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In-App-Advertising: Ratgeber für Werbung in Apps

Aus dem
t3n Magazin Nr. 27

03/2012 - 05/2012

Smartphone-Nutzer können ein Lied davon singen: Werbung in mobilen Apps kann sowohl verärgern als auch begeistern. Es hängt eben von Form, Inhalt und Art des eingeblendeten Werbeformats ab. Wie können Unternehmen vorgehen, die auf seriöse und elegante Weise Werbung in Apps schalten wollen? Der folgende Artikel klärt über die Frage nach passenden Anbietern, mobilen Werbeformen und zukünftigen Entwicklungen auf.

In-App-Advertising: Ratgeber für Werbung in Apps

kom Werben in Apps

Selbst bei bezahlten kommen nur wenige Anbieter in den Genuss hoher Download-Zahlen. Die Mehrzahl der angebotenen Programme in den unterschiedlichen Kanälen (App-Store, Market, Marketplace etc.) steht den Usern kostenlos zur Verfügung. Natürlich passen zu manchen Kategorien auch gar keine Verkaufspreise. So werden vor allem News-Apps oder auch Demoversionen nahezu ausschließlich kostenlos angeboten. Um einen Teil der Entwicklungskosten wieder reinzuholen, werden diese Art von Anwendungen durch Werbeschaltungen refininanziert. Einige Nutzer stören sich zwar daran, jedoch ist diese Form der Monetarisierung meist ohne Alternative.

Allerdings sagt die Art und Weise, wie die in die App integriert ist, viel über die Qualität des Programms aus. Während manche Werbeformen Nutzer aufgrund ihrer Aufdringlichkeit zutiefst verärgern und beim Spielen so manchen High-Score-Eintrag zunichte machen, können gut gemachte Werbe-Einblendungen auch begeistern. Ein positives Beispiel sind verschiedene interaktive Auto-Konfiguratoren namhafter Autohersteller, die sich in das Rennspiel schieben und dieses unterbrechen, ohne dass die Spielzeit verrinnt. Anbieter mit einem hohen Qualitätsanspruch setzen auf seriöse Angebote ihrer Partner und Vermarkter und achten auf eine angenehme Präsentation der werblichen Inhalte für die User. Schließlich soll die Werbung im Idealfall zum Gesamterlebnis der App gehören und dieses abrunden.

Den richtigen Anbieter finden

Wer Werbung in Apps schalten möchte, sollte sich zunächst die Frage stellen, ob eigene Ressourcen für die Werbeschaltung vorhanden sind oder man dafür lieber auf einen externen Vermarkter zurückgreift. Bei der In-House-Variante empfiehlt sich Googles Netzwerk AdMob für den schnellen und leicht verständlichen Einstieg. Damit lässt sich zielgerichtet und ohne große Vorerfahrungen die gewünschte Zielgruppe erreichen. Für die Gestaltung der Werbemittel sollte dann die eigene Grafikabteilung oder eine externe Design-Agentur beauftragt werden.

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Die Arbeitsgruppe Onlineforschung (AGOF) informiert über die Reichweitenstärke mobiler Anbieter.

Vielfach lohnt sich aber auch das Engagement eines Vermarkters oder einer Agentur. Die Bedingungen sind aktuell so gut wie nie: Anbieter mobiler Werbung haben im vorhergesagten „Year of Mobile 2011“ einen deutlichen Schub in Bezug auf Wachstum und Akzeptanz erfahren. Große Vermarkter und Anbieter haben die Wichtigkeit des neuen Kanals erkannt und engagieren sich zunehmend auf diesem Gebiet.

Die beste Anlaufstelle für die Suche nach einem passenden Vermarkter ist der Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) [1]. In dessen Projektgruppe Unit Mobile Advertising (MAC) sammeln sich nahezu alle relevanten Anbieter. Die Mitgliedschaft im BVDW zeugt sowohl von der Seriösität als auch von der Qualität der zugehörigen Netzwerke. Dies wird fortlaufend durch die jährlich erneuerte Zertifizierung des BVDW sichergestellt.

Die Auswahl des passenden Vermarkters ist abhängig von den angebotenen Leistungen. Die Pakete sollten zum eigenen Budget passen: Falsch wäre es, einen großen Vermarkter nur um des Namens willen zu buchen, obwohl dessen Mindestvolumen über den eigenen Möglichkeiten liegt. In Absprache mit dem Vermarkter wird dann das passende Paket zusammengestellt.

Wer noch aggressiver in diesen Zukunftsmarkt einsteigen will, kommt an den Anbietern mit großer mobiler Reichweite allerdings nicht vorbei. Je reichweitenstärker die Kampagne, desto größer die erreichte Zielgruppe. Ein guter Anhaltspunkt für die Verteilung des mobilen Traffics bieten die Mobile Facts der Arbeitsgruppe Online Forschung (AGOF) [2], die vierteljährlich erscheinen.

Als Messgröße werden hier die Unique Mobile User des Untersuchungszeitraums herangezogen. Mit recht deutlichem Abstand befindet sich Gruner + Jahr EMS aus Hamburg derzeit an der Spitze der mobilen deutschen Vermarkter. Schon an dritter Stelle steht das allein auf Mobile spezialisierte Unternehmen YOC aus Berlin. Weiterhin finden sich auch viele – aus der klassischen Onlinewerbung bekannten – Anbieter wie Tomorrow Focus, United Internet Media, Axel Springer Media Impact und auch Yahoo! Deutschland. Seit der letzten Erhebung im September 2010 hat sich im schnelllebigen Markt natürlich einiges getan. So wird in den kommenden Studien interessant sein, wie sich der starke Zuwachs an Nutzern unter den Vermarktern aufgeteilt hat, wer gewonnen hat und wer langsam den Anschluss im Mobile Business verliert.

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6 Antworten
  1. von Sellaround, Wirecard, TripleDoubleU. —… am 08.06.2012 (12:05Uhr)

    [...] gibt Tim Herbig bei “t3n” Ratschäge für In-App-Advertising. iab.net (Zahlen), t3n.de [...]

  2. von Mediaplaner am 09.06.2012 (15:07Uhr)

    Da die Vermarkter gegenüber Unerfahrenen meiner Erfahrung nach regelmäßig Mondpreise aufrufen, ist jedem Werbetreibenden mit wenigen Tausend Euro Budget in jedem Fall Admob anzuraten, da hier unabhängig vom Gesamvolumen versteigert wird und man so zu den gleichen Konditionen einkauft wie die "Großen".

  3. von Stefan Riedel am 12.07.2012 (10:33Uhr)

    Denke auch, dass ein direktes Herangehen an die Vermarkter nicht die optimale Lösung für kleine Kampagnen ist. Admob ist da schon wesentlich praktischer, bzw. ebenfalls aufgefallen für Selbstbucher ist mir crossvertise, die zwar im Bereich Mobile/App noch ein wenig an den Targeting Optionen feilen müssen, aber ansonsten auch noch andere Mediengattungen anbieten und eben viele verschiedene Vermarkter vertreiben soweit ich das gesehen habe.

  4. von Mobil werben: wie werde ich unterwegs ge… am 05.11.2012 (16:59Uhr)

    [...] dem Vormarsch ist heutzutage auch In-App-Werbung (mehr). Ad Impressions von In-Apps poppen in Deutschland mittlerweile anderthalb Mal häufiger dem [...]

  5. von Mobi am 08.01.2013 (15:28Uhr)

    Die großen Vermarkter müssen auch die hohen Preise nehmen, um die AGOF und Co. zu bezahlen. Leider ist die AGOF für die meisten Agenturen immernoch ausschlaggebend, dass hindert diese auc sehr daran, neue Trends auszuprobieren. Denn kleine, innovative Unternehmen, die schnell reagieren können, stecken das Geld in andere Sachen, z.B. Entwicklung und nicht in die AGOF.

    Ich finde die Lösung von AddApptr interessant. Das ist ein Mediation Layer und bietet ein SDK an, welches Mobile App Devloper in Ihre free Apps einfügen können, um darüber Geld über Werbung zu verdienen. Das tolle ist, dass dort alle großen Ad Networks enthalten sind, z.B. iAd, inmobi, madvertise, apprupt, admob etc. Ist für App-Developer auf jeden Fall sehr zeitsparend nur ein SDK einzubauen und ständig upzudaten.

    Vielleicht machen die ja auch Werbung für Firmen direkt?

  6. von Ad-in-Apps als neues Werbeformat für Wi… am 19.06.2013 (09:07Uhr)

    [...] In-App-Advertising: Ratgeber für Werbung in Apps – Aus dem t3n Magazin Nr. 27 [...]

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