Anforderungen und Umsetzung – Ein Erfahrungsbericht
Handy-Shop mit TYPO3

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An E-Commerce-Lösungen für die Mobilfunkbranche werden besondere Ansprüche gestellt. Ein System „von der Stange“ kommt hier nicht in Frage, da die Beziehung zwischen Produkten, Tarifen, Providern und Zubehörartikeln den Rahmen normaler Shop-Systeme sprengt. Soll das Ganze noch mit einem CMS verbunden werden, liegt die Idee einer Umsetzung des Frontends mit TYPO3 als einem der leistungsfähigsten Open-Source-Systeme nicht allzu fern.

Im Jahr 2007 manifestierte sich bei der _dug telecom ag der Wunsch nach einer Ablösung der bestehenden, auf OScommerce basierenden Online-Shop-Lösung, und man begann mit der Entwicklung eines eigenen Shop-Systems. Dieses sollte einerseits genau auf die Bedürfnisse der Mobilfunkbranche zugeschnitten sein und andererseits eine Basis für beliebige Shop-Installationen bilden. Neben dem Shop-Relaunch sollten auch gleichzeitig die eigenen Unternehmensseiten konsolidiert werden.

Die Entscheidung fiel auf die Agentur Votum media und damit zugunsten einer auf TYPO3 basierenden Lösung. Dafür sprachen zum einen die bisherigen positiven Erfahrungen der _dug telecom ag mit Open-Source-Technologien, zum anderen aber auch die technischen Features von TYPO3. Die Möglichkeiten der dynamischen Generierung von Produktabbildungen, das solide TYPO3-eigene Caching, die Möglichkeit der XML-Verarbeitung, das umfangreiche Angebot an bestehenden Extensions und nicht zuletzt die flexible Erweiterung des Grundsystems durch beliebige eigene Extensions waren ausschlaggebend für die Entscheidung. Eine weitere, wenn auch untergeordnete, Rolle spielten die CMS-Funktionalitäten von TYPO3 für die Pflege der Unternehmensseiten.

Shop mit serviceorientierter Architektur im Backend

Das zu implementierende TYPO3-System sollte im Wesentlichen das Frontend für ein zugrunde liegendes Shop-System mit serviceorientierter Architektur (SOA) bilden. Das System ist eine komplette Eigenentwicklung und wurde speziell an die Bedürfnisse der Mobilfunkbranche angepasst. So müssen neben den klassischen Artikeln eines Shops auch die unterschiedlichen Provider und Tarife mitverwaltet werden können. Eine weitere Besonderheit der Branche ist, dass vielen Artikeln mehrere Zubehörartikel zugeordnet sind. Allein die Möglichkeiten der Preisgestaltung inklusive Rabattmöglichkeiten und Sonderaktionen sprengen schon den Rahmen des durchschnittlichen Shop-Systems.

Das Gesamtsystem umfasst daher eine Vielzahl an Einzelsystemen, die als Services zur Verfügung stehen und größtenteils in PHP und Delphi, vereinzelt auch in Java, implementiert sind. Die Kommunikation der einzelnen Services untereinander erfolgt über ein eigenes SOAP-ähnliches Protokoll via XML.

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