Diese 15 Teststellungen wurden mit den Tools jMeter (Frontend) und Selenium (Backend) auf die erwartete Anzahl gleichzeitiger Besucher-Sessions „multipliziert“, sodass das System unter realitätsnaher Belastung getestet und die Performance mit dem Monitoring-Tool Ganglia gemessen werden konnte.
Das Open-Source-Tool Ganglia führt zentrale Performance-Messungen aller Server und Komponenten durch.
Daraus ergaben sich verschiedene Maßnahmen zur Performance-Steigerung wie der Einsatz von eAccelerator statt Zend Optimizer, der Tausch von Apache1 gegen Apache2, die Verwendung von Squid 2.6 statt 2.4, ein MySQL-Tuning (Konfiguration & Indizes), eine Optimierung der Datenbankanfragen von Extensions und TypoScript sowie diverse Konfigurationsanpassungen der Caching-Parameter. Mit diesen Änderungen konnte die Performance soweit gesteigert werden, dass das System voll dynamisch bis zu 400 Seiten/Sekunde ausliefern kann. Damit hat die Website ausreichende Reserven, um weiter ausgebaut zu werden.
Die verwendeten Scripts und Tools wie jMeter, Selenium und Ganglia bewiesen ihre Nützlichkeit nicht nur bei den Lasttests, sondern erlauben nun auch im Produktivbetrieb die Langzeitbeobachtung der Performance einzelner Komponenten.
Die Performance-Sorgen bei Liveübertragungen von Sport-Events (250 PIs/Sekunde) konnten durch realitätsnahe Tests schon vor dem Launch beseitigt werden. Zweifel bezüglich der Backend-Performance bei 30 zeitgleich arbeitenden Redakteuren wurden zusätzlich durch die Selenium-Tests aus dem Weg geräumt.
Virtualisierung statt Server-Friedhof
„Hoch performant, sehr flexibel, extrem zuverlässig, viel Luft für die Zukunft und eine einfache zentrale Wartung“, so wurden die Anforderungen an die neue Hardware beschrieben. Das alte CMS wurde auf zwei getrennten Server-Farmen (Redaktion und Produktion) mit mehr als 12 einzelnen Servern betrieben. Die Wartungskosten stiegen dabei direkt mit der Anzahl der Server. Daher wurde ein neues Hardware-Konzept für sport1.at beschlossen.
Die Entscheidung fiel nach ausführlicher Planung zugunsten redundant ausgelegter Hardware, ganz konkret ein IBM System p5 Modell 550 (& Modell 520 als Backup). Diese IBM-Server bieten neben qualitativ hochwertiger und redundanter Hardware-Ausstattung sowie echter Virtualisierung auch den bemerkenswerten Service, dass auftretende Störungen oder Probleme der Hardware automatisch an den Hersteller gemeldet und zumeist von diesem gelöst werden, noch bevor der Betreiber die Probleme bemerkt.







