von Jan Tißler, 01.03.2009

Vorgestellt: Hobnox, die Multimediaplattform aus München – „Wir haben uns die Brille des Kreativen aufgesetzt“

Aus dem
t3n Magazin Nr. 15

Jetzt kaufen

Für viel Aufsehen sorgte von Beginn an der Videoplayer von Hobnox. In der Größe und Qualität kannte man Online-Videos bis dahin kaum. Ein Pfund, mit dem die Plattform noch heute wuchert. Über Aktionen wie Förderwettbewerbe machte man sich in der kreativen Community bekannt. Mit den „Hot 100“ gibt es heute einen quasi endlos laufenden Wettbewerb. Eine Besonderheit von Hobnox sind darüber hinaus die redaktionell gepflegten Kanäle. Sie sollen beispielhaft zeigen, wie man sich die Zukunft der Plattform als eine Art kreativ-interaktives Online-TV vorstellt.

Zu den Punkten, die nicht wie erhofft funktionierten, gehörte die internationale Expansion. Das Büro in Boston beispielsweise gibt es nicht mehr. Alexander Gorny erklärt dazu selbstkritisch: „Man muss erst den heimischen Markt richtig aufrollen, bevor man in andere Märkte reingeht.“

Noch stärker als bisher will man nun auf die Kreativen zugehen. Neben solchen Werkzeugen wie dem Audiotool und dem Livetool ist dabei verstärkt an Tutorials und Howtos gedacht. Eine Art „Creative TV“ sei denkbar: Tagsüber gibt es Informationen, abends die Werke der Community-Mitglieder.

Wichtig ist zudem das Stichwort „Collaboration“. Es soll deutlicher werden, dass es auch um kreative Zusammenarbeit auf der Plattform geht. Im Audiotool soll man beispielsweise gemeinsam an Sounds arbeiten können.

Ein anderer Schwerpunkt ist in diesem Jahr eine Tour zu wichtigen Festivals Europas in Sachen Film und Musik. Hier stellt man die eigenen Fähigkeiten den Festivals zur Verfügung – technologisch und inhaltlich.

Eine Spezialität von Hobnox ist das „Audiotool“: Das Flash-Programm bietet eine realitätsnahe Arbeitsumgebung fürs Soundbasteln.

Eine Spezialität von Hobnox ist das „Audiotool“: Das Flash-Programm bietet eine realitätsnahe Arbeitsumgebung fürs Soundbasteln.

Suche nach der perfekten Finanzierung

Natürlich stellt sich bei alldem auch die Frage der Finanzierung. Von der klassischen grafischen Werbung mit Bannern auf der Website ist man bei Hobnox nicht begeistert. Das Geschäft mit Anzeigen in Videos hat sich zugleich nicht so entwickelt, wie noch 2005 von vielen Studien prognostiziert wurde. Video ist beliebt, lässt sich bislang aber nur schwer finanzieren.

Seite:  1 2 3 4

Empfohlene Artikel