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Websites und -Anwendungen stressfrei umziehen: Hosting-Umzug leicht gemacht

    Websites und -Anwendungen stressfrei umziehen: Hosting-Umzug leicht gemacht

(Bild: Photocase / CL)

„Never change a running system“, heißt es oft. Doch irgendwann ist es dennoch soweit: Man muss seinen Hosting-Provider wechseln. Worauf man dabei achten sollte und welche Tools hilfreich sind.

Im Hosting-Geschäft ist der so genannte Lock-in-Effekt stark ausgeprägt – die Situation, in der ein Unternehmen derart von einem Anbieter abhängig ist, dass ein Wechsel unmöglich erscheint, weil er zu aufwendig, kostspielig oder riskant wäre. Wer möchte schon freiwillig von vorn anfangen, nachdem er monate- oder jahrelang an der optimalen Konfiguration der Server-Infrastruktur gearbeitet hat? Web- und Anwendungsserver, Datenbanksysteme, Domain- und DNS-Einstellungen, SSL-Zertifikate, individuelle SEO-Optimierungen – die Bereitstellung und Instandhaltung moderner Server-Infrastrukturen wird immer komplexer. Ein Hoster-Wechsel kann zu einer echten Herausforderung werden.

Die Gründe für einen Wechsel seines Hosting-Anbieters können vielfältig sein. Kostenfaktoren spielen immer eine Rolle, insbesondere in der Cloud, wo ein immer härterer Preiskampf herrscht. Schlechte Erfahrungen mit dem Support des aktuellen Providers können auch ausschlaggebend sein. Dass der Cloud-Riese Amazon im Oktober 2014 sein erstes Rechenzentrum in Deutschland eröffnete, dürfte auch einige Unternehmen dazu bewegt haben, ihre Websites und Anwendungen zu Amazon Web Services zu migrieren.

Ohne Planung geht nichts

Egal aus welchen Gründen man sich letztlich für den Umzug seiner Unternehmenswebsite, eines Onlineshops oder einer kritischen Business-Anwendung entscheidet: Es gibt einige Punkte, die es in jedem Szenario zu beachten gilt. Für den Start ist es wichtig, den Änderungsbedarf genau zu definieren. Möchte man den Provider wechseln oder nur den Server? Soll die bestehende Domain auch umziehen? Werden SSL-Zertifikate oder ein CDN (Content Delivery Network) verwendet, die beim Umzug angepasst werden müssen?

Sobald Klarheit über die technischen Anforderungen herrscht, empfiehlt sich eine möglichst detaillierte Planung des kompletten Migrationsprozesses. Dazu lässt sich das Projekt in drei grobe Phasen unterteilen: Vorbereitung, Durchführung und Kontrolle. Da die vielen einzelnen Aufgaben meist in einer bestimmten Reihenfolge durchzuführen sind, beschreibt man das Vorgehen am besten in einer Schritt-für-Schritt-Anleitung. Damit ist der gesamte Prozess bei Bedarf mehrmals durchführbür, zum Beispiel, um Tests in verschiedenen Umgebungen durchzuführen.

Eigene Ziele festlegen

Ob sich der Aufwand einer Testmigration lohnt, hängt von verschiedenen Faktoren ab, so zum Beispiel vom Typ oder von der Komplexität des zu migrierenden Systems oder der Anzahl an Usern, die von den anstehenden Wartungsarbeiten betroffen sein werden. Um sich unnötige Arbeit zu ersparen, den Aufwand korrekt einzuschätzen und einen realistischen Terminplan erstellen zu können, sind Unternehmen gut beraten, solche Faktoren zu analysieren und individuelle Ziele festzulegen. Generell wird man bei einem Hoster-Wechsel sicherstellen wollen, dass zum Beispiel keine Daten verlorengehen oder Inkonsistenzen entstehen, dass die Suchmaschinenoptimierung dabei nicht leidet, dass keine neuen Bugs auftauchen, dass sämtliche Seiten korrekt verlinkt sind oder, dass der Umzug für den Enduser völlig transparent abläuft.

Homepage umziehen

Wer den gesamten Prozess genau geplant und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung erstellt hat, für den wird der Umzug einer Standard-Unternehmenswebsite nicht kompliziert. Ein anstehender Website-Umzug stellt immer einen Einschnitt dar und ist der beste Zeitpunkt, um etwa wichtige Updates einzuspielen oder „Nice-to-have“-Funktionen, die immer wieder verschoben wurden, endlich zu implementieren. Ebenfalls sinnvoll können Verbesserungen und Optimierungsarbeiten in Bereichen wie SEO, Usability, Content-Management oder Responsive Design sein. Deshalb empfiehlt es sich, zum Start der Migration die Website genau unter die Lupe zu nehmen und auf ihr Optimierungspotenzial hin zu untersuchen.

Um die Seite dann migrieren zu können, steht anschließend ein vollständiges Backup aller Softwarekomponenten auf dem Plan. Beim Einsatz eines CMS wie WordPress oder Joomla gehört dazu sowohl die Absicherung sämtlicher Ordner und Dateien des Backend- und Frontend-Systems als auch ein vollständiges Datenbank-Backup. Zur Vorbereitung des Umzugs auf den neuen Server ist es erforderlich, den Webspace und das Datenbanksystem beim neuen Anbieter einzurichten. Bevor man diese Services in Anspruch nimmt, sollte man prüfen, ob die Software-Umgebung des neuen Webservers wie Datenbank-Technologie, unterstützte Programmiersprachen oder Server-Management mit der zuvor eingesetzten kompatibel ist.

Effiziente Datenmigration mit Mover und MySQLDumper

Ordner und Dateien vom alten Server zum Neuen lassen sich mittels FTP oder SSH auf einfache Weise übertragen. Es gibt aber auch einige moderne Cloud-Dienste, die dabei wertvolle Dienste leisten können. Hierzu zählt zum Beispiel Mover aus Kanada. Anstatt die Dateien vom alten Server auf den lokalen Rechner herunterzuladen, um sie anschließend per FTP auf den neuen Server zu kopieren, erledigt hier nach Eingabe der Zugangsdaten beider FTP-Server das Programm den Datentransfer voll automatisch. Man muss also nicht mehr stundenlang warten, bis der Datei-Upload endlich fertig ist und kann seinen Rechner sogar ausschalten, während die Dateien in der Cloud von A nach B migriert werden.

Was die Erstellung eines Datenbank-Backups angeht, bieten die meisten Datenbank-Clients, etwa der populäre PHPMyAdmin für MySQL, entsprechende Werkzeuge an, die einen kompletten Dump einer Datenbank erstellen können. Außerdem steht zudem der quelloffene MySQLDumper als ein nützliches Tool zur Verfügung, das sich in der Praxis erfolgreich bewährt hat.

Links und Literatur

  1. Preise für Azure VMs
  2. Amazon eröffnet Rechenzentrum in Frankfurt
  3. Mover
  4. PHPMyAdmin
  5. MySQLDumper
  6. 1&1-Domainumzug Schritt für Schritt
  7. Audriga
  8. Microsoft Exchange
  9. Office 365
  10. Open-Xchange
  11. Google Apps
  12. MailStore
  13. Mittwald Umzugsservice Plus
  14. DM Solutions Umzugsservice
  15. Percona XtraBackup
  16. Hot Backups mit Percona
  17. Google Analytics

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Eine Reaktion
Jens_von_chocoBRAIN
Jens_von_chocoBRAIN

Danke für die Zusammenfassung. Wenn es sich nicht um eine Website mit viel Individualprogrammierung handelt, kann man eine Ausfallzeit auch komplett verhindern und einen SEO-Verlust fast gänzlich vermeiden oder das SEO sogar verbessern. Hierbei erstellt man die Website auf Basis einer Marketing-Plattform, die bereits die technischen und funktionalen SEO-Punkte berücksichtigt und kontinuierlich optimiert. "Erstellen" bedeutet hierbei primär Texte, Bilder, Videos einpflegen und Einstellungen vornehmen. Die Website kann so im Vorfeld komplett auch mit 301-Linkweiterleitungen getestet werden, damit z.B. das eigene SEO erhalten bleibt. Sobald der Test erfolgreich ist, muss lediglich noch für die eigene Domain ein Eintrag vorgenommen werden, der die neue Website unter der eigenen Webadresse anzeigt. Dadurch kann man keinerlei Ausfallzeiten und ggf sogar ein höheres SEO als zuvor erreichen.

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