Die neue Open-Source-Shopsoftware Magento hat bereits während der Betaphase für einiges an Wirbel und Aufmerksamkeit gesorgt. Dennoch war es überraschend, dass die Software bereits vor dem offiziellen Release über 200.000 Mal heruntergeladen wurde. Wir zeigen, was Magento kann, wie der Einstieg gelingt und welche Anforderungen das Shop-System stellt.
Technologisch setzt Varien, das Unternehmen hinter Magento, auf das PHP-Framework „Zend Framework“. Die Software ist daher beliebig skalier- und erweiterbar und wächst problemlos mit dem Shop mit. Dadurch sind der Flexibilität kaum Grenzen gesetzt. Durch eine klare Trennung zwischen Programmkern und individuellen Funktionalitäten bleibt die Updatefähigkeit jederzeit erhalten.
Diese Flexibilität bekommt man allerdings nicht ganz umsonst – man erkauft sie sich vielmehr mit einem erhöhten Einarbeitungs- und Programmieraufwand sowie erhöhtem Hardware-Bedarf. In diesem Zusammenhang sollte eines unbedingt beachtet werden: Wer sich ernsthaft mit der Magento-Programmierung auseinandersetzen möchte, sollte Erfahrung im Umgang mit Entwicklungs-Frameworks sowie umfangreiche PHP-Kenntnisse mitbringen. Andernfalls gestalten sich die ersten Schritte entsprechend schwierig und langwierig.
Das Shop-Konzept von Magento
Um die Logik hinter Magento und damit die Funktionalitäten und Möglichkeiten besser verstehen zu können, sollte man sich zu Beginn mit den Grundzügen der sogenannten SKU (Stock Keeping Unit) vertraut machen, auf der das Shop-Konzept basiert. Dies hilft dabei, die Unterscheidung zwischen Simple Products und Configurable Products besser zu verstehen – eine Eigenheit von Magento bei der Produktanlage und Verwaltung.
Unter der Stock Keeping Unit versteht man die eindeutige Bezeichnung eines Produkts anhand einer Produktkennung, meist einer alphanummerischen Kombination. Dies bedeutet in der Praxis, dass es für jedes Produkt – besser gesagt für jede Ausprägung eines Produkts – eine eindeutige Nummer und somit eine eindeutige Zuordnung gibt.







