Bei den serverseitigen Technologien gehören PHP und Perl zum Standard. Ruby und Python sind meist nur auf Wunsch verfügbar. Hier müssen Sie auf jeden Fall gesondert nachfragen. Bei PHP wird heute entweder die Wahl zwischen PHP 4 und PHP 5 gelassen oder gleich nur noch PHP 5 angeboten. Letzteres ist für einen modernen Webspace auf jeden Fall vertretbar, da der offizielle Support für PHP 4 mittlerweile ausgelaufen ist. Wenn Sie also noch PHP-4-Anwendungen einsetzen möchten, müssen Sie auf jeden Fall detailliert prüfen, ob das funktioniert. In der Regel können aktuelle Versionen von Standard-PHP-Software aber bedenkenlos in PHP-5-Umgebungen eingesetzt werden, andere (z. B. TYPO3 4.2.x) setzen dies sogar voraus.
Bei der Wahl eines Hosters für den eigenen Managed Server sollte man nicht nur auf die Geschwindigkeit achten, sondern auch auf den Aspekt Sicherheit, also das Monitoring- und Backup-Angebot.
Performance und Datentransfer
Natürlich lassen die Leistungsdaten Ihres Servers gewisse Rückschlüsse auf die Performance zu. Neben der CPU-Leistung (eines dedizierten Servers) ist hier vor allem der zur Verfügung stehende Arbeitsspeicher zu beachten. Bei einem virtuellen Server gilt es, statt des maximalen den garantierten Arbeitsspeicher zu betrachten, da sich sämtliche virtuelle Maschinen auf einem physikalischen Server den Speicher teilen müssen. Der garantierte Arbeitsspeicher ist also das Minimum, das Ihre Anwendung erhält. Im Bereich der Festplatten ist bei dedizierten Servern in Bezug auf Ausfallsicherheit und/oder Performance interessant, ob eventuell mehrere Platten im RAID-Verbund betrieben werden.
Ein häufiger Köder für Angebote ist unlimitierter Datenverkehr. Dieser beseitigt auf den ersten Blick „versteckte“ Kosten. Bei einer Anwendung mit hohen Transfervolumina, zum Beispiel einem Videoportal, können hier im Monat schon mehrere hundert Gigabyte anfallen. Über die Performance sagt das allerdings wenig aus. Dafür ist ausschlaggebend, wie groß die Leitungskapazität ist, die ein Server zur Verfügung hat. Teilen sich mehrere Server eine 100 MBit-Leitung und zumindest zwei davon laufen unter hoher Last, so bleiben für die restlichen nur wenig Leitungskapazitäten übrig, und die Daten tröpfeln zum Nutzer. Manche Hoster behalten sich zudem beim Überschreiten gewisser Grenzen vor, die Leitungskapazitäten zu drosseln oder Server bei Nutzung „über das übliche Maß“ hinaus trotz anderslautender Versprechungen vom Netz zu nehmen beziehungsweise entsprechende Verträge zu kündigen. 1und1 verwendet beispielsweise eine automatische Drosselung, die der Kunde dann per Webinterface wieder freischalten kann. Er muss dann halt regelmäßig klicken.
Sicherheit
Die Absicherung betrifft zwei Aspekte: die Sicherheit nach außen und die Absicherung über Backups. Nach außen sollte ein Hoster vor allem bei der Webserver-Konfiguration alle notwendigen Schritte beachten und die wichtigsten Komponenten aktuell halten. Dies merken Sie selbst an der Webserver-Version, der PHP- und MySQL-Version etc. An Ports sollte natürlich nur das absolut Benötigte offen sein. Hier lohnt ein Test mit einem Portscanner, der die eigene IP checkt. Exploit-Tools sollten Sie allerdings nicht oder nur nach Absprache auf den Webserver loslassen, da hier schnell eine juristisch problematische Grauzone beginnt.







4 Antworten
von ravid 07.04.2009 (16:11Uhr) 1.
please publish the matrix table with the different hosting companies.
von Norman 23.06.2009 (16:18Uhr) 2.
Wo ist denn die Tabelle?
von Jan Christe 03.07.2009 (14:05Uhr) 3.
Hi ravid und Norman,
ich habe die Tabelle soeben als PDF eingebunden. Ihr erreicht sie über einen Link am Ende des Artikels.
von Norman 06.07.2009 (18:48Uhr) 4.
Super. danke Dir. Hatte aber doch noch das Magazin gefunden :)