von Martin Aschoff, 02.12.2008

Welche Ansätze wann funktionieren (und welche nicht): Geschäftsmodelle für Open-Source-Unternehmer

Aus dem
t3n Magazin Nr. 14

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Wichtig ist für einen SaaS-Anbieter außerdem eine extreme Kostenkontrolle, damit die Preisgestaltung wirtschaftlich ist. So muss man Themen wie Load-Balancing, Server-Virtualisierung, Plattform-Konsolidierung, automatisierte Überwachungs- und Eskalationsprozesse sowie Energieverbrauch voll im Griff haben, um ein kostengünstiges Angebot zusammenstellen zu können – womit wir wieder bei den Kompetenzen wären.

Anpassung und Entwicklung

Für den Nutzer einer Software hat sie nur selten exakt die Funktionalität, die er sich wünscht. Dies gilt natürlich auch für Open-Source-Software. Daher muss ein Nutzer entweder mit den Limitierungen der Software leben, sie an seine Bedürfnisse anpassen oder die fehlende Funktionalität selbst hinzufügen.

In letzterem Fall stellt sich dem Nutzer die grundsätzliche Frage, ob er dies intern selbst umsetzen sollte (sofern geeignetes Personal vorhanden ist) oder ob er den Auftrag extern vergibt – vorzugsweise an den Entwickler oder Anbieter der Software. Die Inhouse-Anpassung und -Entwicklung hat für den Nutzer den Vorteil, dass sie in der Regel preisgünstiger ist – vorausgesetzt, der Nutzer beschäftigt Personal mit dem erforderlichen Know-how, um das Projekt erfolgreich abzuschließen. Auch Change Requests lassen sich bei einer Inhouse-Entwicklung schnell und unbürokratisch umsetzen.

Demgegenüber hat das Outsourcing von Anpassung und Entwicklung den Vorteil, dass das Projekt schneller abgeschlossen werden kann (sofern die internen Kapazitäten des Nutzers ausgelastet sind), weil der Auftragnehmer in der Regel viel tiefer im Thema steckt, größere personelle Ressourcen bereitstellen kann und an einer zügigen Umsetzung und Bezahlung interessiert ist. Zudem muss der Auftraggeber, wie es bei Entwicklungsaufträgen üblich ist, nur im Erfolgsfall zahlen. Er geht also kein finanzielles Risiko ein. Außerdem kann ein Auftragnehmer, der schon mehrere vergleichbare Projekte durchgeführt hat, oft wertvolle Ideen und Erfahrungen in ein solches Projekt einbringen.

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