Dass sie Things für die Mac-Plattform entwickeln, war dabei recht früh klar. Das sei vor allem eine „persönliche Präferenz“, weil Hardware und Betriebssystem eine große Inspirationsquelle seien und hohe Standards setzten, erklärt Werner Jainek.
Viel Mühe stecken die Things-Macher in die Beschränkung, ins Weglassen. „Wenn man versucht, alles in ein Programm zu packen, kann man es nur halbherzig machen“, so Jainek, der mit Jürgen Schweizer den Code entwickelt. Ein Beispiel sei der beim Mac OS mitgelieferte Kalender „iCal“: Er sei für seine Hauptaufgabe sehr gut geeignet. Mit den ebenfalls darin zu findenden To-do-Listen könne man hingegen als Nutzer nur beschränkt etwas anfangen. Deshalb soll sich Things auf ein Thema konzentrieren: „Wir wollen nur Aufgaben verwalten, das ist unser Hauptpunkt. Da versuchen wir jetzt, die besten Tools zur Verfügung zu stellen.“ Von diesem Kern des Programms brauche man eine gute Vorstellung. „Nur dann kann man beurteilen, ob man sich mit einem neuen Feature zu weit davon entfernt.“
Funktionen des Programms
Drei Dinge will Things leisten: Die Nutzer sollen Aufgaben notieren, organisieren und wiederfinden. Die Benutzeroberfläche ist im Wesentlichen zweigeteilt: Links sind diverse Aufgabensammlungen zu sehen, rechts erscheinen die darin enthaltenen Aufgaben als Liste.
Was bei diesem Programm bald auffällt: Es überlässt dem Anwender weitgehend selbst, wie er es nutzt. Things kann für das Selbstorganisationssystem „Getting Things Done“ (GTD) von David Allen [4] eingesetzt werden, zwingt es dem Nutzer aber nicht auf. Wer beispielsweise schnell etwas notieren möchte, ruft den entsprechenden Dialog mit einer Tastenkombination auf, schreibt es runter und speichert es. Die Aufgabe landet automatisch im „Posteingang“. Man kann aber ebenso „Projekte“ anlegen oder „Bereiche“. Der Unterschied: Projekte sind irgendwann abgeschlossen („Wohnzimmer streichen“), Bereiche sind dagegen fortlaufend („Reparaturen“). Zudem gibt es Sammlungen, die sich selbst aktualisieren, beispielsweise alles, was „heute“ zu erledigen ist. Hier landen Aufgaben mit einem entsprechenden Datum. Parallel kann man selbst Aufgaben in diesen Bereich hineinziehen.






