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Mehr Spaß beim Zappen: Die beste Hardware für TV-On-Demand

Aus dem
t3n Magazin Nr. 31

03/2013 - 05/2013

In Zeiten von Mediatheken, Video on Demand und ist das klassische Fernsehen als zeitlich und inhaltlich starres Konzept auf den ersten Blick längst überholt. TV-Geräte-Hersteller versuchen diesen Trend mit Smart TVs abzudecken, stehen allerdings in Konkurrenz mit anderer , mit der die neuen Inhalte ebenfalls auf den heimischen Bildschirm gelangen.

Mehr Spaß beim Zappen: Die beste Hardware für TV-On-Demand

Auf den Inhalt und den Ablauf des normalen Fernsehprogramms hat der Zuschauer keinen Einfluss. Er kann sich lediglich entscheiden, ob er sich ein Programm ansieht oder nicht. Wer sich nicht vorschreiben lassen möchte, was er wann zu gucken hat, muss zu entsprechenden Quellen und Hardware-Lösungen greifen. Streng genommen war schon der gute alte VHS-Rekorder der erste Schritt in diese Richtung. Heutzutage gibt es wesentlich mehr Möglichkeiten, das Fernsehprogramm zu individualisieren.

Quellen für nicht-lineares Fernsehen

Interessante Alternativen zum herkömmlichen Fernsehprogramm existieren nicht nur in den USA. Der deutsche Medienkonsument kann bei den Inhalten zwar nicht so aus dem Vollen schöpfen wie die Nordamerikaner, aber in jüngster Vergangenheit wurden auch hierzulande einige neue Quellen für Video-Inhalte erschlossen. Neben Mediatheken und Video-on-Demand-Anbietern zählen hierzu auch die großen Online-Videoportale wie YouTube und Vimeo.

Mediatheken

Egal ob öffentlich-rechtlicher oder privater Sender – fast alle herkömmlichen TV-Kanäle bieten ihre Inhalte inzwischen zumindest in Teilen auch online an. Jede Mediathek verfolgt allerdings ihr eigenes Bedien- und Vermarktungskonzept und auch HD-Qualität vermisst der Zuschauer oft schmerzlich. Ein Gros der öffentlich-rechtlichen Inhalte muss zudem laut Rundfunkstaatsvertrag nach sieben Tagen wieder offline genommen werden.

Video on Demand

Klassisches Video on Demand bezeichnet den Abruf von Spielfilmen und Serien zu einer beliebigen Uhrzeit, ohne Rücksicht auf das Alter oder die Sender-Zugehörigkeit eines Inhalts. Zu den in Deutschland agierenden Anbietern gehören beispielsweise Maxdome, Lovefilm und Watchever. Diese Dienste sind allerdings nicht immer auch auf allen Endgeräten verfügbar. Auch wenn die Anbieter mit großen Zahlen protzen, fehlt den meisten Katalogen bisher die Aktualität. Das durchschnittliche Preisniveau bei Bezahlung einzelner Inhalte liegt in etwa bei drei bis sechs Euro, je nach Aktualität und Videoqualität.

Auch iTunes gilt als klassisches Video-on-Demand-Angebot. Die Auswahl ist beachtlich und beinhaltet viele aktuelle Filme und Serien. Gerade bei TV-Serien bietet Apple sogar US- und UK-Serien in Originalsprache unmittelbar nach der Ausstrahlung an. In HD-Qualität sind Filme kaum unter fünf und Serienepisoden kaum unter drei Euro zu finden.

tv on demand 1
Video-on-Demand-Anbieter sind klassische Beispiele für nicht-lineares Fernsehen.

Videoportale für User Generated Content

Auch Videportale mit User Generated Content sind Teil der neuen TV-Landschaft. Die zwei bekanntesten Portale sind YouTube und Vimeo. Mit der Abonnement-Funktion für einzelne Kanäle präsentiert YouTube Nutzern bevorzugte Videos. Neuerdings finanziert YouTube auch so genannte „original channels“, also bekannte und talentierte YouTube-Filmemacher, die das Angebot an periodischen Formaten erweitern sollen. Damit möchte Google die Lücke zum (linearen) Fernsehprogramm weiter schließen und dafür sorgen, dass der Zuschauer regelmäßig wieder einschaltet. Im Gegensatz zu YouTube steht bei Vimeo eher die Qualität statt die Quantität im Vordergrund. Im Videobestand finden sich viele hochwertige und künstlerisch anspruchsvolle Clips, Kurzfilme und Dokumentationen, die sich auf großen Bildschirmen besonders gut machen.

Hardware-Vielfalt für moderne Fernsehfreunde

Möchte man die nicht-linearen Inhalte auf den Fernseher bekommen, hat der Nutzer die Qual der Wahl. Unterschiedliche Gerätegattungen buhlen um die Gunst der Konsumenten. Von der Spielkonsole über Home Theatre PCs bis hin zu dedizierter Hardware und Smart-TV-Geräten. Dabei ist es gar nicht so einfach, sich für ein bestimmtes Empfangsgerät zu entscheiden, denn die Wahl hängt von unterschiedlichen Ansprüchen des Konsumenten ab. Nicht auf jedem Gerät stehen auch alle Anbieter nicht-linearer Video-Inhalte zur Verfügung. Auch in Sachen User Interface, Komfort, Gerätegröße und ähnlichen Aspekten sind die Unterschiede groß.

Spielkonsolen

Was liegt näher, als einen Kasten, der sowieso schon am Fernseher angeschlossen ist, auch als Multimediazentrale zu verwenden? Genau deswegen statten sowohl Sony als auch Microsoft ihre aktuellen Spielkonsolen mit Mediaplayer-Funktionen aus. Auch wenn der Fokus bei Xbox 360 und PlayStation 3 klar auf Gaming liegt, erweitern die Unternehmen ihre Plattformen ständig mit neuen Angeboten und Video-Anbietern. Ohne Zusatzkosten bereiten Konsolen beim Abrufen von Videos allerdings wenig Freude. Die Bedienung mit einem Game-Controller ist suboptimal, aber Fernbedienungen sind erhältlich und erleichtern die Nutzung. Die Formatunterstützung lässt auf beiden Plattformen noch Wünsche offen (zum Beispiel in Sachen MKV-Support). Bedingt durch die große Verbreitung der Geräte existiert allerdings eine beachtliche Vielfalt an Apps, die den Funktionsumfang der Konsolen erweitern.

Besitzer einer Xbox 360 können beipsielsweise auf Angebote von Lovefilm, ZDF, Arte, YouTube, Vimeo, UGC Portalen und bald Watchever zurückgreifen. Auf PlayStation 3 stehen Maxdome, Lovefilm, YouTube und in Bälde ebenfalls Watchever zur Verfügung.

Home Theatre PC

Home Theatre PC (HTPC) bezeichnet einen Computer zur Heim-Unterhaltung. Das kann vom ausrangierten Desktop-Rechner bis zum spezialisierten Mini-PC jedes universelle PC-System sein. Der größte Vorteil dieser Produkte besteht in der freien Wahl der Wiedergabe-Software und dem Betriebssystem. Vom kostenlosen Linux-System mit XBMC-Oberfläche (Xbox Mediacenter) bis zum kommerziellen Windows Media Center sind dem Käufer keine Grenzen gesetzt. Dank der fortschreitenden Miniaturisierung der Hardware gibt es in dieser Kategorie einige interessante Produkte, zum Beispiel bei den Mini-PCs (auch Nettop genannt). Bezüglich Inhalten ist auf HTPCs alles erhältlich, was der Nutzer auch auf seinem herkömmlichen PC nutzen kann. Die Geräte spielen ihre Stärke besonders mit dem Web-Browser aus, denn die Geräte können auf alle Mediatheken, UGC-Videoportale und Video-on-Demand-Anbieter zugreifen.

Zotac ZBOX nano AD12

Mit einer Grundfläche von nur rund 13 x 13 cm bietet Zotac mit dem AD12 aktuelle Prozessortechnik in Form der AMD-Brazos-Plattform mit einem Dual-Core-Prozessor, der mit 1,7 Ghz getaktet ist. Damit ist das Gerät bestens geeignet für rechenintensive Wiedergabe von HD-Videos oder die Verwaltung großer Datenbanken, zum Beispiel von Film- oder Musikverzeichnissen. Zu haben ist das Gerät ab 300 Euro.

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Home Theatre PCs sind die Geräte-Gattung mit den umfangreichsten Möglichkeiten, auf Content-Quellen für Videos und Filme zurückzugreifen.

Acer Aspire Revo

Einen ähnlichen Mini-PC hat auch Acer im Angebot. Hinter dem Modellnamen Aspire Revo bietet Acer unzählige Ausstattungsvarianten für das Nettop-Modell an. Angefangen bei stromsparenden und günstigen Atom- und Celeron-Prozessoren bis hin zu performanten Core-i3-Prozessoren. Für flüssigen Heimkino-Genuss genügt zum Beispiel die AMD-Variante Aspire Revo RL70, die ohne Betriebssystem schon ab 250 Euro erhältlich ist.

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2 Antworten
  1. von nocksn am 10.09.2013 (11:26 Uhr)

    Raspberry Pi mit RaspBMC. Darauf dann diverse Mediatheken. Das Ganze läuft spitze.

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  2. von Martin am 10.09.2013 (11:35 Uhr)

    Watchever bietet nicht "in Kürze" sondern bereits heute Apps für Samsung/LGs TV, für Apple TV/iPad/iPhone und PS3. Zudem kostet Watchever 9 Euro im Monat, wie man da auf drei bis sechs Euro pro Film kommt ist mir schleierhaft.
    Mit einem Jailbreak Apple TV 2 kann man ebenfalls nahezu alle bekannten Formate abspielen und das ganze mit XBMC auf noch sehr komfortabel aus dem LAN heraus (wie geschrieben). Mit einem Mac an der Seite ist auch ohne Jailbreak, aber dann dank Streaming Zugriff auf alle lokalen Medien möglich.

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