von Tassilo Pellegrini, 02.12.2008

Fortschritt mit (r)evolutionärem Potenzial: Grundlagen des Semantic Web

Aus dem
t3n Magazin Nr. 14

Jetzt kaufen

Kritik dieser Art ist ernst zu nehmen, denn sie bringt nicht nur die berechtigte Skepsis, sondern auch die relevanten Problembereiche zum Ausdruck. Zudem relativiert sie die teilweise unreflektierte Technologie-Euphorie und den Machbarkeitsfetisch der Technik-Geeks. Allerdings sei auch angemerkt, dass viele kritische Stimmen nicht differenziert argumentieren und ein vielschichtiges und facettenreiches Phänomen pauschal ablehnen. Wie so oft liegt hier der Weg in der Mitte und die Lösung im gesellschaftlichen und unvoreingenommenen Diskurs.

Resümee: „A little semantics goes a long way“

Die Frage ist nicht, ob das kommen wird, sondern nur in welcher Form. Grundsätzlich gilt: „A little semantics goes a long way“, also nicht die technischen Möglichkeiten, sondern der sinnvolle und reflektierte Einsatz entscheiden über den Nutzen und die Akzeptanz von Semantic-Web-Technologien. Oft bringen hierbei kleine Schritte mehr Benefit als die großangelegte Offensive.

Zusätzlich wird das Semantic Web nur dann erfolgreich sein, wenn es seine immanente Komplexität „unter der Motorhaube“ verbirgt und der Endnutzer davon unbelastet bleibt. Doch dies sind nur Symptome von Kinderkrankheiten und keine tiefliegenden konzeptionellen Defizite.

Semantic Web ist eine generische Technologie und eine inkrementelle Innovation, die sich schrittweise in unserem Alltag etablieren wird. Denn Semantic Web bedeutet für das Unternehmen ebenso wie den Endnutzer in erster Linie technologische Planungssicherheit und Unabhängigkeit von technologischen Lock-Ins oder proprietären Sackgassen. In anderen Worten: Semantic Web hilft nicht nur dort, wo wir den Wert von Information bereits kennen, sondern vor allem dort, wo wir das (noch) nicht tun.

Weitere Artikel zu Semantic Web



Empfohlene Produkte

Softlink 2205

Links und Literatur

Seite:  1 2 3 4 5 6 7