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Standardkonforme Websites für mobile Endgeräte entwickeln: Mobiles Surfvergnügen

Aus dem
t3n Magazin Nr. 13

09/2008 - 11/2008

Eigentlich ist das mobile Web ein alter Hut. Praktisch alle Handy-Hersteller liefern seit Jahren recht gute webtaugliche mobile Endgeräte, fast jedes neue Handy hat heute einen „vollwertigen“ Webbrowser an Bord. Und dennoch: Erst der Medien-Hype um die Einführung des iPhones hat das Thema einer breiten Öffentlichkeit nähergebracht. Wir zeigen, wie Websites für mobile Geräte gestrickt sein sollten und geben Tipps zur Programmierung.

Mobilfunkanbieter bauen derzeit unter Hochdruck ihre High-Speed-Netze aus. Neue, immer erschwinglichere Daten-Optionen sorgen zudem dafür, dass dem mobilen Surfen auf breiter Basis bald nichts mehr im Wege stehen dürfte. Dabei ist es allerdings selten sinnvoll, diesen mobilen Geräten die Darstellung einer primär für den PC-Bildschirm entwickelten Website zuzumuten. Ziel sollte es vielmehr sein, eine schlanke Anwendung anzubieten, die dem Netzwerk, der Hardware und den veränderten Bedürfnissen des mobilen Surfers gerecht wird. So wird beispielsweise ein Klick auf einen Link der Art <a href="tel:+4930123456789">Rufen Sie uns an</a> das Handy anweisen, die verlinkte Telefonnummer direkt anzurufen. Für unterwegs ist dies praktisch, am PC eher nicht. Gute Gründe also, sich das Wie und Warum des Mobile-Web-Development etwas genauer anzusehen.

WAP 2.0

Nie war es so einfach, Handheld-optimierte Webangebote zu erstellen. Entwicklern stehen zahlreiche Fachbücher zur Seite [1] [2] [3], zudem benötigt man weder einen speziellen WAP-Server noch muss man sich mit WML (Wireless Markup Language) und allem, was dazugehört, beschäftigen. Das aktuelle WAP 2.0 ist XHTML plus CSS, genauer: XHTML-MP und WCSS. Dabei steht MP für „Mobile Profile“ und das W für „Wireless“. Ausgeliefert wird über einen ganz normalen HTTP-Server via TCP/IP, also erstmal nichts Neues für den erfahrenen Webworker. Wichtig sind hier allerdings der korrekte MIME-Type sowie das Encoding: XHTML-MP-Seiten sollten als UTF-8 mit dem MIME-Type „application/xhtml+xml“ (nicht text/html) ausgeliefert werden.

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