Metadaten, Ontologien und URIs

Diese beginnt mit der Annotation von Dokumenten, beispielsweise durch Verschlagwortung (Tagging). Dabei generierte Metadaten beschreiben nicht nur das Dokument selbst, sondern auch die Relationen, wie Dokumente miteinander in Beziehung stehen. Zusätzlich können nicht nur Dokumente, sondern auch einzelne Abschnitte, Begriffe, Entitäten und ihre Relationen annotiert werden, was die Genauigkeit der Beschreibung und gleichzeitig die semantische Reichhaltigkeit eines Dokuments erhöht.

Zur Vermeidung von Namenskonflikten muss jedoch jedem Objekt eine eindeutige Kennung zugeordnet werden. Dieser so genannte Uniform Resource Identifier (URI) stellt sicher, dass es zu keinen Verwechslungen zwischen Objekten und/oder Relationen kommt. Semantische Eindeutigkeit wird dadurch möglich.

Verwaltet werden die Metadaten und ihre Relationen mittels so genannter Ontologien. Das sind Modelle, die vergleichbar sind mit relationalen Datenbanken. Dabei sind sie jedoch weitaus flexibler und geben eine Ordnungsstruktur vor, die es der Maschine ermöglicht, sinnvolle Zusammenhänge zu erkennen und den Kontext zu erkennen, aus dem sich ein Nutzer einem Thema annähert.

Das Schaubild zeigt, wie das SIOC-Projekt Verbindungen zwischen Social Communitys schaffen will.
Das Schaubild zeigt, wie das SIOC-Projekt Verbindungen zwischen Social Communitys schaffen will.

Eine Schlüsselfunktion des ist die Herstellung „semantischer Interoperabilität“. Diese wird über die Verwendung einheitlicher syntaktischer Metadaten- und Ontologie-Standards gewährleistet. Vergleichbar mit HTML hat das World-Wide-Web-Konsortium in den vergangenen Jahren eine Reihe solcher Standards verabschiedet. Mit RDF (Resource Description Framework) [1] und OWL (Web Ontology Language) [2] sind die technologischen Bausteine des Semantic Web bereits vorhanden und halten sukzessive Einzug in unterschiedlichste Anwendungsbereiche. Eine Reihe von spezialisierten Vokabularien wie zum Beispiel SKOS (Simple Knowledge Organisation System) [3], FOAF (Friend of a Friend) [4] oder SIOC (Semantically Interoperable Online Communities) [5] bieten eine Reihe von Möglichkeiten, um die Ausdruckskraft semantischer Daten zu erweitern und für bestimmte Zwecke wie Wissensorganisation, Social Networking oder Community Management einzusetzen.

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