von Jörg Pleumann, 02.12.2008

Android: Einblicke in Googles offene Mobiltelefon-Plattform

Aus dem
t3n Magazin Nr. 14

Jetzt kaufen

Androids Architektur setzt auf ein klassisches Schichtenmodell. Auf einem Linux-Kernel setzen zahlreiche Open-Source-Komponenten auf.

Androids Architektur setzt auf ein klassisches Schichtenmodell. Auf einem Linux-Kernel setzen zahlreiche Open-Source-Komponenten auf.

Die nächsthöhere Schicht bildet das Application Framework, das ebenfalls in Java realisiert ist. Das Application Framework ist die eigentliche Essenz von Android. Es enthält alles, was zum Bau eines – potenziell Touchscreen-fähigen – GUIs benötigt wird. Gleichzeitig kümmert es sich um den Lebenszyklus von Applikationen. Deklarative XML-Layouts und entsprechende Layout-Manager sorgen für eine einfache Entwicklung von GUIs, die sich an Größe und Orientierung des Bildschirms anpassen. Ein Komponentenmodell, das die Nutzung von Teilen einer Anwendung (so genannten „Aktivitäten“) in anderen Anwendungen ermöglicht, fördert einen Mashup-artigen Entwicklungsstil. In der obersten Schicht finden sich schließlich die verschiedenen Anwendungen wieder.

Entwicklung von Anwendungen

Android-Anwendungen können in einer beliebigen Java-Entwicklungsumgebung entwickelt werden, wobei Eclipse-Nutzer momentan etwas im Vorteil sind, da sie in den Genuss einiger hilfreicher Plugins kommen. Darüber hinaus ist nur ein normaler Java-Compiler (mindestens Version 1.5) nötig. Der nächste Schritt ist allerdings Android-spezifisch: Der vom Compiler erzeugte und auf eine Java-Maschine zugeschnittene Bytecode wird mit Hilfe eines speziellen Konverters in Bytecode für die Dalvik-Maschine übersetzt und gleichzeitig optimiert. Das Ergebnis wird – wie im Java-Umfeld üblich – verpackt, mit einem Manifest versehen und zur Ausführung auf einem Gerät installiert.

Seite:  1 2 3 4 5

Empfohlene Artikel