von Matthias Neubacher, Daniel Brün,
online veröffentlicht am 05.03.2007
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Bilder bloggen mit dem Handy: MMS mit TYPO3

Aus dem
t3n Magazin Nr. 7

Mit der zunehmenden Popularität von Blogs kommt bei manchem der Wunsch auf, ein gemeinsames Blog per MMS mit Bildern oder kurzen Texten zu bestücken. Einige Dienstleister haben sich derweil darauf spezialisiert, MMS-Nachrichten, die an eine spezielle Nummer geschickt wurden, an einen anderen Server weiterzuleiten. Einer Weiterverarbeitung der MMS mit TYPO3 steht damit nichts mehr im Wege. Um den Ablauf zu verstehen, beleuchtet dieser Artikel das einer MMS zugrundeliegende SMIL-Format und die benötigten Extensions.

Bestehende MMS-Erweiterungen für [1] gehen davon aus, dass auf dem Mobiltelefon ein spezielles MMS-Service-Center eingetragen wird, das die gesendeten MMS-Nachrichten entgegennimmt. Komfortabler ist es jedoch, die MMS wie gewohnt an eine Telefonnummer zu versenden, ohne die Telefoneinstellungen modifizieren zu müssen. Dazu wird ein Dienstleister [2] benötigt, der die Rufnummer zur Verfügung stellt, die MMS empfängt und weiterleitet. Dieser Mechanismus erlaubt etwa einer gesamten Community Bilder zu versenden, die anschließend automatisch auf ihrer Website zu sehen sind. Die vom MMS-Gateway gelieferten Daten stehen in einem speziellen XML-Format zur Verfügung: SMIL.

Schon vor einigen Jahren hat das World Wide Web Consortium (W3C) die Synchronized Multimedia Integration Language (SMIL [3], ausgesprochen wie engl. „smile“) vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine XML-basierte Auszeichnungssprache zur zeitgesteuerten Darstellung von interaktiven und audiovisuellen Inhalten.

Das aktuelle SMIL 2 ist im Gegensatz zur ersten Version modular aufgebaut. Einzelne Teile lassen sich über Namensräume in andere XML-Dialekte integrieren. Aus dem freien Vektorgrafikformat SVG wurden Animationselemente übernommen. Diese Multimediapräsentationen können sogar in HTML eingebunden werden. Leider interpretieren Webrowser sie nicht direkt, lediglich mit Unterstützung durch Plugins wie dem RealPlayer oder QuickTime. Bis zu einer gewissen Komplexität kann SMIL sogar mit Flash mithalten und bietet dabei einen deutlichen Kostenvorteil. Mobiltelefone verwenden lediglich eine Teilmenge von SMIL zur Beschreibung von MMS. Ähnlich wie bei HTML werden Audio-, Video-, Bild- und Textdateien in externen Dateien gespeichert. Die Anordnung und der zeitliche Ablauf der Darstellung werden in SMIL beschrieben.

<smil>

	<head>
	<layout> 
		<root-layout height="176" width="132"/> 
		<region id="Image" fit="meet" height="99" left="0" top="0" width="132"/> 
		<region id="Text" fit="meet" height="77" left="0" top="99" width="132"/>
	</layout> 
	</head> 
	<body> 
		<par dur="6000ms"> 
			<img region="Image" dur="6000ms" xsrc="bild.jpg" mce_src="bild.jpg"/> 
			<text region="Text" dur="6000ms" xsrc="text.txt" mce_src="text.txt"/> 
		</par> 
	</body> 
</smil>

Listing 1

Im Head wird das Layout definiert, in diesem Beispiel ein Bereich mit 176x132 Pixeln sowie zwei adressierbare Regionen. Die erste beginnt oben (top="0") und soll später ein Bild beinhalten. Darunter soll der Text beginnen (top="99"). Die Objekte innerhalb des Bodys werden den Regionen zugewiesen. Mittels der URL in der „src“-Angabe kann das verarbeitende Programm den Dateiinhalt laden.

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