Letzteres ist speziell für Netzbetreiber von Interesse, die Geräten stets ihren Stempel in Form von Erscheinungsbild und Applikationen aufdrücken wollen. Änderungen können, müssen aber nicht an die Community zurückgegeben werden. Da jedoch alle Beteiligten von einer gemeinsam gepflegten Plattform profitieren, ist davon auszugehen, dass ganz nach dem Vorbild anderer Open-Source-Projekte in Zukunft viele Augen auf den Android-Quellcode schauen und die Plattform mit Bugfixes und neuen Features versehen wird. Kürzere Entwicklungszyklen und geringere Herstellungskosten für Geräte dürften die Folge sein. Für Anwendungsentwickler resultiert die Offenheit von Android primär in sehr weitgehenden Freiheiten. Entwickelt wird in Java. Praktisch die gesamte Hardware eines auf Android basierenden Mobiltelefons steht einer Anwendung dabei zur Verfügung. Das schließt den Umgang mit Anrufen, SMS und dem Internet ebenso ein wie die Nutzung von Kamera, GPS, Kompass oder Beschleunigungssensor. Für alle diese Komponenten existieren bereits in der ersten Version der Plattform klar definierte APIs. Setzt man zudem eine gewisse Marktdurchdringung von Android voraus (die sich natürlich erst noch einstellen muss), dann hat die Plattform das Potenzial, das leidige Fragmentierungsproblem, mit dem Entwickler mobiler Anwendungen kämpfen, zu lösen oder wenigstens zu lindern.
Im Unterschied zu anderen Plattformen ist das Entwickeln von Android-Applikationen nicht an Bedingungen oder Kosten geknüpft. Als Distributionskanal steht der „Android Market“ zur Verfügung, der ebenfalls wenig bürokratisch daherkommt und statt auf zentrale Kontrolle lieber auf öffentliche Bewertungsmechanismen à la Amazon setzt. Der Market ist in einer Beta-Version bereits auf dem G1 enthalten. Anwendungen können damit in der endgültigen Version sowohl kostenlos als auch kommerziell vertrieben werden.




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