t3n Magazin: In der letzten Zeit haben Sie einiges getan, um die Erweiterbarkeit von Doctrine zu verbessern. So ist es inzwischen möglich, eigene Doctrine-Extensions zu schreiben und diese auf der offiziellen Website zu veröffentlichen. Welche Erweiterungen würden Sie für Doctrine schreiben, wenn Sie einen Monat Zeit hätten?

Jonathan Wage: Ich würde mehr Extensions schreiben, die sich in den Ergebnislisten-Caching-Layer von Doctrine integrieren, um das automatische Löschen des Caches besser zu steuern, wenn Datensätze verändert werden. Außerdem würde ich gerne an der Integration zwischen Doctrine und der Yahoo-Query-Language-API arbeiten.

t3n Magazin: Doctrine 2.0 setzt 5.3 voraus und macht regen Gebrauch von neuen PHP-Features wie Namespaces. Was sind die wichtigsten Neuerungen in Doctrine 2.0 und was ändert sich für Anwender?

Jonathan Wage: Einfach alles! Nichts ist mehr, wie es war. Das fängt beim Code an und hört bei der Geschwindigkeit auf. In dieser Version haben wir großen Wert darauf gelegt, dass all die aktuell bestehenden Performance-Probleme und Feature-Beschränkungen angegangen werden. Der Code dieser Version wird die Vorlage für viele der kommenden Doctrine-Versionen sein.

t3n Magazin: Haben Sie sich von anderen ORM-Bibliotheken oder anderen Sprachen inspirieren lassen, als Sie die Entwicklung von Doctrine 2.0 geplant haben?

Jonathan Wage: Ja, wir haben uns hauptsächlich an Java Hibernate und der JPA-Spezifikation orientiert.

t3n Magazin: Es gibt Leute, die behaupten, ORMs seien Performance-hungrig und undurchsichtig. Trifft das auf Doctrine zu?

Jonathan Wage: Das trifft auf jedes Framework oder ORM zu. Manchmal muss man eben auf ein ORM oder Framework verzichten und Low-Level-Code schreiben, zum Beispiel, wenn man extreme Anforderungen an die Datenbank-Performance hat.

t3n Magazin: Neben dem Doctrine-Projekt arbeiten Sie auch an einem Symfony-basierten CMS namens Sympal. Was zeichnet das CMS aus und wo liegen die Vorteile gegenüber anderen Open-Source-CMS?

Jonathan Wage: Der größte Vorteil von Sympal ist der Umstand, dass es auf Symfony und Doctrine aufbaut. Die Idee dahinter ist, dem Entwickler die Fähigkeiten eines CMS wie Drupal zu geben und ihm gleichzeitig die Möglichkeiten von Symfony und Doctrine zu bieten. Daher auch der Name. Die Kombination aus beiden schafft ein sehr mächtiges Tool, mit dem Firmen auf der ganzen Welt Projekte einfach und schnell umsetzen können.

t3n Magazin: Sie arbeiten und leben in Nashville, Tennessee. Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?

Jonathan Wage: Mein Arbeitstag entspricht fast einem normalen, der von 8 Uhr morgens bis 17 Uhr abends geht. In dieser Zeit bin ich immer in meinem Büro. Abends bin ich meistens zu Hause und arbeite dort bis in die Nacht. Manchmal entspanne ich aber auch irgendwo.

t3n Magazin: Was macht man als Open-Source-Entwickler in Nashville, wenn man mal frei hat und keinen Quellcode mehr sehen kann?

Jonathan Wage: Etwas anderes programmieren (lacht). Nein, mal im Ernst. Im echten Leben und im Internet bin ich eigentlich jemand, der es liebt, Dinge zu bauen. Als ich 19 war, kaufte ich mein erstes Haus und jetzt bin ich 24. In den letzten fünf Jahren habe ich es fast komplett renoviert. Außerdem spiele ich Softball. Das Team, für das ich spiele und das ich auch sponsore, wurde nach Doctrine benannt. Außerdem bin ich ein Wasser-Junkie und liebe es, zum See zu fahren und fischen zu gehen oder einfach nur rumzuhängen.

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Eine Antwort

  1. von t3n-Interview: Jonathan Wage über seine… 10.06.2010 (08:50Uhr) 1.

    [...] überhaupt braucht und was man in Nashville als Programmierer sonst noch so alles machen kann. Der Artikel ist jetzt kostenlos im Heftarchiv verfügbar. Zudem kannst Du t3n Nr. 18 versandkostenfrei in unserem Shop bestellen. Ads_BA_AD('CAD2'); [...]

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