Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Service- und Support-Dienstleistungen auch für grundsätzlich geeignete Open-Source-Projekte nicht mehr das Allheilmittel für die Generierung signifikanter Umsätze sind. Um einen Wartungsvertrag abschließen zu können, muss man zum einen den potenziellen Kunden nachweisen, dass man die kostengünstigere Lösung gegenüber deren Inhouse-Support ist, und zum anderen muss man deutlich mehr Kompetenz als der Wettbewerb bieten – am besten belegbar durch konkrete Projekterfahrungen und Referenzen.
Hosting und Administration
Das Modell „Software as a Service“: Firmen können SugarCRM professionell (und kostenpflichtig) hosten lassen.
Eine vielversprechende Einnahmequelle für Entwickler und Anbieter von Open-Source-Software ist das Hosting und die Administration der Software für die Nutzer. „Software as a Service“ (SaaS), wie die Kombination aus Hosting und Administration gern genannt wird, ist deshalb interessant, weil hier ein Bündel von Services mit einer großen Wertschöpfung und einem hohen Komfortfaktor geschnürt wird. Eine attraktive Preisgestaltung vorausgesetzt, sind daher erfahrungsgemäß auch sparsame Nutzer bereit, für dieses Leistungspaket eine monatliche (oder jährliche) Gebühr an den Anbieter zu zahlen.
SaaS setzt sich meist aus diesen Leistungen zusammen:
- die Bereitstellung der vorinstallierten und vorkonfigurierten Software auf einem (oder mehreren) Server(n)
- die Bereitstellung der erforderlichen Internet-Bandbreite für den Zugriff durch den Nutzer
- die Überwachung der Software auf Verfügbarkeit, Funktionsfähigkeit und Performance
- die Überwachung der Hardware auf Auslastung der Ressourcen
- das Einspielen von Security-Fixes, Bug-Fixes, Updates und Upgrades
- die Aktualisierung des zugrundliegenden Software-Stacks
- der Austausch von defekten Hardware-Komponenten
- das Anlegen von Datensicherungen
- die Analyse der Log-Dateien auf Auffälligkeiten
Doch Vorsicht: Die Kompetenzen, die man als SaaS-Anbieter benötigt, sind andere als die, die für die Entwicklung von Software erforderlich sind. Wer noch keine Erfahrungen mit dem Hosting und der Administration einer größeren Anzahl von Servern gesammelt hat, muss sich dieses Know-how entweder erst intern aufbauen oder einen erfahrenen, externen Partner finden, mit dem er auf diesem Gebiet zusammenarbeitet, um akzeptable Werte für Verfügbarkeit, Durchsatz und Latenz des SaaS-Angebotes zu erzielen.




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