Microblogging für Unternehmen
Eine gute, innovative Alternative für den schnellen und knappen Gedankenaustausch ist Microblogging (wie z. B. Twitter). Im Gegensatz zu Blogs ist es ein noch verhältnismäßig unbekanntes, aber sehr hilfreiches Web-2.0-Kommunikationstool. Bei Microblogging geht es darum, seine Gedanken, Ideen oder Fragen zeitnah und spontan zu übermitteln. Pro Nachricht stehen dafür 140 Zeichen zur Verfügung. Die Feeds oder Kurznachrichten können von anderen Teilnehmern abonniert werden, man „folgt“ also den Gedanken der anderen.
CoreMedia setzt die Eigenentwicklung „Trillr“ seit der CeBIT 2008 als experimentelle Microblogging-Plattform für den internen Gebrauch ein. Ursprünglich ist Trillr aus einem Peer-Group-Projekt heraus entstanden, hat sich innerhalb des Unternehmens sehr schnell viral verbreitet und wird heute von 90 Prozent der Mitarbeiter benutzt. Seit dem Gebrauch von Trillr sind die E-Mail-Verteiler auffällig geschrumpft. Besonders gut eignet sich das Tool erfahrungsgemäß für die Live-Berichterstattung von Messen, Konferenzen oder der vierteljährlich stattfindenden „CoreMedia Open Spaces“.
Jangaroo: CoreMedia goes Open Source
Mitte Juli hat CoreMedia einen Teil seiner Technologie als Open-Source-Projekt unter dem Namen Jangaroo veröffentlicht [1]. Seit der Gründung von CoreMedia vor zwölf Jahren nutzt und unterstützt das Unternehmen Open Source, weil es ein starker und zunehmend wichtiger Werttreiber für die IT-Welt und unsere Gesellschaft ist. Es geht darum, die Zusammenhänge beim Aufbau einer Open-Source-Community besser zu verstehen, mehr eigene Erfahrungen zu sammeln und spannende Kontakte aufzubauen. Das Projekt wurde in einer Peer Group von engagierten Entwicklern aus der Taufe gehoben und von ihnen auch maßgeblich umgesetzt.
Für eine ausführlichere Betrachtung des Themas Enterprise 2.0 empfiehlt sich der im Frühjahr erschienene Herausgeberband „Enterprise 2.0 – Die Kunst, loszulassen“ mit zahlreichen Fachartikeln namhafter Autoren wie Andrew McAfee, David Weinberger, Don Tapscott und Casestudies von Nokia, SAP und Vodafone [2]. Die Autoren gehen der Frage nach, wie Web-2.0-Technologien als Werkzeug für Unternehmen sinnvoll eingesetzt werden können und ob es sich für das Management lohnt, loszulassen und Kontrolle abzugeben.




