Was semantische Technologien können
Mit der zunehmenden Verfügbarkeit semantisch angereicherter Daten werden Suchergebnisse präziser und für den Endnutzer brauchbarer. Suchmaschinen basieren dann nicht mehr nur auf Schlagwörtern, sondern explorieren „Konzepte“, d.h. Bedeutungsräume, die unterschiedliche Zugänge zu einem Thema erlauben und zwischen unterschiedlichen Typen von Information unterscheiden können. Online-Shop-Betreiber sind dann in der Lage, ihre Produkte präziser zu beschreiben und zu katalogisieren. Beispiel: Im Falle einer Fahrradmanufaktur kann jedes Produkt mittels mehrerer RDF-Tags wie Farbe, Größe, Einsatzgebiet, Wartungsintensität, Können, Zahlungsbereitschaft und Verbundenheit mit anderen Produkten beschrieben werden. Diese Tags beinhalten die Kontextinformation, die für die Kaufentscheidung des Kunden relevant ist. Suchmaschinen werden damit zunehmend zu Empfehlungssystemen, die auf individuelle Bedürfnisse reagieren und einen personalisierten Zugang zu Information gestatten.
Dies wird auch dadurch begünstigt, dass auf Basis der semantischen Interoperabilität externe Daten kosteneffizienter integriert werden können und eine neue Qualität von Mashups ermöglichen. Daten müssen damit nicht mehr notwendigerweise in einer eigenen Datenbank vorrätig gehalten werden, sondern können direkt aus dem Web abgerufen und integriert werden. Ein aktuelles Beispiel ist etwa DBPedia Mobile [6], eine mobile Applikation, die Daten aus unterschiedlichen Quellen zu neuen Services verdichtet. Die Grundlage dafür ist das „Linking Open Data Project“ des W3C [7]. Mit mehreren Milliarden Datensätzen, die sich aus Quellen wie Wikipedia, Flickr, Geonames, EuroStats, US Census, CIA World Factbook, BBC und anderen speisen, stellt die „Open Data Cloud“ [8] das derzeit größte offene Daten-Repository der Welt dar. Alle Daten sind mittels RDF einheitlich beschrieben und lassen sich dadurch in entsprechende Anwendungen integrieren.






