Käme es eines Tages zum „Internet der Dinge“, so könnte auch die staatliche Strafverfolgung vom Einsatz von RFID-Transpondern profitieren. Schon jetzt werden Datensätze von Raststätten, Tankstellen und Mautstellen im Rahmen der Terrorismusabwehr zur Rasterfahndung verwendet. Mit RFID-Technologie und den damit gewonnenen Daten könnte die Fahndung auf unbegrenzt viele Dinge erweitert werden. Schon jetzt sind alle Betreiber von RFID-Anwendungen gesetzlich verpflichtet, die gespeicherten Informationen für einen gewissen Zeitraum aufzubewahren und den Strafverfolgungsbehörden auf Verlangen zur Verfügung zu stellen.
Schlussbemerkung
„Pervasive Computing“, die alles durchdringende, allgegenwärtige totale Vernetzung, wird starke Auswirkungen auf das öffentliche und private Leben haben. Die großen Vorteile, die uns diese Technologie bescheren wird, gehen einher mit dem Risiko des „gläsernen Menschen“ und dem totalen Verlust von Selbstbestimmung. Die Angst vor dem Überwachungsstaat macht sich breit. Daher ist es besonders wichtig, dass sich der Meinungspluralismus der unterschiedlichen Interessengruppen im richtigen Verhältnis widerspiegelt. Das Technikbild der Zukunft – der alles durchdringenden und allgegenwärtigen Information- ist zu bedeutend, um es Lobbyisten von Lebensmittelkonzernen und anderen rein wirtschaftlich denkenden Interessengruppen zu überlassen. Viele Verbraucherschutzorganisationen setzen sich für Datenschutz und Privatsphäre ein und machen auf Missstände aufmerksam. Neben der technischen Anforderung stehen unsere Gesellschaft, die unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen und die miteinander konkurrierenden Interessengruppen vor immensen Herausforderungen.




