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t3n 32

Marktüberblick App-Builder: Mobile Apps aus dem Baukasten

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Apps Builder

Mit „Apps Builder“ können Anwender Applikationen nicht nur für iOS und Android kreieren, sondern auch für Windows Phone und Blackberry. In diesem Segment ist das italienische Startup, das hinter dem Dienst steht und nach eigenen Angaben fast eine halbe Million Nutzer zählt, einer der wenigen Anbieter, der die Erstellung von nativen Apps für die Microsoft-Plattform offeriert. Dieses Alleinstellungsmerkmal wird durch ein ansprechendes Flat-Design unterstrichen, das an das Metro-UI aus Redmond erinnert.

Zu den speziellen Funktionsbausteinen, die der Dienst bereit stellt, zählen beispielsweise HTML-Widgets, die beliebigen HTML5-Code umsetzen können und bei fortgeschrittenen Anwendern für mehr Flexibilität sorgen. In Sachen Multimedia sind neben Audio- und Video-Modulen auch vorgefertigte Bausteine für Radio-Streams und PDF-Dateien im Standard-Paket enthalten.

Beim Design ist das Tool weniger flexibel als Mobile Roadie und Shouthem. Zum einen stehen bloß wenige Design-Vorlagen zur Auswahl, die sich zudem nur minimal beim Layout und dem Hintergrundbild voneinander unterscheiden. Zum anderen ist die Anpassung der Templates aufgrund unbequemer Formulare nicht optimal gelöst. Dafür bietet die Lösung einige praktische Features, die man nicht überall findet, so zum Beispiel ein Login-Mechanismus für private Bereiche. Nützlich ist zudem die Tatsache, dass man Push Notifications ad-hoc an seine User direkt vom Web-Backend aus senden kann.

Echte native Apps mit App Machine

App Machine“ ist ein vielversprechendes Tool, das derzeit in der öffentlichen Beta-Phase steckt (Stand April 2013) und sich als ein sehr innovatives Produkt präsentiert. In der Tat verfolgt der Anbieter aus Holland einen Lösungsansatz, der nicht ganz üblich ist: Anstatt mit HTML5 zu arbeiten, werden zu 100 Prozent native Apps erzeugt. Beim App-Entwurf stehen insgesamt 20 verschiedene Funktionsbausteine zur Auswahl, darunter vorgefertigte Seiten für Freizeitangebote, FAQs, Personen-Profile, Locations, Kontakt und Produkte. Zudem lässt sich durch die Integration von Webshops (Magento und Presta) ein zusätzlicher Verkaufskanal realisieren.

Während der Beta-Phase kann man die Software kostenlos uneingeschränkt nutzen. Beim geplanten Preismodell gehen die Holländer ihren eigenen Weg und verlangen eine einmalige Gebühr, die erst zum Zeitpunkt der Veröffentlichung fällig wird. Die angekündigten Preis-Pläne adressieren Laien, Designer und Entwickler und kosten zwischen knapp 500 Euro und 1.900 Euro. Für weitere Updates muss man extra zahlen.

Lokale Alternativen

App-Previewer erlauben dem User, Apps im gesamten Erstellungsprozess auf dem Smartphone zu testen.
App-Previewer erlauben dem User, Apps im gesamten Erstellungsprozess auf dem Smartphone zu testen.

Unter den professionellen Angeboten gibt es einige interessante Alternativen aus Deutschland. Mit „App Confector“ (Affiliate-Link) bietet die gleichnamige Firma aus Oberhausen eine Lösung, die mit den US-Anbietern konkurrieren kann. Neben den üblichen branchenübergreifenden Modulen bietet die Software ein einfach zu verwaltendes E-Shop-System mit Warenkorb, Paypal-Integration und einigen weiteren Features. Dazu zählt etwa die Möglichkeit, per SMS über eingehende Bestellungen informiert zu werden. Ein weiteres interessantes Angebot, das Anfang des Jahres gestartet wurde, ist „appTITAN“ von der Opwoco GmbH aus Nordrhein-Westfalen. Der Service macht in Sachen Usability einen etwas moderneren Eindruck als App-Confector und bietet zudem eine einfach zu testende Vorschau-Funktion. Ebenfalls nennenswert ist „App Yourself“ (Affiliate-Link) aus Frankfurt. Dieses Produkt adressiert in erster Linie kleinere Unternehmen, die an einer einfachen App interessiert sind.

Ausblick: Apps in Eigenregie

Wer eine App in Eigenregie erstellen möchte, ist allerdings nicht unbedingt auf einen App-Builder angewiesen. Je nachdem in welcher Branche man sich bewegt oder was für eine Anwendung man sich vorstellt, sind branchenspezifische Lösungen sogar besser geeignet als ein für einen großen Consumer-Markt konzipierter App-Baukasten. Ein gutes Beispiel dafür ist „Podio“. Hier handelt es sich um eine Collaboration-Plattform, die letztes Jahr durch Citrix Systems übernommen wurde. Das Killer-Feature: Jede Firma kann sich entsprechend den eigenen Anforderungen und Geschäftsprozessen ihre ganz persönliche Produktivitäts-App zusammenstellen. Ein weitererer Anbieter in diesem Bereich ist die weptun GmbH mit dem Produkt AppConKit, die gezielt auf Business-Anforderungen wie hohe Sicherheit, Offline-Fähigkeit und Backend-Integration setzen.

Eine weitere Branche, die von ähnlichen Lösungen profitieren kann, ist der E-Commerce. Die Anforderungen, die seitens der kleinen und mittelständischen Betriebe an ein Shop-System gestellt werden, unterscheiden sich nur geringfügig voneinander, sodass generische Lösungen hier großes Potenzial haben. „Couch Commerce“ zum Beispiel verspricht, einen bestehenden Web-Shop in nur 30 Minuten in eine leistungsfähige App verwandeln zu können. Weitere Dienste, die Web-Shop-Betreibern zur eigenen App verhelfen, sind „MobiCart“ und „Mobile Catalogue“.

App-Builder-Vergleichstabelle

app_pointer

Fazit

Ein 3D-Spiel wie Infinity Blade oder ein App-Hit wie WhatsApp wird man mit einem Do-It-Yourself-Dienst bestimmt nicht realisieren können. Eine einzigartige App erfordert eine individuelle Entwicklung durch Experten – das wird sich auch in absehbarer Zeit kaum ändern. Dafür sind App-Builder – von der technischen Komplexität abgesehen – einfach nicht konzipiert. Das Hauptziel von Mobile Roadie, Shouthem und Co. besteht viel mehr darin, die Erstellung von Apps zu liberalisieren, sodass jeder – egal ob ein selbstständiger Blogger, ein Künstler oder die Bäckerei an der Ecke – den Traum von der eigenen App selbst verwirklichen kann. Hochwertige Produkte wie Adele (Mobile Roadie) oder The Next Web (Shouthem) beweisen das große Potenzial der App-Builder. Angesichts der aktuellen Entwicklungen ist davon auszugehen, dass sie immer ausgefeilter und leistungsfähiger werden.

Dieser Artikel stammt aus der t3n 32

Dieser Artikel Stammt aus der brandneuen t3n Ausgabe Nr. 32 mit dem Schwerpunkt UI/UX-Deisgn

Links und Literatur

  1. Analyse zur Zukunft der Tablets (Die…
  2. Der Siegeszug mobiler Apps (VentureBeat)
  3. Mobile Roadie
  4. The Next Web-App
  5. Shoutem
  6. Apps Builder
  7. t3n-Artikel zu Flat Design
  8. App Machine
  9. App Confector
  10. App TItan
  11. AppYourself
  12. Podio
  13. AppConKit
  14. Couch Commerce
  15. MobiCart
  16. Mobile Catalogue

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14 Reaktionen
MY_APP_TOM
MY_APP_TOM

Hi Diego - die meisten Appbuilder haben als Architektur Checklisten im Hintergrund. App Editoren gibt es wenige die ein Design einer App per Drag&Drop erlauben. Schau Dir mal appbyyou.net an und nehme diesen App Baukasten in den nächsten Testbericht mit auf...

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jonaut
jonaut

Vielleicht ist SimpleMapp.com App Generator aus Berlin noch interessant für die Liste? SimpleMapp ist der einzige App Generator für Standorte/Gewerbe, Veranstaltungen und mehr und seit Mai 2016 in Version 2 verfügbar. Mit SimpleMapp kann man eine themenspezifische Version von Google Maps erstellen, und unter der eigenen Marke für Android, iPhone und das Web vertreiben.

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Thomas72
Thomas72

Ich selbst nutze den App Baukasten von Mobincube und habe meine ersten nativen Apps damit fertig gestellt. Der Baukasten gefällt mir persönlich sehr gut, weil ich mir meine Apps damit ganz einfach zusammenklicken kann.

http://www.mobincube.com/reference.php?hash=3a3181c96672ad8475934bc394a00764

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nick.merq
nick.merq

Wir bieten schon seit einigen Jahren das einfache Erstellen von Android Apps an. Ist auch mit vielen Features in der kostenlosen Variante zu nutzen:

https://appmaker.merq.org/

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DocJoey
DocJoey

@Georg62: dieappwerkstatt ist aber schon heftig im Preis....ich kann ebenfalls http://www.takeyourapp.com empfehlen, da ist das Erstellen von nativen Apps kostenlos

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shuriken
shuriken

Man kann sich auch mal http://www.eezzy.de anschauen. Macht auch nen guten Eindruck.

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Georg62
Georg62

Es gibt da ein neues App CMS das auf Basis von PDF-Dokumenten arbeitet. Sehr gut für Agenturen und Unternehmen mit umfangreichen Printprodukten geeignet. Bietet für überschaubare Kosten iOS und Android Native Apps.
http://www.dieappwerkstatt.de - einfach mal reinschauen.

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DDachtler
DDachtler

flexibel, günstig und in den Gestaltungsmöglichkeiten super ist http://www.takeyourapp.com. Man kann Webapps sowie Native Apps erstellen

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JuergR
JuergR

Für komplexere Projekte würde ich mich damit eher an eine Agentur wie http://xitaso.com wenden. Auch wenn da natürlich ganz andere Budgets dahinter stecken bringt das doch einfach mehr Flexibilität und auch eine spezifische Ausrichtungen mit sich.

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totte12
totte12

Sehr flexibel, günstig und die meisten Funktionen hat http://www.baudeineapp.de

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hendrikt
hendrikt

Ein recht interessanter Ansatz ist http://www.mobile-brownie.com Das Tool ist zwar nicht sehr flexibel in den Gestaltungsmöglichkeiten, versteht sich aber nicht nur als App-Baukasten, sondern auch als Marketing-Cockpit für regionale Gewerbetreibende: zum Beispiel lassen sich damit auch mobile Gutscheine Apple Passbook kompatibel erstellen.

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Lukas

Cleverlize, App-Generator für mobiles Lernen sollte hier auch erwähnt werden (www.cleverlize.com)!

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Mohandas
Mohandas

Halte ich durchaus nicht für wünschenswert. Werden dann die aktuellen Infos nur noch in Apps angezeigt und wer das falsche Handy hat hat Pech gehabt? Ich zweifle auch an diesen Appstores. Sicher ett, wenn man einfache Apps hat, die eine bessere Website sind. Aber der Vorteil nativer Entwicklung besteht ja gerade darin, gerätespezifische Funktionen ausschöpfen zu können und das geht IMO mit einem Baukastenprinzip nicht ohne weiteres. Für die Leistungsoptimerung muss man in den Code reingucken und braucht am Ende enen Programimierer.

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M. Schrader

IBM Worklight sollte hierbei auch nicht ungenannt bleiben.

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