Seite muss man registrierter Entwickler im Apple-Developer-Programm [4] sein, was 80 Euro im Jahr kostet. WebApps lassen sich kostenlos vertreiben, da dazu keine Mitgliedschaft im Developer-Programm nötig ist. Eine Möglichkeit, mit einer WebApp Geld zu verdienen, besteht zum Beispiel in der Vermietung von Werbeflächen. Ein Vorteil auch hier für die WebApp, da die Einnahmen nicht mit Apple geteilt werden müssen. Über geschlossene Benutzergruppen lassen sich, ähnlich der In-App-Käufe der nativen Anwendungen, auch Abonnements verwirklichen.

Mit dem noch jungen Framework jQTouch können Entwickler iPhone-WebApps mit Benutzeroberflächen im Apple-Look realisieren.
Mit dem noch jungen Framework jQTouch können Entwickler iPhone-WebApps mit Benutzeroberflächen im Apple-Look realisieren.

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Eine Antwort
  1. von mobile marketing apps am 26.09.2011 (12:50 Uhr)

    Natürlich ist die Frage native oder Web App immer abhängig davon, auf welche Funktionen besonderer Wert gelegt wird und wozu die Applikation entwickelt wird.
    Ich persönlich aber bevorzuge mobile Web Apps, die sich ja aufgrund der neusten Technologien und Standards auch immer mehr den nativen Apps annähern und sie zunhemend in den Hintergrund drängen.
    Ich bin aufjedenfall gespannt, welche Entwicklungen in Zukunft noch auf uns warten und wo uns die Technik hinführt.
    Dazu sammle ich in meinem Blog interessante Infos rund ums Thema: mobile-marketing.wordpress.com

    Viele Grüße

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