Die Anforderungen an Intranet 2.0 sind einerseits die Standard-Intranet-Funktionalitäten wie globale/organisationseinheitsspezifische Inhaltserstellung und -vermittlung, Zugang zu Unternehmensapplikationen, Telefonbuch und Integration in das zentrale User-Directory. Andererseits werden auch neuartigere Kommunikations- und Kollaborationsansätze wie Blogs und Wikis, frei gestaltbare Profilseiten (ähnlich Facebook), RSS-Aggregierung und die gemeinsame Nutzung von dezentral erfassten Links erwartet. Mit „Tagging“ soll den Nutzern die Möglichkeit gegeben werden, eigene Begrifflichkeiten einzubringen. Die angebotene Suche soll über die Intranet-Seiten hinaus auch eingebundene Dokumenten-Management-Systeme mitabdecken.
Es zeigte sich schnell, dass Drupal diese Anforderungen weitgehend „out-of-the-box“ oder unter Nutzung von publizierten Zusatzmodulen abdecken kann. In einigen Bereichen, insbesondere bei Profilseiten, Linksammlungen und Integration von externen Applikationen, waren kleine Zusatzentwicklungen nötig.
Das SHS-Intranet 2.0 konnte in dem sehr kurzen Zeitraum von sechs Wochen entwickelt werden. Dabei wurden zuerst die wichtigsten User-Szenarien identifiziert und in Workshops unter Nutzung von Screen-Mockups, Wireframes und DHTML-Prototypen ausgestaltet. Einfache Nutzbarkeit ist wichtig für den Erfolg von Intranet-Anwendungen, daher wurde besonders viel Gewicht auf diesen Aspekt gelegt. Neben der Verwendung von Drupal-Core-Modulen (z. B. Aggregator, Comment, Help, Menu, Path, Profile, Taxonomy etc.) wurden auch Zusatzmodule und -komponenten (z. B. Ldapauth, Ldapdata, Ldapgroups, Activemenue, AJAX Submit, JavaScript-Tools, TinyMCE, Taxonomy breadcrumb, Voting API, Advanced Poll etc.) eingesetzt. Individuell gebaut wurden nur wenige neue Module (z. B. MyLinks, Bio Link etc.). Für die meisten der Core- und Zusatz-Module mussten nur Parameter angepasst werden, einige wenige wurden aufgrund von Sicherheits- und Benutzerkomfortüberlegungen geringfügig erweitert. Insbesondere die LDAP-Module wurden angepasst, um relevante Informationen aus dem Directory beim Login mit Drupal zu synchronisieren. Aus Performance-Gründen erfolgte eine Implementierung von zusätzlichen Synchronisationsprozessen, die im Hintergrund ablaufen.
Die Architektur von Drupal basiert auf Kernfunktionalitäten und Zusatzmodulen, die mit selbstentwickelten Komponenten ergänzt werden können.
Zur Anpassung an Swisscom-Hospitality-Style-Guides wurden entsprechende Templates erstellt, respektive angepasst. Die vorhandenen Mechanismen in Drupal erlaubten es, dies mit relativ geringem Aufwand zu tun.




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