Nach dem ersten Start präsentiert sich Ubuntu 6.06 optisch verfeinert. Nach der vielen Kritik an dem bisher vorherrschenden Braun dominieren in dem aktuellen Release Orange- und Karamelltöne. Ansonsten ist auf den ersten Blick wenig Neues zu finden. Durch das neue GNOME startet der Desktop wesentlich schneller, viele Softwarepakete wurden aktualisiert. Einschneidende Veränderungen im Umgang mit Dapper Drake sind nicht vorhanden, aber größtenteils auch nicht nötig gewesen.
Großartige Veränderungen stehen erst mit dem Nachfolger „Edgy Eft“ an, der im Oktober dieses Jahres erscheinen soll. Erst dann sollen Dinge wie die Virtualisierung Xen oder der neue Desktop XGL integriert werden. Apropos XGL: Schon jetzt sind Pakete dafür vorhanden und für Bastler ist es kein Problem, diesen innovativen aber auch verspielten Desktop zu installieren. Auf einer modernen Grafikkarte dürfte die Installation keine Schwierigkeiten bereiten [3].
Fazit
Wenn Sie mit ihrer bisherigen Ubuntu-Installation zufrieden sind, dann spricht nichts dagegen diese weiterzuverwenden. Kostenlose Bugfixes und Updates erhalten Sie ohnehin 18 Monate lang. Andererseits bietet Dapper Drake eine Basis, die besondere Unterstützung genießt und mit der Sie auf Jahre hinaus ein Produktivsystem an die Hand respektive auf den Rechner bekommen. Updates und Bugfixes werden für drei Jahre angeboten. Unternehmen sei aus diesen Gründen dringend angeraten, die aktuelle Version zu installieren. Der Nachfolger ist schon jetzt als Spielwiese für die Entwickler ausgerufen und dürfte niemals den Grad an Stabilität erreichen, den Dapper bereits hat.


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