Mit dem Wechsel auf TYPO3, dem Redesign und der Neustrukturierung der Website, zusätzlichen neuen Funktionalitäten und der erwarteten Steigerung der Anwenderzahlen war zum Zeitpunkt der Hardwareplanung eine exakte Abschätzung der benötigten Hardware-Ressourcen im Detail nicht möglich. Insbesondere die Lastverteilung auf Datenbank-, Applikations-, File- und Reverse-Proxy-Server in Bezug auf CPU-, RAM- und Storage-Anforderungen konnte vor der Inbetriebnahme nur geschätzt werden. Bei einem klassischen Multi-Server-Setup werden nachträglich festgestellte Ressourcen-Engpässe meist durch zusätzliche Hardware kompensiert. Das verursacht neben den Kosten für die neue Hardware mitunter auch eine Downtime, zumindest aber einiges an Aufwand und einen erhöhten Wartungsaufwand.
Flexibilität und Leistung
Im gewählten virtualisierten Setup mit IBM System p werden ungenutzte Ressourcen (CPU/RAM) automatisch oder manuell dorthin verlagert, wo sie benötigt werden. Damit erreicht man nicht nur eine höhere Flexibilität im täglichen Betrieb, sondern sorgt auch dafür, dass es weder zu unter- noch zu überforderten Einzelapplikationen kommt. Darüber hinaus erhöht sich die Gesamtperformance der Applikationen, da Flaschenhälse vermieden werden und die Gesamtleistung des Systems besser genutzt wird.
Die Virtualisierung auf IBM System p erlaubt dabei eine komplette Trennung der Applikationsbestandteile: Proxy-, Web-, Datenbank- und File-Server in jeweils einzelnen logischen Partitionen (LPARs) innerhalb eines physischen Servers. LPARs entsprechen damit getrennten Servern und können unabhängig voneinander für den jeweiligen Zweck installiert, angepasst, konfiguriert und deren Performance getrennt beobachtet werden.
Wie erwartet zeigten die einzelnen LPARs in der Produktion ein etwas anderes Lastverhalten als ursprünglich geplant. Tatsächlich benötigten der Proxy- und der Fileserver weniger CPU und RAM, als ihnen zugesichert wurde. Diese Ressourcen können nun von Web- und Datenbankserver genutzt werden. Die dafür notwendigen Änderungen an garantierten CPU-, Memory- und Disk-Ressourcen wurden dabei, dank Virtualisierung, im laufenden Betrieb über die so genannte Hardware-Management-Console (HMC) durchgeführt.






