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Websites und -Anwendungen stressfrei umziehen: Hosting-Umzug leicht gemacht

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Registrarwechsel

Wer seine Domain beibehalten möchte und diese beim alten Provider registriert hat, muss sie transferieren. Die Mehrzahl der Top-Level-Domains (.de oder .com) lassen sich innerhalb kurzer Zeit automatisiert übertragen. Zunächst muss man dafür bei seinem jetzigen Provider die Domain kündigen und einen Autorisierungscode (häufig „Auth-Code“ oder „Auth-Info“ gennant) anfordern. Diesen muss man dann bei der Bestellung des neuen Webspace angeben. Bei einigen Domains gelten für den Transfer allerdings spezielle Bedingungen. Hosting-Anbieter wie 1&1, Strato und Co. stellen entsprechende Anleitungen und Hinweise auf ihren Websites zur Verfügung, die man berücksichtigen sollte. Für den Fall, dass die Domain nicht transferiert werden muss, sind lediglich die entsprechenden DNS-Einstellungen zu bearbeiten, damit die Domain mit dem neuen Server verlinkt wird.

E-Mails umziehen

Beim Umzug von E-Mail-Postfächern wird die Sache etwas komplizierter. Um E-Mails vom bisherigen Provider auf einen IMAP-Server beim neuen Anbieter zu migrieren, eignen sich zunächst übliche E-Mail-Clients wie Thunderbird, Microsoft Outlook oder Apple Mail. Per Drag-and-drop lassen sich hier einfach die alten Nachrichten in den Posteingang des neuen IMAP-Kontos kopieren. Wer seine E-Mails auf einen POP3-Server umziehen möchte, kann auf einen so genannten Sammeldienst zurückgreifen, den viele Provider anbieten. Der Nutzer gibt hier beim neuen Hoster die E-Mail-Adresse und die Login-Daten des alten Anbieters ein und die dort abgelegten Nachrichten werden automatisch abgeholt.

Softwarelösungen wie MailStore Server sind nicht nur aus Sicherheitsaspekten praktisch, sondern können auch beim Migrieren von E-Mail-Konten hilfreich sein. (Bild: Screenshot)

Für Unternehmen, die viele E-Mail-Konten migrieren müssen, lohnen sich spezielle Online-Tools wie Audriga. Mit diesem webbasierten E-Mail-Umzugsdienst aus Karlsruhe können Unternehmen ihre bestehenden Nachrichten und Ordner zum neuen Anbieter einfach mitnehmen. Der Service unterstützt auch die Migration von Groupware-Lösungen wie Microsoft Exchange, Office 365, Open-Xchange oder Google Apps. Dadurch lassen sich neben E-Mails auch Kontakte, Kalendereinträge, Aufgaben und Notizen auf einfache und schnelle Weise migrieren. E-Mail-Archivierungsprogramme wie MailStore können hier ebenfalls praktisch sein.

Provider übernehmen den Umzug

Unternehmen, die sich keine Gedanken um den Umzug ihrer E-Mails oder ihrer Website machen möchten, können auf Umzugsservices zurückgreifen, die viele Hosting-Provider anbieten. Mit dem Umzugsservice Plus des Hosting-Spezialisten Mittwald geht der Umzug von Website, Hauptdomain und E-Mail ohne viel Aufwand über die Bühne. Der Hoster benötigt lediglich die entsprechenden Zugangsdaten und übernimmt dann den kompletten Umzug. Auch der Hosting-Provider DM Solutions bietet einen ähnlichen Service. Einfache Websites (bis zu 700 Megabyte groß) ziehen kostenlos um, komplexere Systeme und E-Mail-Konten kosten Aufpreis.

Bequem: Der Hoster Mittwald übenimmt mit seinem Umzugsservice Plus den kompletten Umzug von Website, Domain und E-Mail-Konten. (Bild: Screenshot)

Kritische Business-Anwendungen migrieren

Für Systemadministratoren ist der Umzug einer Business-Anwendung ein kritischer Moment. Denn bei Unternehmensanwendungen werden Performance und Verfügbarkeit groß geschrieben, Endanwender sollen von der Migration möglichst nichts bemerken. Das ist allerdings leichter gesagt als getan. In der Praxis lauern beim Umzug komplexer Web-Anwendungen etliche Gefahren. Je komplexer die Anwendungsinfrastruktur ist, umso schwieriger gestaltet sich der Wechsel. Wenn man mehrere Server-Instanzen hinter einem Load Balancer betreibt und die Datenbank über mehrere Maschinen repliziert ist, ist der Umzug selbstverständlich aufwändiger als bei einer einfachen Anwendung, die auf einem einzigen Server läuft.

Wer seine Datenbankanwendungen für die Migration nicht stoppen will, kann mit Percona XtraBackup Backups im laufenden Betrieb durchführen. (Bild: Screenshot)

Links und Literatur

  1. Preise für Azure VMs
  2. Amazon eröffnet Rechenzentrum in Frankfurt
  3. Mover
  4. PHPMyAdmin
  5. MySQLDumper
  6. 1&1-Domainumzug Schritt für Schritt
  7. Audriga
  8. Microsoft Exchange
  9. Office 365
  10. Open-Xchange
  11. Google Apps
  12. MailStore
  13. Mittwald Umzugsservice Plus
  14. DM Solutions Umzugsservice
  15. Percona XtraBackup
  16. Hot Backups mit Percona
  17. Google Analytics

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1 Reaktionen
Jens_von_chocoBRAIN
Jens_von_chocoBRAIN

Danke für die Zusammenfassung. Wenn es sich nicht um eine Website mit viel Individualprogrammierung handelt, kann man eine Ausfallzeit auch komplett verhindern und einen SEO-Verlust fast gänzlich vermeiden oder das SEO sogar verbessern. Hierbei erstellt man die Website auf Basis einer Marketing-Plattform, die bereits die technischen und funktionalen SEO-Punkte berücksichtigt und kontinuierlich optimiert. "Erstellen" bedeutet hierbei primär Texte, Bilder, Videos einpflegen und Einstellungen vornehmen. Die Website kann so im Vorfeld komplett auch mit 301-Linkweiterleitungen getestet werden, damit z.B. das eigene SEO erhalten bleibt. Sobald der Test erfolgreich ist, muss lediglich noch für die eigene Domain ein Eintrag vorgenommen werden, der die neue Website unter der eigenen Webadresse anzeigt. Dadurch kann man keinerlei Ausfallzeiten und ggf sogar ein höheres SEO als zuvor erreichen.

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