Beispiele für mobiles Shopping heute
Dennoch gibt es einige Shops und Produktportale, die unterschiedliche Varianten ihrer Portale anbieten. Bekannte Größen wie beispielsweise amazon.de, otto.de und billiger.de setzen auf schlichte mobile Webseiten, bei denen lange Texte, große Grafiken und unnötige Features abgespeckt wurden.
Gerade für Preisvergleich-Plattformen entsteht durch die mobile Nutzung ein echter Mehrwert, da sich so Produktpreise im Ladengeschäft schnell mit denen hunderter Online-Shops vergleichen lassen. Für die Entwicklung derartiger Templates existieren heute schon gute Beispiele. So gibt es für Online-Shops, die auf dem neuen Shopsystem Magento laufen, seit kurzem ein eigens entwickeltes mobiles Template [3], das sich dem Online-Shop hinzufügen lässt und dem Online-Shopper einen mobilen Kaufprozess ermöglicht. Weitere Shopsoftware-Hersteller werden sicherlich in Kürze nachziehen.
Neben mobilen Websites, die auf mobilen Internet-Browsern laufen, haben renommierte Smartphone-Hersteller auch Plattformen für die Entwicklung eigener Applikationen geschaffen, die als eigenständiges Programm laufen. So hat Amazon kürzlich eine Applikation entwickelt, die sowohl in Apples Appstore (US-Version) als auch im Blackberry Application Center verfügbar ist. Damit hat der Amazon-Kunde nahezu vollen Zugriff auf sein persönliches Produktsortiment und kann sogar einen 1-Click-Checkout durchführen, der in puncto Usability derzeit kaum zu schlagen ist. Ein besonderes Feature der Amazon-Applikation ist die Integration der Kamera in den Produktauswahlprozess.
Ein durchführbares Szenario ist zum Beispiel folgendes: Sie fotografieren die Turnschuhe des Sitznachbarn in der Bahn, laden diese in die Amazon-Applikation hoch und bekommen dann ein Angebot für das entsprechende oder ein ähnliches Turnschuhmodell angezeigt [4]. Bei diesem Szenario wird schnell das Potenzial des mobilen Commerce deutlich.
Native Applikationen klar im Vorteil
Die angesprochenen besonderen Anforderungen an mobile Shopping-Applikationen hinsichtlich Usability führen bislang noch dazu, dass das mobile Surfen hauptsächlich Kommunikations- und Informationszwecken dient. Sobald jedoch technische Schwierigkeiten gelöst sind und beispielsweise ein 1-Click-Shopping möglich ist, wird sich das schnell ändern. Native Applikationen der verschiedenen Hersteller, allen voran auch die der stark wachsenden Android-Entwickler-Community, werden das mobile Online-Shopping verbessern.
Apples Appstore läuft als native Applikation auf dem iPhone und ermöglicht einen Einkauf mit wenigen Klicks.
Eines der besten Beispiele für ein optimales Shopping-Erlebnis ist Apples Appstore. Dieser stellt selbst eine native Applikation auf dem iPhone dar, bei der neue Programme mit nur wenigen Klicks gekauft, heruntergeladen und anschließend automatisch installiert werden. Die Bezahlung läuft völlig unproblematisch im Hintergrund über die bereits registrierten Daten in iTunes ab. Zudem soll ein neues Feature der kommenden iPhone-Software-Version 3.0 beispielsweise die Integration von Shopping-Funktionalitäten in iPhone-Applikationen sein, sodass die Entwickler und Betreiber der Applikationen ihre Produkte direkt vertreiben können [5]. Diese neue Funktionalität könnte zukünftig auch für andere Portale und Online-Shops interessant werden. Zudem stellt sie eine besondere Chance für Shopsoftware-Hersteller dar, da diese mit der Entwicklung einer derartigen Applikation direkt eine Vielzahl an Online-Shops mit einer mobilen Version versorgen könnten.







Eine Antwort
von Wein aus Frankreich 21.01.2012 (17:18Uhr) 1.
Hi, sehr interessanter Beitrag. Ich liebe dieses Themengebiet und warte auf weitere Posts zu dem Thema.