Als Firefox vor zwei Jahren die Bühne betrat, hat er frischen Wind in die bis dahin von Microsofts Internet Explorer beherrschte Browserlandschaft gebracht. Seine übersichtliche Benutzerschnittstelle, verständliche Konfigurationsoptionen [1], viele nützliche Funktionen wie die Keyboard-Shortcuts [2], die das Surfen bequemer machen, und vor allem seine größere Sicherheit haben die Monopolstellung des Internet Explorers erschüttert. Aktuellen Statistiken zufolge verwenden weltweit inzwischen über 10 Prozent der Anwender Firefox. In Deutschland sollen es sogar über 30 Prozent sein.
Mit Firefox 2.0 legt die Mozilla-Gemeinschaft jetzt eine neue Major-Version des Open-Source-Browsers vor. Das verdient besondere Aufmerksamkeit, da Microsoft fast zeitgleich eine neue Version des Internet Explorers herausbringt. Der Internet Explorer 7 zeigt, dass man sich den Konkurrenten in Redmond genau angesehen hat. Mit Registerkarten, Feeds und einer integrierten Websuche bietet er viele der Features, die Firefox bei Anwendern beliebt gemacht haben. Und die vollkommen überarbeitete Benutzerschnittstelle, die endlich mit der überflüssigen Funktionalitätsverdopplung durch Menü- und Symbolleiste aufräumt, hat sicher das Zeug dazu, einen Paradigmenwechsel bei der Gestaltung grafischer Benutzerschnittstellen einzuläuten. Um es vorwegzunehmen: Firefox 2.0 kommt nicht als Revolution, sondern als gemäßigter Fortschritt. Es gibt viele kleine Änderungen an bewährten Funktionen und nur wenig komplett neue Features.
Benutzerschnittstelle
Die Benutzerschnittstelle wurde nur moderat geändert: neu gestaltete Buttons, abgerundete Ecken für Adress- und Suchleiste, ein in die Adressleiste integrierter Go-Button. Mehr mutet man den Anwendern nicht zu. Den neuen Internet Explorer vor Augen kann das fast etwas enttäuschend wirken.
Lars Schulten







