„Das Internet hat mit Webhostern und ISPs eine komplett neue Industrie entstehen lassen, deren Erfolg weitestgehend auf Open-Source-Software basiert“, so der Experte. Immerhin beherbergen deren Rechenzentren weltweit 1,5 Milliarden E-Mail-Konten und den Großteil der 150 Millionen Websites. „Nahezu alle Server arbeiten mit dem LAMP-Stack aus Linux, Apache, MySQL und PHP“, betont Laguna.
Der Geschäftsführer von Open-Xchange rechnet in den nächsten Jahren mit zahlreichen neuen Webapplikationen in Java, Perl, Ruby oder Python, die auf dem LAMP-Stack aufbauen und die sich nahtlos in die Open-Source-DNA der Internetdienstleister integrieren. „Ein erstes Beispiel hierfür ist Open-Xchange, das dank Software-as-a-Service (SaaS) die Zahl seiner Nutzer in diesem Jahr auf acht Millionen vervierfachen konnte.“
Indirekt bestätigen auch die Marktforscher von Forrester Research diesen Trend. Von der aktuellen Krise profitiere vor allem der „E-Tail“, also der Online-Vertrieb von Produkten, während sich besonders in den USA die Retail-Industrie noch wenig gewappnet zeige. Insbesondere Social-Shopping-Initiativen im Zuge von Web-2.0-Technologien dürften einen weiteren Aufschwung erleben.
Ähnlich sieht dies auch Gartner. Die Analysten prognostizieren, dass in vier Jahren rund 90 Prozent aller Unternehmen direkt oder indirekt Open-Source-Lösungen in ihre betrieblichen Prozesse eingebettet haben. Einige Experten sehen gar das Ende klassischer Software-Systeme in Unternehmen herannahen. Ob sich die zahlreichen Web-2.0-getriebenen SaaS-Anwendungen aber auf die Dauer erfolgreich etablieren, steht natürlich auf einem anderen Blatt.




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